gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

Der Tod in der romatischen Literatur

gefragt von LeonhardvLLeonhardvL am 03.12.2008 um 5:08 Uhr

Hallo zusammen!!

Welche literarischen Werke vereinen Romantik und Tod? Warum werden diese beiden Dinge immer wieder miteinander verbunden??

Besten Gruß, Andreas


Bild/er:

Bild
Bild


Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

Literatur x 2.007 Tod x 1.548 Gothic x 287 Romantik x 212

birgonia
beantwortet von birgonia am 3. Dezember 2008 08:55
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich schlage vor "Die Leiden des jungen Werthers", siehe http://de.wikipedia.org/wiki/DieLeidendesjungenWerthers

Generelle Anmerkung: Ich kann nicht verstehen, warum Selbstmord manchmal als was Tolles dargestellt wird. Der Tod ist nicht romantisch!!

Kommentar von Saarland60 am 3. Dezember 2008 09:14

Der "Werther" zählt zum Sturm und Drang, nicht zur Romantik.

Kommentar von 489c576691032233718dc8013e301a7bsmallbirgonia am 3. Dezember 2008 14:44

Das weiss ich auch. Allerdings habe ich in der Frage nicht die Definition "Romantische Literatur" herausgelesen sondern die umgangssprachliche Bedeutung von Romantik.


Testbildfreund
beantwortet von Testbildfreund am 4. Dezember 2008 10:24
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich schließe mich unumwunden unsrem letzten Poster an und postuliere hiermit: an sich ist es schwer in der Romantik (so man damit die Epoche meinen sollte) überhaupt ein Werk zu finden, dass sich absolut nicht mit der Todesthematik beschäftigt...

ETA Hofmann - und hier meine ich beinah sämtliche Werke - kann ich in dieser Angelegenheit ebenso empfehlen wie Novalis, während mir auch außerhalb der Definitionsgrenzen der Epoche respektive des Genres etwa Georg Büchner als jemand, dessen Werk sich maßgeblich mit Empathie, Emotionsdimensionen sowie Schicksal und Wahnsinn auseinandersetzt, in den Sinn...


anonym
beantwortet von Saarland60 am 3. Dezember 2008 09:32
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ein charakteristisches Merkmal der romantischen Dichtung ist die Betonung des Unheimlichen und Dämonischen, damit auch des Todes. Diese Betonung spiegelt als Element der literarischen Wirklichkeitserfassung sowohl die zu dieser Zeit als bedrohlich empfundene undurchschaubare gesellschaftliche Wirklichkeit als auch die Tiefen und Untiefen der menschlichen Seele, die von den Romantikern als Sujet entdeckt worden waren - die Kräfte des Unbewussten, des Magischen. Aus diesem Grund brachte die europäische Romantik nicht nur den spezifischen Schauerroman und die Gothic Novel hervor (Walpole, Radcliffe, Beckford, Stoker, Wollstonecraft, Shelley), sondern durchzog alle Genres, oftmals bis ins Grausige gesteigert und mit mystisch-okkultistischen Vorstellungen verbunden (E.T.A. Hoffmann, E.A. Poe, Ludwig Tieck). Ganz allgemein erstrebte die Romantik auch jenen Bereich menschlicher Existenz zu erfassen, der der Philosophie und dem reinen Verstand als unzugänglich angesehen wurde, dabei eben auch der Tod als Erweiterung der Erlebnisfähigkeit.


Calandor
beantwortet von Calandor am 3. Dezember 2008 08:57
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Der Roman Romeo und Julia vereint z.B. beide Aspekte obwohl er eigentlich eine Gesellschaftkritik darstellt. Durch die romantische Verklärung des Todes verliert er anscheinend seinen Schrecken.


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.