Frage von Roedig, 95

Derealisation und Depersonalisation wegen Cannabis?

Ich (18) habe vor zwei Jahren Cannabis geraucht (extrem viel auf einmal) und bin dabei extrem abgestürzt. Mich hat es gedreht und alles war gedämpft und unecht. Ich habe das Gefühl gehabt ich würde mich von oben sehen. Ich dachte, dass es das war und ich der erste Fall bin wo durch Cannabis stirbt. Ich dachte im Rausch über den Tod und Existenz nach. Zusätzlich dachte ich, dass alles so unreal ist. Ich hatte Panik und bin verwirrt losgerannt. Ich wollte nur noch schlafen.

Am nächsten Tag war alles noch etwas gedämpft aber nicht mehr so schlimm wie im Rausch. Ich bin Tag für Tag normaler geworden, ab und zu hatte ich kleine DR und DP aber es war auszuhalten und ich habe es vergessen.

2 Jahre später (ungefähr vor 5-6 Momaten) habe ich erneut Cannabis geraucht. Ich wusste nicht mehr wieso ich es lassen wollte. Ich hatte erneut Panik und Angst, aber ich wusste dass es vorbei geht.

Nun vor 5 Wochen war ich Auf den Weg in den Urlaub. Ich habe etwas Flugangst und war durchgängig in Angst und Panik. Im Urlaub angekommen ging es mir anfangs noch gut. Täglich sind wir zum Strand (Schlafen und direkt nach dem Frühstück zum Strand). Ich lag also die ganze Zeit. Nach 3Tagen machte sich mein Kreislauf bemerkbar. Ich wusste nicht dass es mein Kreislauf war, also bildete ich mir etwas Ernstes ein (Herzprobleme). Ich dachte ich muss sterben und bekam Panik.

So.. Das ist der Punkt.

Kann es sein, dass ich durch die Angst vorm Sterben etwas im Kopf auslöse, wie bei einem Absturz von Cannabis? Denn in letzter Zeit kommt mir die Welt usw unreal vor und ich habe das Gefühl, dass es nicht weggehen wird, da ich immer an die "unreale Welt" denken muss.

Geht das mit der Zeit weg? Denn es macht mir Angst, da mir das Leben immer mehr wie ein Traum vorkommt und meine Träume für mich realer sind, da ich in meinen Träumen nicht an die "unreale Welt" denke.

Wenn jmd so etwas auch durchlebt oder es sogar rausgeschafft hat.. Bitte melden.

Antwort
von AnimeGirlx33, 71

Das hatte ich vor 2 Jahren, als ich von mdma in eine schlimme "Phase" gekommen bin , War so ungefähr wie du es bei dir beschreibst. Es hat meine Wahrnehmung total verändert und ist und wird wahrscheinlich nicht mehr wie vorher.

Ich habe einfach gelernt, damit zu leben. Überwiegend geht es mir gut, aber manchmal kommt es wieder ( bin zb total anhänglich weswegen ich öfters durchgedreht bin).
Du kannst es dir wie eine Spirale vorstellen. Es ist ein auf und ab, was Jahre dauern kann, kommt auf dein Typ an etc . Mal kommt es wieder, mal ist es für Monate weg, mal schlimmer mal nicht so schlimm. Aber ich kann dir sagen: die Rückfälle sind längst nicht so schlimm, wie damals. Also ich hab das Gefühl, dass es voran geht und langsam besser wird.
Aber ich denke bei mir nicht das meine Wahrnehmung 100% wie früher wird. Ich kann zb nie mals ohne schlechtes Gewissen Auto fahren, wegen der erd Erwärmung , ich weiß ist ein blödes Beispiel, aber die in meinem alter interessieren sich für so was halt nicht und so.
das wichtigste ist: versuche nicht dir zu wünschen, dass du normal denken kannst wie früher , versuch damit auszukommen und zu lernen, dass das wie Du jetzt bist/denkst einfach momentan ein teil von dir ist. Das hab ich gemacht und siehe da ich kann überwiegend normal leben :D.Hoffe ich konnte dir helfen :) ,

Kommentar von AnimeGirlx33 ,

nachtrag: dieses penetrante denken von "omg meine Wahrnehmung ist anders, mach es weg mach es weg" macht einen nur noch verrückter. Es ist schwer und definitiv nicht leicht, aber versuch locker damit umzugehen. Es hilft, das jmd zu erzählen, sich einfach jmd anzuvertrauen. Was auch hilft ist nicht jedes Wochenende dasselbe machen, so dass kein ewiger Kreislauf von Alltag kommt. Am besten man hat ein Gleichgewicht zwischen abwechslung und Alltag. Denn hat man von etwas zu viel, kann(aber auch wirklich nur kann) das Einen weiter rein werfen. Also das hat mir sehr geholfen :)

Kommentar von Roedig ,

Das Ding bei mir ist, dass wenn ich mal einen Hauch von Glück verspüre, denke ich direkt daran, weswegen es mir eigentlich nicht gut geht und Zack.. Wieder depressiv. Und darüber denke ich auch immer nach.. Und ich verfalle wieder in Gedanken. Ich hoffe immer, dass ich morgens aufwache und es mir ein wenig besser geht. Aber die Gedanken gehen einfach nicht weg. Und ich fühle mich im Schlaf besser als wach.

Kommentar von AnimeGirlx33 ,

Oh man das klingt genau wie ich das hatte :/ , ich weiß gar nicht so genau was ich dann gemacht hab, damit es besser wurde. ich glaub ich hab mehr mit freunden von meiner alten klasse was gemacht und einfach geredet. Die Leute haben vom Alltag erzählt einer seits Ablenkung anderer seits kamen mehr Gedanken warum ich das nicht kann warum ich nicht glücklich bin. Aber ich hab trotzdem damit weiter gemach, weil ich sonst nur zuhause in meinem zimmer saß wie sonst auch immer und dabei wird man verrückt ( also wenn man allein ist andauernd im selben raum). nach einer Zeit wurde es besser und ich hab nicht mehr daran gedacht, einfach weil glaub ich alle anderen quasi "normal" waren und ich mich dann auch "normal" gefühlt habe. Oh und bleib am besten nüchtern also kein Alkohol oder ähnliches, denn das kann es verschlimmern ;)

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