Hallo. ich habe meine Abrechnung bekommen für letztes Jahr und verstehe bei uns einige Posten gar nicht. Wir wohnen in einem ca 20 Parteien-Haus. Bei uns haben sich im Gegensatz zum Jahr davor die Nebenkosten für den Hausmeister (versechsfacht), Reinigungsdienst für den Flur (mal eben fast 500 Euro mehr), Kabelgebühren (mal eben 600 Euro mehr) und Gebäudeversicherung (1000 Euro mehr!) extrem geändert? Ich frag mich, kann man das einfach so eben machen. Wie soll das realistisch sein, dass ein Hausmeister, der vorher 200 Euro gekostet hat mal eben ein Jahr später 1200 Euro kostet oder die Gebäudeversicherung 1000 Euro mehr??? Die Abrechnung macht eine Hausverwaltungsfirma für die Vermieter

dann wende dich an den Vermieter oder den Mieterschutzbund. Der Vermieter muss dir die Unterlagen zur Einsicht und Prüfung vorlegen..auf jeden Fall ist es zweckmäßig vorab in den schriftlichen Widerspruch zu gehen, um ein Mahnverfahren auszuschließen
Auch Hausverwaltungsfirmen machen Fehler...
Du kannst
Einblick in die Abrechnungsunterlagen nehmen. Vielleicht versteckt sich da ja ein Fehler, z.B. weil irgendwelche Zahlen nicht stimmen oder was reingerechnet wurde, was nicht reingerechnet werden darf.
Dich erkundigen, wie die "üblichen" Kosten in diesen Bereichen sind (Mietervein oder per google im Web suchen, da gibt's eine Seite, weiß sie aber jetzt nicht auf Anhieb). Wenn ein Vermieter nämlich nicht auf Wirtschaftlichkeit achtet, bist Du nicht verpflichtet, alles mitzutragen (beispielsweise wenn die Versicherung extrem teuer ist). - Meine Tochter hat mit dieser Begründung (und meiner Hilfe...) eine Nebenkostenabrechnung zurückgewiesen und nichts mehr davon gehört.
Tatsächlich gibt es aber auch Kosten, die einfach erheblich gestiegen sind - wie geige auch schon geschrieben hat.

Der Hausmeister z.B. wird bestimmt nach Stunden bezahlt und wenn er eine Aufgabe hatte, die etwas größer war, kann das schon sein. Aber bei den anderen Dingen scheint mir die Erhöhung wohl etwas hoch gestapelt. Du kannst aber eine detaillierte Aufstellung verlangen z.B. für den Hausmeister seine Stundenzettel.
Es könnte der Verdacht bestehen, dass nicht ggü. den Mietern umlagefähige Kosten in andere, umlagefähige Kosten "hineingerechnet" wurden.
Das kann dir ohne Kenntnis der Abrechnungsunterlagen hier jedoch niemand verbindlich sagen.
Ein Widerspruch schließt ein Mahnverfahren durch den Vermieter nicht aus.
Jedoch steht dir ein Prüfungsrecht der Nebenkostenabrechnung zu.
Am Dienstag sollte dich dein Weg zum örtlich für dich zuständigen Mieterverein führen.
Das kann viele Gründe haben, z.B.: 1.der Hausmeisterdienst wurde gewechselt (anderes Unternehmen) evtl. vorher auf Minijob-Basis, jetzt HM-Unternehmen, gleiches gilt für den Reinigungsdienst (auch Änderung Mindestlohn für die Branche ist zu beachten) 2. die Kabelgebühren haben sich tatsächlich teils drastisch erhöht. 3. die Gebäudeversicherung wurde angepaßt (evtl. hat vorher eine Unterversicherung vorgelegen?). Laßt Euch einen Termin geben, um Einsicht in die Abrechnungsunterlagen zu erhalten sowie die entsprechenden Erklärungen.
Ich habe jetzt erstmal eine Info an die Haustür gepinnt um mal zu fragen, was die anderen Mieter von dem Ganzen halten. Das mit Kabelanschluss weiß ich, nur ist ja das digitale Kabelfernsehen durch diese Erhöhung damals sogar günstiger geworden und die Receiver werden glaube ich kostenlos sogar zur Verfügung gestellt. Ich frage mich, warum wird man über sowas nicht informiert. ish ist unser Anbieter und digitales Kabelfernsehen bei uns auch absolut verfügbar. Und wie kann eine Gebäudeversicherung fast 50% teurer werden?
Des Rätsels Lösung wird sich nur im Termin mit dem Vermieter ergeben. Bezügl. der Kabelgebühren könntet Ihr mal nachhaken, ob gegen das Erhöhungsverlangen Widerspruch eingelegt wurde. Oftmals hat die Unitymedia (vorm. ish) hierauf reagiert und die Erhöhung nicht um den angekündigten Betrag durchgezogen.