Frage von Klagu, 34

Der stellvertretende Vorsitzende eines Sportvereines will die passive Mitgliedschaft beantragen. Wie sind die Folgen?

Die Satzung sieht vor das passive Mitglieder kein aktives und passives Wahlrecht haben. Sowie nicht stimmberechtigt sind. Die Amtszeit dauert noch 1,5 Jahre. Wie wirkt sich das für den Verein aus? Kann und darf er überhaupt noch sein Amt weiterführen?

Antwort
von Altersweise, 13

Ich weiß nicht, was in der Satzung des Vereins steht, aber meinem Rechtsempfinden nach darf nur ein aktives Mitglied zum Vorstand gewählt werden, also darf auch nur ein aktives Mitglied dieses Amt ausüben.

Je nachdem, was die Satzung vorsieht, muss der Verein entweder eine Nachwahl zum 2. Vorstand durchführen oder mit einem verkleinerten Vorstand weiterarbeiten.

Ein nicht vertretungsberechtigter Vorstand kann keine rechtsgültigen Geschäfte für den Verein abschließen, also nichts kaufen, keine MItglieder aufnehmen, den Verein in keinen Gremien vertreten usw.

Das sollte der Verein nicht riskieren.

Antwort
von PeterSchu, 10

Was ist denn nach deiner Definition ein passives Mitglied?

Nach meinem Verständnis ist das ein lediglich "zahlendes" Mitglied im Gegensatz zu einem aktiven, der auch an sportlichen Aktivitäten teilnimmt. Sollte Eure Definition anders sein, musst du uns das erklären.

Nach dem BGB begründet sich die Mitgliedschaft im Verein durch den Beitritt und die wahrscheinlich damit verbundene Zahlung der Mitgliedsbeiträge. Ein zahlendes, wenn auch passives Mitglied ist also nach BGB zweifellos Mitglied des Vereins und ich wüsste nicht, auf welcher Grundlage man ihm das Wahlrecht entziehen könnte.

Kommentar von Klagu ,

Wie ich bereits am Anfang geschrieben habe, ist das in der Satzung des Vereins festgelegt. Passive Mitglieder können nicht am Sportbetrieb teilnehmen und kein aktives und passives Wahlrecht ausüben. Dieses Mitglied wurde in seiner aktiven Zeit zum 1. Stellvertreter des Vorsitzenden gewählt.

Kommentar von PeterSchu ,

Welchen Sinn macht es denn, passives Mitglied zu sein, wenn man nur zahlen darf aber keine Möglichkeit der Mitwirkung im Verein hat?

Antwort
von KathiiCeline, 23

Zu deiner Frage erstmal: Ich denke es kommt hier ganz auf dem Verein an. Zum anderen auch auf den Grund. Denn es ist widersprüchlich seinen Platz als Vorsitzenden behalten zu wollen, jedoch gleichzeitig die passive Mitgliedschaft beantragen möchte. Es kann auch sein das für die Person ein Sonderfall gilt bei z.B. ein Trauerfall oder anderen beruflichen Gründen. Aber auch hier stellt sich wieder die Frage: Warum den Platz behalten wollen?
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen(:

Kommentar von Klagu ,

Da muß ich weiter ausholen.

Wir sind ein e.V. Sportverein. Der Vorsitzende und sein 1. Stellvertreter sind in der Rudersparte. In dieser Sparte herrscht böse Unruhe wegen der Trainingsmöglichkeit und der Unterbringung der Boote, die sich bei einem anderen Verein befinden. Dieser andere Verein möchte nun das sich die Rudersparte bzw. der Verein, an der Sanierung dessen Vereinshauses, mit einer hohen Summe beteiligt.  Dazu hat dieser andere Verein den Mietvertrag gekündigt und möchte einen neuen Vertrag, mit zusätzlichen Kondition zur Beteiligung an den erheblich hohen Sanierungskosten, einfordern. Es gab deshalb  Unruhe unter den Spartenmitgliedern, da der Spartenbetrag um einiges erhöht werden müsste. Es gab lange Verhandlungen zwischen beiden Vereinsvorständen, die ergebnislos waren und zum Abbruch führten. Dies wollten einige Spartenmitglieder nicht hinnehmen. Deshalb ließen sich zwei von ihnen bei jährlichen MV in den Vereinsvorstand wählen (Vorsitzender und 1. Stellvertreter) und hofften so, als neue Vorstandmitglieder die Verhandlungen wieder aufzunehmen und in die gewünschte, teuere Richtung, führen zu können. Dies hat nicht geklappt, da die Mehrheit im Vorstand dem vorliegenden neuen Mietvertrag, immer noch nicht zugestimmt hat. Nun hat der Vorsitzende die Mitgliedschaft zum 31.12. ordnungsgemäß gekündigt. Sein 1.Stellvertreter strebt nun die passive Mitgliedschaft an. Wahrscheinlich werden beide nun in den anderen Verein eintreten. Evtl. wollen sie, das einige Boote mit in den anderen Verein mitgenommen werden können. Da einige Mitglieder der Sparte, die gekündigt haben, meinen, das die Boote der Sparte gehören und erheben deshalb Anspruch darauf.

Es geht aber im Moment darum ob der 1. Stellvertreter überhaupt noch sein Amt ausüben darf?

Kommentar von KathiiCeline ,

Ok, dann habe ich deine Frage Falsch verstanden, tut mir leid(:
Nun bei genauerer Betrachtung kann ich dazu nicht viel sagen da ich, was das angeht nicht viel weiß. Man müsste sich damit genauer auseinandersetzen.
LG

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