Frage von Pantherapfel43, 113

Der weg zur Bundeswehr?

Hallo ich bin 17 Jahre und mache mit 18 den Hauptschulabschluss und waere im Sommer 19, ich will unbedingt zur Bundeswehr und will mich als Berufssoldat verpflichten, also nicht der Freiwillige Bereich sondern der Richtige Soldat :D

Während meiner Schulzeit will ich sehr viel Sport machen, damit ich gewisses Können mit mir nehme.

Nun suche ich Links und Kontakte wo ich alle Infos herkriegen kann sei es wo ich mich anmelden soll, wo ich mit einem Rekruten sprechen kann, wo ich mich beraten lassen kann ob es in Baden Wuertemberg Stationen gibt fuer berufssoldat etc. eigentlich alles was man braucht um in die Bundeswehr zu kommen, bin im Berufsleben sehr unerfahren mit 0% daher suche ich viel Hilfe damit mir einiges leichter fehlt :D

Auf gute Rueckmeldungen wuerde ich mich sehr freuen.

mfg. Panda

Expertenantwort
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 44

Wie viele unterliegst Du hier wohl einem Definitionsirrtum:

"Berufssoldat" bedeutet nicht, dass man den Beruf Soldat ausübt, sondern ist eine Art des Anstellungsverhältnisses bei der Bundeswehr. Das bedeutet, dass man sein gesamtes Erwerbsleben bei der Bundeswehr verbringen kann und nach dem Ausscheiden aus dem Dienst eine Pension (Rente) gezahlt bekommt (vergleichbar mit den zivilen Beamten auf Lebenszeit). Um Berufssoldat zu werden, muss man sich zunächst als Soldat auf Zeit (SaZ) verpflichten und kann dann einen Antrag auf die Übernahme als Berufssoldat stellen - bei entsprechenden dienstlichen Bestleistungen ist das möglich, aber relativ selten. Die meisten Soldaten der Bw sind SaZ und scheiden auch als solche wieder aus.

Um Berufssoldat zu werden, muss man mindestens Feldwebel sein - mit Hauptschulabschluss schaut das leider schlecht aus. Damit ginge nur Mannschaftslaufbahn (ca. 4 - 8 Jahre Verpflichtungszeit), und da ist keine Übernahme als Berufssoldat möglich. Um in die Feldwebellaufbahn zu kommen, bräuchtest Du zusätzlich zum HS-Abschluss eine abgeschlossene Berufsausbildung ODER die Mittlere Reife. Einigermaßen attraktiv wäre da eher noch die Laufbahn "Unteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes" - hier könntest Du bei einer Verpflichtungsdauer von mind. 9 Jahren mit Deinem HS-Abchluss bei der Bundeswehr eine zivil verwertbare Berufsausbildung machen. Jedoch ist auch hier keine Übernahme als Berufssoldat möglich!

Sicher könnte man im Rahmen einer Bestenförderung bei entsprechendem Leistungsstand als FachUffz evtl. und nur mit viel Glück (!) Feldwebel werden, damit solltest Du aber nicht unbedingt planen. 

Du musst Dir darüber im Klaren sein, dass es in vielen Bereichen der Bw einen Bewerberüberschuss gibt - und auch wenn es mit HS-Abschluss möglich ist, wird man z.B. einen Bewerber mit Mittlerer Reife für die gleiche Stelle meistens vorziehen.

Such Dir am besten einmal Deine nächstgelegene Karriereberatungsstelle, die kann Dir am ehesten Deine aktuellen Chancen in bestimmten Dienstbereichen darstellen:

https://www.bwkarriere-event.de/fb/bw_karrierereiter/?fb_page_id=215977868441680

Kommentar von Pantherapfel43 ,

Danke erstmal, ich moechte halt gerne in einem Team arbeiten und ins Ausland fliegen, ich weis Deutschland darf nicht am Krieg teilnehmen, aber ich wollte schon immer im Team arbeiten daher suche ich ein Bereich mit Auslandseinsatze wo ich vlt doch eine Waffe tragen muss (Ich bin kein Psycho und habe nicht zu viele games gezockt) Ich will einfach nur was beitragen und ich denke das mach ich am besten im Ausland am boden, denkst du es geht mit einem HS abschluss ?

Dann haette ich noch eine Frage, und zwar kennst du eine Seite wo genau aufgelistet is was fuer Sport kentnisse ich haben muss, und was ich beim Ereignungstest erzielen muss um druch zu kommen, habe jetzt nur was gefunden mit groesse und was gemacht wird bei test aber nicht welche leistung ich dafuer brauche

Kommentar von navynavy ,

ich weis Deutschland darf nicht am Krieg teilnehmen

Was meinst Du? "Krieg" bedeutet in Deutschland "Verteidigungsfall" (=Landesverteidigung), und leider kann man keinem Land verbieten, Deutschland anzugreifen. Ansonsten gibt es zu Dauer, Härte und Gefährlichkeit von Auslandseinsätzen keine Beschränkungen - wenn der Bundestag ein Mandat erteilt, geht die Bundeswehr theoretisch auch mit 10.000 Soldaten in einen Bürgerkrieg. Dass die politische Vorsicht bei Einsätzen in Deutschland groß ist, ist richtig und auch nicht verkehrt, aber ein "Verbot" dieser Art gibt es nicht.

ich denke das mach ich am besten im Ausland am boden, denkst du es geht mit einem HS abschluss

Klar - wie gesagt, die Mannschaftslaufbahn steht Dir offen, und bei der Infanterie (Jäger, Fallschirmjäger, Gebirgsjäger) machst Du als Mannschafter auch genau das. Du musst Dir nur im Klaren sein, dass dann nach meist 8 Jahren Dienstzeit Schluss ist und Du ohne Berufsausbildung dastehst. Zwar gibt es ab 4 Jahren Dienstzeit das Anrecht auf sog. "Berufsförderung" (mit dieser Unterstützung kann man z.B. Weiterbildungskurse besuchen), aber eine Berufsausbildung ersetzt Dir das wohl nicht.

Dann haette ich noch eine Frage, und zwar kennst du eine Seite wo genau aufgelistet is was fuer Sport kentnisse ich haben muss, und was ich beim Ereignungstest erzielen muss um druch zu kommen

Keine Seite - aber da musst Du Dir keine Sorgen machen. Für die Mannschaftslaufbahn sind diese Ansprüche für einen durchschnittlich trainierten Kandidaten problemlos zu schaffen. Für die Grundausbildung empfehle ich folgende Fitness: ein paar tausend Meter laufen können, mit Rucksack (ca. 15 kg) zügig 10 km marschieren können und vielleicht 30, 40 Liegestütze bzw. Sit-Ups am Stück schaffen. Damit kannst Du alles, was Du am Anfang brauchst (und bist sicher auch schon besser als mindestens einige Kameraden in der Grundausbildung :-))

Viel Erfolg!

Kommentar von Krabapell ,

Hab ich nichts beizufügen, navynavy :)

Kommentar von navynavy ,

Danke für die Blumen! :-)

Antwort
von viktorb, 66

Ich denke, dass es am einfachsten wäre, wenn du auf bundeswehr.de gehen - und dort mal die Karriere Optionen durchsehen würdest. Dort findest du sicherlich gute Karriereplätze und die dafür zuständigen Ansprechpartner!

Beraten lassen kannst du dich da auch ganz einfach bei den genannten Ansprechpartnern! :) Sehr nett und freundlich

Antwort
von Welfenfee, 52

Schaue doch mal, wo es Kasernen gibt und dann rufe dort an und frage mal so ganz blöd nach. Die werden Dir sicherlich weiterhelfen können. Sonst Google doch mal und zwar Bundeswehr freiwillig oder so.

Kommentar von Pantherapfel43 ,

Ich will net zum freiwiligen dienst ich will mich richtig verpflichten lassen als Berfufs Soldat mit Auslands einsaetze

Kommentar von GaryAnderson ,

in den kasernen sind leider nur flüchtlinge

Kommentar von PRO99 ,

1. dir ist bewusst dass du eine Ausbildung erst machen wirst (in einer Kaserne) und selbst danach heißt es nicht dass du gegen den is kämpfen kannst(nur Beispiel) ich glaub du musst bestimmt iwelche Ärztliche Tests usw machen. und 2 in was für einen Land lebst du eig? (der Typ mit den Flüchtlingen) man ersetzt keine Kaserne für Flüchtlingslager, wenn dann erst wenn es not Situationen gibt (die es momentan "noch" nicht gibt, oder in Kasernen wo ehh nicht viel Andrang ist und die Arbeiter einfach um gesiedelt werden in andere Kasernen und dadurch Platz für bedürftige schaffen zu können. #waseinspasst

Kommentar von Welfenfee ,

Leerstehende Kasernen werden vielleicht für Flüchtlinge hergerichtet. Bislang dürfen nur Deutsche den Wehrdienst beschreiten. Die Bundeswehr bietet sicherlich viele Chancen und es ist wohl auch nicht verkehrt, wenn man sich dort einbringen kann. Doch nicht Alles ist Gold, was glänzt. Den Kontakt kannst Du sicherlich ganz leicht herstellen und sei es, dass Du bei der ARGE anrufst und um Kontaktdaten bittest.

Frage Dich erstmal, was Du erreichen möchtest. Unsere Bundies haben im Ausland rein gar Nichts verloren. Doch Du könntest dort eventuell eine Ausbildung machen. Einen hohen Rang kannst Du aufgrund Deiner Schulausbildung nicht erreichen, doch auch da kannst Du Dich raufarbeiten. Du bekommst vielleicht Führerscheine. Doch richtig Karriere kannst Du dort auch nur mit dem entsprechenden Hintergrund absolvieren. Die ersten Wochen sind wirklich hart und Nichts für Weicheier.

Stelle Dir mal vor, dass eine Frau Dir gegenüber steht und Dir befiehlt, dass Du ihre Stiefel leckst. Du möchtest es nicht, Du möchtest auch nicht die Stiefel von Deinem Vater oder Mutter lecken und Du erkennst den Sinn nicht. Es ist dann egal. Was Dein Vorgesetzter will, dass hast Du zu tun. Nicht fragen, sondern Deine Aufgabe erfüllen. Man wird Dich erniedrigen und zwar so sehr, das Du insgeheim töten möchtest. Du wirst laufen und trotz Blutblasen weiter rennen und zwar mit jeder Menge Gepäck. Wenn Du Glück hast, dann stimmt das Essen. Du hast kein eigenes Zimmer, usw.

Kommentar von LuckyLuke90 ,

Das kann ich leider so nicht unkommentiert stehen lassen. 

Generell sollte man tunlichst darauf achten, eigene Meinungen auch als solche zu kennzeichnen. Andernfalls entsteht sonst schnell Ungewissheit darüber, was nun Tatsache und was Vermutung ist. 

Ich kenne eine Vielzahl von Menschen, die trotz niedrigem Bildungsabschluss Karriere machen konnten. Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, dann kann man prinzipiell alles erreichen. Speziell dann, wenn man engagiert, motiviert und arbeitswillig ist. Die Bundeswehr ist ein riesengroßer Laden, ständig von Reformen und Umbrüchen durchzogen, ich würde hier prinzipiell erst einmal gar nichts ausschließen.

Ich weiß zwar nicht welche Fantasien bei Dir im Zusammenhang mit dem Militär geweckt werden, aber Stiefel "lecken" muss keiner. Andernfalls hätte dies schwerste Konsequenzen für alle Beteiligten. Jemand der bei klarem Verstand ist würde niemals auf eine solche Idee kommen. 

Es versteht sich von selbst, dass die Bundeswehr eine hierarchisch gegliederte Organisation ist, in der Befehl und Gehorsam herrschen. Sachfremde Motive haben hierbei allerdings keinen Platz. Fakt ist, Du musst nicht alles tun was Dein Vorgesetzter verlangt. Auch als Soldat hast Du Rechte und kannst notfalls die Befehlsausführung verweigern. Du lernst das alles in den ersten Wochen Deines Soldatenlebens. Diese werden zwar fordernd sein, aber definitiv nicht unmenschlich oder zum Morden verleitend.

Ich hoffe ich konnte ein paar Dinge klarstellen.

Kommentar von Welfenfee ,

Im Gegensatz zur freien Wirtschaft ist die Bundeswehr ganz klar gegliedert und nur mit einem entsprechendem Bildungsabschluss kannst Du gewisse Positionen erreichen. Während der Grundausbildung wird Dir gezeigt, dass Du ein Nichts bist und zu gehorchen hast. Dann lernst Du Deine Grenzen kennen und Du wirst sie auch bezwingen und dann wieder Stolz empfinden. Es ist ein reines Psycho-Spiel. Dort lernt man für das Leben, man muss nachgeben und auch lernen einen kleinen Weg zu beschreiten und auch zu siegen. Du wirst geformt und auf das Leben vorbereitet. Ein richtiger Soldat kann Knöpfe annähen, Schuhe putzen, lernt Ordnung zu halten oder zu schaffen, er kann Kartoffeln schälen und auch Klos putzen und dann lernt er im Schlaf seine Waffe auseinander zu nehmen und dann zusammen zu setzen, er weiß, wie er sich verstecken kann aber zu verteidigen.


Kommentar von navynavy ,

Während der Grundausbildung wird Dir gezeigt, dass Du ein Nichts bist

Ich weiß nicht, ob Du die reale Bundeswehr hier mit irgendwelchen Ami-Filmchen verwechselst, aber das ist schlichtweg - sorry - Unsinn. Die Grundausbildung der Bundeswehr ist weder auf das "Brechen" von Menschen noch irgendwelche Psychospielchen ausgelegt. Dieses Bild ist für die aktuelle Bundeswehr (und sicher auch schon die der mindestens letzten 20, 30 Jahre) völlig unzutreffend.

Die ersten Wochen sind wirklich hart und Nichts für Weicheier.

"Hart" ist immer Definitionssache, keine Frage. Aber spätestens seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 und v.a. seit 2016 (Arbeitszeitrichtlinie) ist die Grundausbildung deutlich entschärft. Die Ausbilder sind angehalten, frühzeitige Austritte (Stichwort: die ersten 6 Monate sind Probezeit!) möglichst zu verhindern. Entsprechend geht es mittlerweile in den GAs zu. Wirklich hart und fordernd sind in erster Linie die danach folgenden Spezialausbildungen für bestimmte Verwendungen.

Stelle Dir mal vor, dass eine Frau Dir gegenüber steht und Dir befiehlt, dass Du ihre Stiefel leckst. Du möchtest es nicht, Du möchtest auch nicht die Stiefel von Deinem Vater oder Mutter lecken und Du erkennst den Sinn nicht. Es ist dann egal. Was Dein Vorgesetzter will, dass hast Du zu tun. Nicht fragen, sondern Deine Aufgabe erfüllen. Man wird Dich erniedrigen und zwar so sehr, das Du insgeheim töten möchtest.

Soll ich jetzt lachen oder weinen? Ist das Dein Ernst? Sorry, aber wenn man sich die Bundeswehr vorstellt wie ein Sadisten- bzw. Masochistencamp, dann sollte man hier auch keine Ratschläge geben. So etwas verunsichert nur den Fragesteller.

Weder wäre es in der Bw einem Vorgesetzten erlaubt, so einen Befehl zu geben, noch müsste bzw. dürfte ein Untergebener einen solchen Befehl ausführen. Schon mal vom §11 Soldatengesetz gehört?

https://www.gesetze-im-internet.de/sg/__11.html

Kommentar von ponter ,

man ersetzt keine Kaserne für Flüchtlingslager, wenn dann erst wenn es not Situationen gibt

Mal hierzu.

Tatsächlich ist mir wenigstens eine Kaseren bekannt, in der Flüchtlinge parallel zu Soldaten untergebracht sind/waren.

Kommentar von Welfenfee ,

Der Ausspruch stammt nicht von mir. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, doch wenn man Schulkindern die Turnhallen nimmt... Was hier gerade abläuft ist unter aller Sau. Nicht nur für uns, sondern gerade auch für die Menschen, die wirklich Schutz brauchen. Es kann nicht gut für die gesorgt werden und da sind so viele, die in unserem Land Nichts zu suchen haben. Doch das ist ein anderes Thema.

Antwort
von nooppower15, 44

Hallo

Nur mit Hauptschulanschluss ist es praktisch unmöglich Berufssoldat zu werden dir würde so nur die Mannschaftslaufbahn als Zeitsoldat für 4Jahre-8Jahre offen stehen.

Hauptschulabschluss+abgeschlossene Berufsausbildung (verwartbarer Beruf) könntest du dich als Fachunteroffizier verpflichten für max 12 Jahre und während dieser Zeit einen Antrag stellen Berufssoldat zu werden. Die tatsächlichen Chancen genommen zu werden sind aber relativ gerinng.

Soweit ich weis muss man Heutzutage schon Abitur haben und Offizierslaufbahn machen und selbst da ist nicht 100% fix auch als Berufssoldat übernommen zu werden.


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