Frage von HinataHime, 153

Der S Gedanke wird immer verlockender.Was soll ich tun?

Der Gedanke mich mittels Schlaf/-oder Schmerz Tabletten umzubringen wird immer verlockender:/ Aber ich werde es nicht tun bzw darf ich es nicht tun laut meiner Religion.In der ist es strikt verboten Suizid zu begehen.Deshalb macht mich der Gedanke total verrückt,weil ich es nicht machen darf.Gleichzeitig ist der Gedanke einfach zu verschwinden,tröstend.Aber ich darf es ja nicht tun.Ich hab die Frage schon öfter gestellt,ich weiß nicht was ich noch erwarte.Aber vlt habt ihr noch Ideen,was ich dagegen machen könnte.Wäre ich nicht gläubig,hätte ich das Problem nicht sondern hätte schon eine Überdosis genommen,weil es für mich alles einfach keinen Sinn mehr macht. Jemand der so dumm,hässlich und unnötig ist.Ist wertloser als Stück Sch#ße und sollte deshalb nicht mehr hier sein.Ich war auch in der Psychiatrie,hat auch nicht viel gebracht.:/Vlt hilft ja wieder SvV? Schon mal Danke für die Antworten:)

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philipp59, 67

Hallo HinataHime,

wenn man in einer so schlimmen Krise steckt wie Du im Moment, dann erscheint einem der Gedanke an Selbstmord in der Tat als eine Art Erlösung. Ich kenne Menschen, die genau an diesem Punkt standen, ihn jedoch nach und nach überwunden haben. Je mehr man sich jedoch damit beschäftigt, umso verlockender erscheint einem dieser Ausweg. Vor allem aber nimmt man dann keine anderen möglichen Lösungswege mehr wahr. Ich möchte Dich ermuntern, über die folgenden drei Punkte einmal intensiv nachzudenken. Es handelt sich dabei um Gründe für ein "Ja" zum Leben:

Ein erster Grund: Deine Umstände können sich ändern
Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern können und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Ehe in die Brüche geht.
Auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. So kommt man an den Punkt, wo man einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert ist.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen.

Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienangehörigen. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.

Ein zweiter Grund für ein Ja zum Leben: Es gibt Hilfe!

Eine Hilfe können Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— und es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- In den Städten und Gemeinden gibt es auch Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen

- Eine Online-Beratung für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Vergiss bitte nicht, dass Du aus schweren Depressionen allein nicht wieder freikommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es schaffen! Selbst wenn Dir Dein Klinikaufenthalt noch nicht geholfen hat, was spricht dagegen, es erneut zu versuchen? Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung der eigenen Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann.

Hier noch ein dritter Grund, weiterzuleben: Es gibt Hoffnung!
Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2) Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder die Krankheit beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein schlimmes seelisches Tief zu überwinden und Du die Entdeckung machst, dass es sich auch in Deinem Fall lohnt, weiterzuleben. Alles Gute!

LG Philipp

Kommentar von Adlerauge4 ,

Danke Philipp, für diese hilfreichen HInweise!

Antwort
von Seanna, 63

Und was ist die Frage?

Svv kann kurzfristig erleichtern wirken, langfristig hilft es sicher nicht, sondern verursacht noch mehr Probleme.

Kommentar von HinataHime ,

Was ich dagegen tun kann,damit es aufhört/besser wird...Aber di Frage steht ja schon im Text.Aber egal...

Kommentar von Seanna ,

Aushalten ohne Selbstverletzung. Auch ein Lernprozess.

Antwort
von Virginia47, 52

Ich weiß ja nicht, welchen Glauben du hast. Aber du solltest dich auf jedem Fall deinem - sagen wir mal - geistlichen Ansprechpartner anvertrauen. 

Auch solltest du nicht einfach deine Antidepressiva absetzen. 

Und solltest auch daran denken, welches Leid du deinen Angehörigen antust, wenn du Suizid begehst. Du bist dann aus der Welt und bekommst nichts mehr mit. Nicht das Leid deiner Eltern und Geschwister? Deiner Freunde und Verwandten. 

Meine Tochter ist gestorben - nein, kein Suizid - aber der Verlust war unerträglich. 

Lass dir helfen. 

Antwort
von NiemandUndIch, 54

Hey erstmal, lass die Religion raus.

Die meisten sind einfach nochbso veraltet, das sie mit solchen Dingen nicht klar kommen.

Aber bitte tu es dennoch nicht!

Wenn du reden magst:

Schreib kurz irgendwie ja oder so.

Dann kann ich dir WA, Kik, Snap, Telegram anbieten oder kurz was runterladen.

(Bin m, 14, Geschlecht und alles ist für mich unwichtig, für mich zählt Charakter, hab selbst Erfaheungen)

Antwort
von Hansoman, 64

Hast du vielleicht sowas wie Depressionen ? Dagegen kann man mit Dopamin vorgehen soweit ich weiss. Ich habe das damals mit Rauchen gemacht, ich empfehle dir das aber nicht unbedingt ... ich steige übrigens langsam auf E-Zigarette um.

Kommentar von NiemandUndIch ,

Man kann zwar dopamien nehmen, aber das ist wie Drogen, du kommst ohne nucht mehr aus. Finger weg!

Antwort
von nowka20, 23

durchhalten, bis sich deine situation verbessert.

und das wird sie garantiert

Antwort
von tanne33, 42

Wie alt bist du?

Was ist dein Beweggrund?

Du bist sehr wertvoll, sonst würde es dich so nicht geben. So brauchen wir dich. Auch wenn du das jetzt nicht erkennst.

Kommentar von HinataHime ,

Ich bin 17 und mich braucht keiner,auch du nicht.

Kommentar von tanne33 ,

Stimmt nicht. Beobachte. Es gibt Zeichen und Helfer. Das könnte ein Lied sein, ein Geldstück oder Münze die du findest, ein besonderer Moment, Jemand ruft dich an.usw. All dies sind Boten, die dir vergegenwärtigen, du bist nicht allein, gehe voran, das Leben erwartet dich. Du selbst kannst es kreieren.  

Kommentar von Adlerauge4 ,

Es ist schrecklich, das Gefühl zu haben, "niemand braucht mich".Aber: na, und?

Dein Leben ist ein Geschenk, das DU bekommen hast. Und es ist kostbar, weil es so viele Möglichkeiten beinhaltet. Mit 17 darf man etwas egoistisch sein und wenn dich schon niemand zu brauchen scheint, dann genieße doch deine Unabhängigkeit und unternimm Dinge, die du nicht machen könntest, wenn andere dich "brauchen" und von dir abhängig wären. Zum Beispiel eine Fahrradtour in deiner Umgebung, oder was weiß ich, was DIR Freude macht. Alles hat Vor- und Nachteile und wenn du dich heute ungeliebt fühlst, muß das nicht immer so bleiben. Fang klein an, schau nach denen, die dich brauchen könnten, z. B. Alleinstehende, ältere Menschen. Biete denen Hilfe an, du weißt, was ich meine. Damit knüpfst du automatisch Kontakte und bist nicht mehr überflüssig. Mache die Augen auf und beobachte deine Umgebung, wem auch immer du beistehen und helfen könntest? Ich wünsche dir Mut - du wirst sehen, es wird klappen

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