Frage von askingforfunGX, 61

Derealisation, Depression oder gesunder Menschenverstand?

Hallo alle zusammen, ich (m/17) weis nicht mehr weiter. Suche schon so lange vergebens nach Antworten, aber finde keine. Ich habe sowas wie eine Art "Realitätsverlust" entwickelt, wo ich am Tag denke, das ich wie im "3 person mode" mein Leben lebe ohne wirklich etwas zu fühlen. Klar mitleid, furcht, usw. habe ich, aber ich denke mehr über die Gefühle nach, anstatt sie zu fühlen. Kann sein dass ich unter Depressionen leide aber ich bin grad eh wieso unter einer Therapie wo ich zudem medikamentös behandelt werde aber meine gedanken usw. verändern sich nicht sonderlich. Ich muss zudem sagen dass ich grad nicht die rosigste vergangenheit hatte meine eltern haben sich oft gestritten, hab immer alleine gespielt, usw. ( will hier jetzt nicht einen auf depri mit problemen machen ) aber dennoch war ich als kind glücklich. Jedoch jetzt wo ich in der schule recht gut bin und freunde hab, mit denen ich mich fast nie treffe weil mir schnell langweilig wird, bin ich wie leblos. Ich finde einfach keinen Grund in so einer Welt zu leben die überfüllt ist mit sinnlosen Problemen und Kriegen. Ich hasse es einfach wie Menschen miteinander umgehen und deswegen halte ich mich von dieser Welt auch fern. Kann mich nicht erinnern seit Monaten rausgegangen zu sein ( außer für die Schule). Jegliche Motivation fehlt um zu lernen.( was dazu führen wird dass ich meine abschlussprüfung nicht packen werde, glaube ich). Ich hoffe einfach auf Ratschläge die mir helfen oder gar sagen können das ich psychisch irgendeine Krankheit hab. Kommentare wie "du musst die realität akzeptieren" will ich gar nicht erst hören. Ich akzeptiere lieber, dass es den fliegenden Spaghettimonster gibt anstatt eine kranke welt wie diese.

P.s.: Tut mir leid wegen der Grammatik und der Rechtschreibung. Hatte ab der Hälfte, oder so, keine Lust mehr darauf zu achten, weil der Text zu lang wurde. :D

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Gesundheit, 11

Hallo AskingforfunGX,

es könnte sein, dass Du aufgrund der Medikamente zur Zeit etwas 'gefühllos' bist. Bespreche es am besten mit Deiner/m Therapeutin/en.

Ansonsten kann ich nur feststellen, dass Du ein intelligenter Mensch bist, der genau wie viele andere erkennt, dass diese Welt krank ist. Und dazu sage ich: gesunder Menschenverstand :-)

Ich weiß leider nicht mehr, wer es gesagt hat, aber es heißt: 'Wer in dieser Welt nicht verrückt wird, kann nicht ganz normal sein.'

Ich verabscheue den Umgang einiger Menschen mit einander genauso wie Du, und mir wurde auch oft schnell langweilig unter Menschen. Bis ich angefangen habe, nur noch die Menschen um mich herum zu scharen, die ich sag's mal salopp, Hirn in der Birn haben, also auch intelligent sind, reflektieren und mir guttun und denen ich guttue.

Diese Vorgehensweise kann ich daher empfehlen. Klar, das geht nicht von heute auf morgen, aber es lohnt sich :-) Ansonsten hilft es auch, einfach mal humorvoll zu sagen wie Pippi Langstrumpf: 'Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt!'

Das funktioniert natürlich nur in meiner kleinen Welt, aber ich hoffe immer noch darauf, da ich ja weiß, dass wir eigentlich viele sind, dass sich dadurch auch die gesamte Welt vielleicht irgendwann mal nach und nach verbessert. Aber selbst wenn, dass werden Du und ich wohl nicht mehr erleben ;-)

Gehe also bitte Deinen Weg - Du bist nicht allein!

LG

Buddhishi

Antwort
von nextreme, 28

Ich kann dir nur raten, dir ein Hobby zu suchen, dass dich dazu zwingt mit anderen Gleichgesinnten real zu kommunizieren. Das deine Freunde scheinbar andere Interessen haben, sollte wohl ein deutliches Signal für dich sein, nach was Anderem zu suchen.

Antwort
von Hoppeltoppeltz, 32

Den Text hätte ich vor nem halben Jahr genauso geschrieben. 1 zu 1.

Kommentar von askingforfunGX ,

Es freut mich das jemand der gleichen Ansicht ist wie ich, aber umso erschreckender finde ich es, dass sie mir zustimmen ...

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