Frage von Kil0r,

"Der Wille ist stark, das Fleisch ist schwach ..."

Wie man so schön in der Bibel sagt, vielleicht kennt ihr das ja und vielleicht habt ihr das desöfteren auch schon gelesen ...

Man will etwas tun, egal was, man will vielleicht von etwas wegkommen ... Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel. Ein Alkoholiker will von seiner Flasche wegkommen, weil er weiß es ist schlecht zu trinken, aus verschiedenen Quellen, der Arzt sagt ihm er hat ein hohes Risiko an Leberzirrhose zu erkranken, seine Frau sagt ihm er wird unerträglich und seine christliche Religion sagt auch, dass es ihm schadet, und er will sich ändern. Ergo sein Wille meldet sich.

Das Fleisch ist aber schwach, der menschliche Egoismus ist wohl das übelste Übel der ganzen Sache,sprich die psychische und physische Abhängigkeit, definiert sich ja darin.

Kann man diesen Egoismus überwinden? Mit allgemein Möglichen Mitteln? Ist diese Behauptung mit dem Egoismus denn richtig? Würde das nicht heißen, dass ein Mensch, der in seinem Leben weniger Egoistisch ist, mehr auf andere achtet also besser mit dem Problem des Alkoholismus zB klarkommt?

Es ist schon eine Sache des "Willens", aber wo Wille ist, ist auch ein Weg, doch wie sieht dieser Weg aus?

Ist nur ganz allgemein gehalten.

Antwort von Magiks,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich kenne das aus meinem Leben zur Genüge!!!

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Will was unternehmen, tu es nicht!

Will mich bessern, tu es nicht!

Will, will, will und tu doch nichts!

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Für mich gibt es verschiedene Willensqualitäten und inzwischen bin ich mir sicher, es gibt ein unützes Wollen, weil man einfach ohnehin von allem zu viel will und es gibt ein Wollen, dass von tief innen kommt, dass ist das Wollen der rechten Sache zum rechten Zeitpunkt und dieses Wollen wird auch meist ins Tun gesetzt. :-)

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Hatte mich jüngst hier in GF auch ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Schau hier, vllt. findest Du in meinem Thread Antworten für Dich:

Des Menschen Wille ist ... ?

Antwort von Angel84,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dass es das Ego ist, ist durchaus richtig. Nur ist es nicht mit der Definition von Egoismus zu verwechseln.

Das Ego ist unser Verstand, innerhalb dessen sich all unsere Glaubenssätze und Wissenskonstrukte befinden (bewusst und unbewusst). Es ist die Illusion unserer Ich-Identität. Und die gilt es zu erkennen und zu verstehen. Das funktioniert nicht, indem ich nach "draußen" schau, sondern indem ich den Mut habe, ganz tief IN mich zu schauen.

Der ganze Wille nützt nichts, wenn ich nicht verstanden habe, welche unbewussten Glaubenssätze mich zu einem bestimmten Verhalten motivieren. Ich kann eine Verhaltensänderung immer nur kurzfristig "erzwingen", doch irgendwann schlagen die alten Programme wieder zu.

Erst wenn ich an die Wurzel gehe und herausfinde, welcher unbewusste Glaube/Wissen hinter meinem Verhalten steht, es verstehe, annehme und akzeptiere, ändert sich auch das damit verbundene Verhalten.

Dieser Tipp passt zu deiner Frage:

http://www.gutefrage.net/tipp/eine-haeufige-frage-wie-kann-ich-mich-aendern

Kommentar von GALLARIAOY,

Lasse dein Ego sterben, und jegliche Sucht hört auf. JESUS von Nazareth soll gesagt haben: >Wenn ihr zu Lebzeiten nicht sterbet, werdet ihr nie erfahren, was HIMMEL wahrlich ist<. Wenn ihr diese Frage euch selbst beantwortet, könnte es sein, dass ihr keine Süchte mehr kennt. GALLARIAOY

Kommentar von Angel84,

Das ist völlig richtig! Aber Mensch muss ja erst mal einen Weg finden, das Ego sterben zu lassen. Wär ja zu schön, um wahr zu sein, wenn es reichen würde zu sagen:

Ok. Ich habe erkannt, dass ich ein Ego habe. Und jetzt lass ich es sterben...

Und wenn nicht? Was dann?

Kommentar von Magiks,

@ GALLARIAOY:

Kennst DU persönlich Süchte?

Warst DU in Deinem Leben schon mal süchtig?

Und bist DU zu Deinen Lebzeiten schon gestorben, konntest Du diese Frage für Dich schon klären?

Antwort von holodeck,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nun ja, wenn's nur ganz allgemein gehalten ist ..
hinter jeder Sucht steckt immer jemand, der sucht.

Antwort von Stefan7,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

so wie ich das sehe geht es ehr um entscheidungen. die entscheidung die flasche zu nehmen ist schon gefallen! jetzt meldet sich die RATIO und versucht diese entscheidung zu verstehen. das kann sie aber nicht da wir hier über zwei unterscheidlichen ebenen reden müssen.

alkohol (oder was auch immer) "funktioniert" so gut weil es im hirn eine belohnung für dieses verhalten gibt. (das äffchen greifft ins glas, das äffchen bekommt sein bonbon)

die RATIO hat keine bonbons- selbst wenn die entscheidung die getroffen wurde die richtige ist (nicht zur flasche zu greifen) wird es kein bonbon geben! das wird nicht passieren!! das verlangen nach dem bonbon ist also nicht gestillt und der drang ist immernoch da!

technisch gesehen haben wir wenig chancen, bonbons sind lecker.

(hier geht es um körperchemie, "glückshormone" und das belohnungszentrum welches chemisch aber nicht rational angesteuert werden kann!) # um es kurz zu machen, wenn der drang da ist, sage dir selbst das es ein chemischer prozess ist der grade in deinem hirn abläuft, ohne zu überlegen musst du direkt aus der gefahrenzone, geh raus, geh weg, lenk dich davon ab! wenn du erst einmal zulässt das du mehr darüber nachdenkst - mach ich es oder lass ich es.. hast du schon verlohren! darum ist mein rat simpel und kurz --> GEH EINFACH WEG, SOFORT!

Kommentar von BlackRainbow666,

Ratio selbst kennt vielleicht keine Belohnung, aber "das Richtige" zu tun, auch wenn es mehr Unannehmlichkeiten bereitet ist ja doch irgendwie erstrebenswert - sogar so erstrebenswert, dass Viele auf kurzfristige Freuden verzichten oder sie sich unter Leidensdruck versagen.

Das liegt zum einen an der zu erwartenden nachhaltigen Wirkung einer solchen Entscheidung - ich werde wieder mehr geliebt, kann wieder unter Menschen gehen, habe mehr Selbstachtung etc. - also gewissermaßen an der "Belohnung auf Sicht".

Zum anderen belohnen aber solche "richtigen" Entscheidungen selbstredend auch sofort. Sie belohnen sogar so sehr, dass beispielsweise die Existenz von Altruismus (Gegenteil von Egoismus) bezweifelt wird, da immer eine Art von Selbst-Belohnung bei einer guten Tat stattfindet.

Kommentar von GALLARIAOY,

Ein Kommentar, der eben nicht alles beantwortet, was zu beantworten wäre. GALLARIAOY

Kommentar von Magiks,

Und, was wäre noch zu beantworten?

GALLARIAOY, weißt Du das?

Antwort von Nachtflug,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

In diesem Falle ist der Wille schwächer als das Fleisch. Das ist bei Sucht fast immer so.

Antwort von Albrecht,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Aussage in der Bibel ist, wie eine Nachprüfung ergeben hat, an der Stelle (Markus-Evangelium 14, 38 und Matthäus-Evangelium 26, 41) etwas anders. Es heißt: τὸ μὲν πνεῦμα πρόθυμον, ἡ δὲ σὰρξ ἀσθενής (der Geist ist bereitwillig, aber das Fleisch ist schwach). Das mit „Geist“ übersetzte Wort πνεῦμα kann auch „Hauch“, „Atem“ oder „Seele“ bedeuten, das mit Fleisch übersetzte Wort σὰρξ könnte auch mit „Leib“ oder „Körper“ wiedergegeben werden. Es geht um Einschlafen trotz einer Absicht zum Wachbleiben (der Körper ist für Müdigkeit anfällig).

Trotz eines Erkennens der ungünstigen Auswirkungen und eines Wunsches, vom dem schädlichen Verhalten wegzukommen, sein Handelns nicht zu ändern, ist eher Anzeichen einer Willensschwäche. Egoismus ist kein gut passender Begriff, wenn eine echte Absicht zur Änderung besteht. Egoismus ist eine Ich-Bezogenheit (das lateinische Wort „ego" heißt „ich"). Eigenliebe in dem Sinn, sich selbst zu lieben und für sich zu sorgen, kann eine gute Grundlage sein, auch andere Menschen lieben zu können und sich um ihr Wohlergehen zu kümmern. Ein nicht rücksichtsloser und schrankenlos gieriger Egoismus ist kein Gegensatz zu Altruismus. Das schlechte Verhalten widerspricht einem wohlverstandenen Eigeninteresse.

Körperlich hat beim Alkoholkonsum eine vermehrte Ausschüttung von Dopamin und Endorphinen eine Wirkung, die kurzfristig angenehme Seiten hat, und ein Aufhören kann zunächst einmal mit Entzugserscheinungen verbunden sein.

Wenn ein Wissen vorhanden ist, das zu einem Urteil führt, was wirklich gut ist, aber der Wunsch nach Veränderung nicht umgesetzt wird, wendet eine Person ein Wissen nicht an. Es ist nicht voll innerlich angeeignet und bleibt wie ein abstrakt aufgesagter Satz. In der Handlungssituation wird das Wissen nicht konkret herangezogen. Die Person führt sich nicht die ungünstigen Folgen konkret und mit Einzelheiten deutlich vor Augen. Menschen unterliegen in einer Blickverengung dem verführerischen Anschein der Begierde, wobei die Vernunft die Leitung verliert. Wahrnehmung, Vorstellungen und Denken sind einseitig auf verlockend erscheinende Gesichtspunkte (bzw. unangenehme Seiten gegenteiligen Verhaltens) fixiert, alles andere tritt in den Hintergrund. Andere Einflüsse schwächen das Urteil der Vernunft und die Person lässt eine Untergrabung durch mit der Vernunft konkurrierende Einflüsse zu stark zu.

Zur Überwindung ist es nützlich, Blickverengung zu vermeiden, Standhaftigkeit des Willens zu entwickeln und sich ein Wissen als vollen Besitz anzueignen. Bei zwanghaftem Handeln kann eine Hilfe durch andere erforderlich sein (Entzug, unterstützende Therapie). Eine Einsicht in Verhaltensursachen (was sind die Beweggründe des Verhaltens, welche Situationen sind besonders gefährlich) kann bei der Vermeidung helfen.

Antwort von maxi6,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Da Alkoholismus eine Krankheit (Sucht) ist, ist es nicht alleine mit dem Willen getan. Gerade in einem solchen Fall hilft nur eine Rundum-Therapie, am besten mit der Hilfe eines Arztes. In diesem Fall hat es auch nicht unbedingt etwas mit Egoismus zu tun.

Kommentar von GALLARIAOY,

Eine Krankheit, die einem etwas sagen will, nur dieses kapieren die Alkoholiger nicht. GALLARIAOY

Kommentar von Magiks,

Jedes Krankheitssymptom hat auf der seelischen Ebene seine Bedeutung und beginnt auch erst in der Seele, bevor es sich manifestiert. Und nicht nur die Alkoholiker, sondern sehr viele Menschen, ignorieren diese Zusammenhänge.

Antwort von Flieger12345,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

heisst nur es ist eine schwierige aufgabe das richtige zu tun dafür müssen wir unser ganzes leben arbeiten

Kommentar von GALLARIAOY,

Was ist richtig? Und was ist falsch? Wer will dieses beurteilen!? GALLARIAOY

Kommentar von Magiks,

Jeder nach seinem Ermessen.

Antwort von G97lp1Aw63,

Zentral ist hier die Frage der Motivation. Wissen um das was richtig ist motiviert nicht; für die Motivation spielen Gefühle eine große Rolle. Damit hat sich die britische Moralpsychologie intensiv beschäftigt, was sich auch in Kants praktischer Vernunft stark widerfindet. Die Frage führt allgemein eher in die Psychologie; was sind Deine bisherigen Handlungsmuster, Deine Gewohnheiten, was assozierst Du mit den Handlungen, bringen Sie Dir etwas ein dass für Dich einen motivierenden Zweck darstellt... Das beeinflusst Deine Handlung alles in der Regel viel mehr als zu wissen, was Du tun solltest.

Antwort von aimbot,

Wenn der Alkoholiker sich entscheidet aufzuhören zu trinken, muss er viele Qualen über sich ergehen lassen (Entzug). Aber er kann viel gewinnen: körperlich, gesellschaftlich- sozial und psychisch. Dieser "Egoismus", wie du sagst, ist das, was man laut Bibel überwinden soll. Radikal: Entscheidung für den Geist, nicht für das Fleisch, ohne Kompromisse! Das durchzuzführen ist für den Menschen aber wohl schwer möglich, wenn der wahre Wille fehlt. Fehlt er nicht, ist alles möglich.

Hat er es geschafft, hat er Freiheit erlangt, Freiheit von der Knechtschaft des Alkohols. Aber wie? Durch vorher (scheinbar) empfundene Unfreiheit. Ist das paradox? Wenn es richtig ist, soll sich keiner mehr aufregen, daß die Kirche Gebote und Ablehnungen äußert.

Will noch sagen: der Wille ist sehr entscheidend, ja, aber den wirklich zu erlangen, könnte man als Gnade Gottes interpretieren!

Antwort von berkersheim,

Der Spruch heißt im NT wörtlich MK 14,38 und Mt 26/41 "Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach". Hier ist die Frage, ob - wie oben nicht korrekt zitiert - "Geist" mit "Wille" gleichzusetzen ist. Ich denke nein, denn ein Wollen, das aus dem Fleische, sprich aus der Begierde kommt ist nicht gleich einem Wollen, das aus dem Geist kommt. Man muss davon ausgehen, dass weder Markus noch Matthäus den Schopenhauer kannten oder vorausahnen konnten.

Jetzt ist die Fragestellung so, dass man sagen muss, dass hier verschiedene Welt- und Menschenbilder gemischt sind. An manchen Stellen des NT ist eine deutlicher Dualismus von Geist und Körper zu spüren und der eine ist der 'Feind' des andern. Dieser Dualismus wird so heute - außer in der Esoterik - nicht mehr vertreten.

Sowohl bereits im Hellenismus Epikur wie später der klassische Ökonom des Liberalismus Adam Smith waren der Auffassung, dass jeder sein eigenes Glück sucht. Doch waren beide der Meinung, das Menschen auch mit Vernunft ausgestattet sind, die in Erwägung zieht, dass wir als Menschen Wesen in Gemeinschaft sind und Wesen, die ihr Handeln umsichtig (nicht Geist allein) unter Kontrolle haben. Das scheint nicht mehr der Fall zu sein. Warum?

Einmal wird unsere Gesellschaft immer mehr zu einem großen Ameisenhaufen und offensichtlich ist Selbstidentität nur gegen die tägliche Praxis der Massengesellschaft möglich. Welche tatsächliche Rolle hier z.B. die Bewusstseinsverdrehung durch Werbung spielt, ist noch zu klären, einer Werbung, die den Menschen Massenprodukte als individuelle Heilsbringer vorgaukelt. Wir sind umstellt davon. Die ungeheuere Präsenz diverser Medien wie Fernsehen (z.B. mit den Soaps), Zeitungen, Werbung, Kino, Internet, eingelullt sein in schwärmerische Schlagertexte, gibt der virtuellen Spiegelung des Selbst und der Welt eine neue Qualität von Realitätsferne. Selbst die materielle Kontrolle von Wertzunahme und -abnahme - früher über Geld geregelt - wird immer mehr durch Medien wie die Karte, Abos, Ratenzahlungen zu einer virtuellen, leicht zu verdrängenden Angelegenheit. Wenn früher die Kasse leer war, musste man leihen. Heute wird überzogen, in Ratenkäufen und Abos werden Verpflichtungen kontolllos angesammelt, teils wird manchen die Höhe der Gesamtverbindlichkeiten erst bewusst, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht. Ich bin der Meinung, dass sich durch diese Verstärkung der virtuellen Scheinwelt Handeln und Verantwortung immer mehr entkoppeln. Das ist insgesamt über die gesamte Gesellschaft die Hauptursache der Finanzkrise und wird noch weitere Krisen mit sich bringen, privat und gesellschaftlich. Interessant ist, dass ausgerechnet der Philosoph Thomas Metzinger, der viel über Fortschritte auch der Gehirnforschung arbeitet, in einem Appell darauf aufmerksam macht, wie wichtig es in Zukunft wird, das eigene Selbst zu bewahren und zu schützen, da es von allen Seiten umstellt und occupiert zu werden droht. Er zählt noch Drogen und Psychopharmaka zu den 'Angreifern'. Wenn ich hin und wieder den excessiven Gebrauch von Handys beobachte, muss ich sagen: Manche müssen ihr Ich aussaugende Aliens nicht aus dem Weltraum erwarten, sie haben sie ständig am Ohr!

Antwort von GALLARIAOY,

Diese Aussage ist nur eine Ausrede Unwissender, um zu kaschieren, dass sie noch mehr als unreife Menschen sind. Mit unserem eingeschränkten freine Willen können wir uns entscheiden, dem GANZEN zu dienen, oder gegen das GANZE zu leben. Wir bekamen den freien willen, um uns so zu entscheiden, dass wir dem GANZEN dienen können. Das Wort >KÖNNEN< soll nur sagen, dass wir auch ein Leben führen können, was sich gegen das GANZE richtet. Wenn wir von einem >eigeschränkten freien Willen< sprachen, dann deshalb, weil wir, ob wir wollen oder nicht, der Vervollkommnung zu dienen haben. GALLARIAOY Wenn wir sagten: >uns e

Antwort von Grandi,

Ich finde, du hast ein ungeeignetes Beispiel verwendet, denn ein Alkoholoker ist krank. Sein Griff zur Flasche ist eben darum nicht dem Willen unterworfen, sondern wird von der Sucht bestimmt. Im Fall von Alkoholismus tritt eine Stoffwechselveränderung ein, die den Suchtdruck erzeugt. Ist es einmal so weit gekommen, hilft der Wille alleine nicht mehr, davon los zu kommen. Allerdings kann immer eine Entscheidung getroffen werden, eine relativ kurze Zeit durch die Hölle zu gehen (sprich: Eine körperliche Entgiftung zu machen) und anschließend eine Langzeittherapie, bei der dann die Gründe für den übermäßigen Alkoholgenuss, sowie Verhaltenalternativen in der Zukunft erarbeitet werden.

Wenn du andere Verhaltensweisen meinst, z.B. ich beantworte lieber Fragen im gutefrage.net, anstatt meine Steuererklärung vorzubereiten, dann liegt das daran, dass wir alle dazu neigen, etwas zu tun, was kurzfristig belohnt, auch, wenn die langfristigen Folgen negativ sind. Unattraktiver wirken da langfristige Belohnungen, bei kurzfristig aversiven Gefühlen. Um das Beispiel zu bemühen: Hier Fragen zu beantworten macht kurzfristig Spaß, die Steuererklärung vorbereiten erzeugt ein ungutes Gefühl - also folge ich dem Angenehmen und beantworte hier Fragen. Langfristig ist das unklug, denn die Vorbereitungen müssen gemacht werden, was, wenn ich so weitermache dann wieder unter Zeitdruck geschehen wird, also noch unangenehmer wird als jetzt. Angenehmer wäre es langfristig die Vorbereitungen erledigt und aus dem Kopf zu haben. Hinzu kommt noch die Stärke der Belohnungen. Kurzfristig stark wirkt mein Lustgefühl jetzt und mein Unlustgefühl, mich an die Vorbereitung zu geben, das Gefühl der Erleichterung, damit fertig zu sein, wirkt verhältnismäßig schwächer. Dies ist dann auch die Erklärung dafür, warum manche Menschen sehr viele Entbehrungen auf sich nehmen, um ein langfristiges Ziel zu verfolgen (z.B. der Alkoholiker, der sich für eine Therapie entscheidet oder Reinhold Messmer bei der Besteigung eines Achttausenders). Uff, hoffentlich war das jetzt nicht zu verworren...

Kommentar von GALLARIAOY,

Ein Alkoholiger ist nicht mehr krank, als einer der mit einer Grippe zum Arzt geht. GALLARIAOY

Kommentar von Grandi,

Ahhh, ja! Und "jeder Mensch ist zum Erfolg geboren, wie der Vogel zum Fliegen..."

Entschuldige bitte, aber solche "Erkenntnisse" kann ich nicht teilen. Sie entbehren darüber hinaus jeder wissenschaftlichen Nachweisbarkeit.

Antwort von AlbertoB,

süchte, alle süchte, sind am schwierigsten los zulassen, selbst wenn der wille da ist. es ist schon mal gut das mann will, da ist der bewusstsein vorhanden. wenn wir auf die süchte zurück kommen, der absolute beste weg, um sie definitiv los zu werden ist fasten... beim fasten wird der körper und die seele gereinigt, die suchtstoffe die ein alkooliker, ein raucher, ein drogenabhängiger, ein kaffe trinker, ein fleischesser, " fleisch enthält auch suchtstoffe " werden mit dem fasten verschwinden, das ist der grund warum die fastende die vorher süchtig waren danach kein verlangen mehr haben, und teilweise sogar abscheu empfinden. der beste weg ist mit eine gruppe zu fasten, in einem fastenhaus, bei einem fastenbegleiter, der mit der natürliche gesundheitslehre vertraut ist, oder mit dem partner, der dich vom herzen liebt. hinterher ist auch die ernährungsweise zu bedenken, so macht man sich leichter weil der körper rein bleibt.

Antwort von regenkatze,

Der Mensch ist kein wirkliches Vernunftwesen, sondern wird größtenteils von seinen Emotionen gesteuert. Deshalb müssen die Gründe der Alkoholsucht gefunden und angegangen werden. Einsamkeit, Selbsthass, traumatische Erinnerungen, fehlendes Selbstwertgefühl... es gibt viele Gründe.

Antwort von Rudi2009,

Und nur ne allgemeine Antwort: Die Probleme bei Suv´cht sin bekannt. Es bedarf dazu (zur Abhilfe) einen fremden starken Willen, der den eigenen Willen unterstützt. Einfache Übersetzung: Ohne Doc geht sowas nur selten gut!

Antwort von PureFruit78,

Leider ist das alles mit dem Willen nicht so einfach. Es sind vielmehr Vorgänge, die sich im Gehirn abspielen, auf die wir keinen (oder kaum) Einfluss nehmen können. Es finden Veränderungen an den Nervenzellen bzw.den Synapsen statt.

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