Frage von chakka400, 37

Der menschliche Stoffwechsel, Diäten und Magersucht: Welche (gesunden und ungesunden) Vorgänge können den Verlust von Körpergewicht kennzeichnen?

Hey :) Ich muss am Mittwoch eine Präsentation halten über Magersucht und muss diese Fragestellung beantoworten [Der menschliche Stoffwechsel, Diäten und Magersucht: Welche (gesunden und ungesunden) Vorgänge können den Verlust von Körpergewicht kennzeichnen?] Bisher finde ich jedoch keine passende Antwort darauf. Die Präsentation ist schon vollkommen fertig gestellt, jedoch diese Fragestellung bereitet mit Probleme...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Johannax31, 12

Der Stoffwechsel steht für den Verbrauch durch Herz, Gehirn, Organe, Wärmeregulation, Fett-und Muskelmasse und Aktivität. 

Der Stoffwechsel ändert sich nur, wenn man Fett- und/oder Muskelmasse
zu- oder abnimmt und wenn man etwas an seiner Bewegung ändert.   

Gehirn, Herz, Organe benötigen immer gleich viel Energie, um richtig zu
funktionieren. Sie werden erst der Reihe nach abgeschaltet, wenn man
extrem untergewichtig ist und der Körper in einen lebensbedrohlichen
Zustand kommt und er so Energie einsparen möchte.  

Woher der Körper Energie bekommt, ist völlig egal. Er kann die Nahrung hinzuziehen, aber auch die eigenen Fettspeicher.  

Wenn man also weniger Kalorien zu sich nimmt als man eigentlich benötigt, so wird sich der Körper an den eigenen Energiereserven, der Fettmasse, bedienen. 

Muskeln werden immer so lange behalten, wie sie benötigt (und trainiert) werden. Ändert man nichts an seiner Aktivität, dann ändert sich auch nichts an der Muskelmasse. Eine Außnahme ist hier, wenn man extrem untergewichtig ist und der Körper Energie sparen muss, um die wichtigeren Organe zu schützen.

In den "Hungerstoffwechsel" gelangt man erst, wenn man extrem
untergewichtig ist. Der "Hungerstoffwechsel" wird aber nicht unbedingt
für immer beibehalten. Sobald ein Betroffener wieder ein normales
Gewicht erreicht und der Körper genügend Energie hat, werden auch die
ausgeschaltenen Organe wieder aktiviert und der Körper funktioniert
normal.  

Er lagert dann auch nicht alles ein, was er bekommt und er kann auch nicht
einfach mal so mit weniger Energie dieselbe Leistung erbringen. 


Der "Jojo-Effekt" kommt dadurch zustande, dass man sich nach einer Diät wie vorher ernährt, und nicht den Tagesbedarf anpasst. Der Körper benötigt nämlich weniger Kalorien nach einer Gewichtsabnahme, da sich die Fettmasse verringert hat. Erhöht man allerdings seine Muskelmasse während einer Diät, wird man hinterher sogar mehr essen können als vorher, da Muskeln mehr Kalorien benötigen, um erhalten zu werden, als Fett. 

Der "Jojo-Effekt" ist also nur das Ergebnis einer zu hohen Kalorienzufuhr. 

Jede Diät beruht auf dem simplen Prinzip des Kaloriendefizits. Wie man es gestaltet, bleibt jedem und seinen eigenen Vorlieben selbst überlassen. Die einen essen weiterhin ungesund, nur weniger, und entscheiden sich vielleicht für Weight Watchers, die anderen ernähren sich hauptsächlich von Gemüse und entscheiden sich z.B. für Low Carb. Da Gemüse relativ wenige Kcal besitzt, kann man davon mehrere Kilogramm täglich essen, ohne zuzunehmen. Um seinen kompletten Tagesbedarf damit zu decken, müsste man so viel essen, wie ein normaler Mensch kaum schafft. Dadurch entsteht das Gefühl, man könne "alles" oder "so viel essen wie man möchte". Auch sättigen einige Lebensmittel, z.B. eiweißreiche Nahrungsmittel, schneller als andere, werden langsamer verdaut und liefern somit länger gleichmäßig Energie, halten den Blutzuckerspiegel konstant, was zu weniger Hungeranfällen und einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl führt, und somit diese Gedanken ebenfalls begünstigen. Ballaststoffreiche Lebensmittel haben ein größeres Volumen, sodass sie schneller den Magen füllen. 

Während also ein Stück Kuchen mit 500 Kalorien und ein Stück Putenfleisch mit Brokkoli mit 500 Kalorien dieselbe Menge Energie liefern, wird der Kuchen schnell verarbeitet und gibt unmittelbar viel Energie. Dies kann ein Glücksgefühl verursachen, das aufputschend wirkt. Danach kommt aber der Absturz, wir nehmen wahr, wie der Blutzucker wieder sinkt. Das fühlt sich unangenehm an, so dass das Bedürfnis entsteht, dagegen zu regulieren. Natürlich am liebsten mit etwas, das den Blutzucker wieder schnell hochtreibt. Menschen, die über längere Zeit erhöhte Blutzuckerwerte haben, gewöhnen sich sogar an dieses Level, sodass sie Symptome von Unterzuckerung zeigen, sobald ihr Blutzuckerspiegel auf ein normales Niveau sinkt.

Ich hoffe, ich konnte dir einige Ansätze bringen, auf die du aufbauen kannst. Wenn du noch Fragen hast oder ich dir in eine bestimmte Richtung noch weiterhelfen kann, kannst du mir gerne schreiben :) 

Über Magersucht selbst solltest du bereits einiges selbst gefunden haben, z.B. welche Schäden bei den Organen auftreten.

Vielleicht solltest du auch noch erwähnen, dass Fett nicht nur ein Energiespeicher ist, sondern auch viele Hormone beinhaltet. Ist also zu wenig oder zu viel Fettmasse vorhanden, können bzw. werden endokrine Störungen auftreten, die ebenfalls ein(e der ersten) Kennzeichen der Magersucht sind.

Kommentar von Johannax31 ,

Sorry, streich das "eine der ersten" im letzten Absatz. Ich bin leider beim Ausbessern verrutscht :/

Kommentar von chakka400 ,

Danke :)

Antwort
von Nothin, 20

Verstehe ich auch nicht ganz, aber hier mal mein Ansatz:

"Ein ungesunder Verlust von Körpergewicht wäre, z.B: wenn man hungert und so der Körper auf lokale Fettdepots greift(was ja erstmal nicht schlimm ist), aber da der Fettabbau ein langsamer Vorgang ist, greift der Körper auch manchmal auf eigenes Gewebe zurück sprich Muskeln usw."

Fällt mir jetzt erst auf, dass es zu lang ist xD

Kommentar von chakka400 ,

Danke :) ist jedenfalls schon mal ein Ansatz an dem ich weiterarbeiten kann

Antwort
von Dreiseitig, 18

Beim defäkieren verliert man Gewicht.

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