Frage von Farijee, 29

Der Mensch lebt für die Dinge und nicht mehr für den Menschen?

Wie schreibe ich am besten die Einleitung für einen Essay zu dem oben genannten Zitat von Aloisio Lorscheider? Mindestwortanzahl : 100. Wie würder ihr dieses Zitat interpretieren und was muss überhaupt alles in der Einleitung stehen?

Vielen Dank im Vorraus Glg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berkersheim, 29

Nun ich würde mir mal den Autor des Spruchs unter die Lupe nehmen, ein brasilianischer Kardinal und Würdenträger vor allem in der Zeit der Auseinandersetzung mit der Befreiungstheologie. Schaut man sich bei Wikipedia die Abhandlung "Befreiungstheologie" an, dann gehört Aloisio Lorscheider nicht dazu. Im Gegensatz zu seinem Spruch hat die Befreiungstheologie nicht allgemein vom Menschen gesprochen sondern sehr viel konkreter von den armen und unterdrückten Menschen. Da kann man die Frage stellen, ist der Spruch nur eine Vernebelung um die eigenen guten Beziehungen zu den Mächtigen im Allgemeinen verschwinden zu lassen.

Mit einer solchen Einleitung bist Du natürlich heftig in der Diskussion. Sie beginnt damit, ob es überhaupt "DEN MENSCHEN" gibt, oder doch nicht viele individuelle Menschen, die einen arm und unterdrückt und die anderen als rücksichtslose Ausbeuter und Diktatoren (was speziell in Lateinamerika zu beobachten ist). Gleichermaßen stellt sich die Frage, was mit "die Dinge" gemeint ist: Etwa der Reichtum, dessen Symbole wie dicke Bankkonten, üppige Wohnverhältnisse und Privatarmeen? Wenn für die einen "die Dinge" nur das Nötigste zum Leben bedeutet und für die anderen der Überfluss, wieso versteckt Lorscheider diesen Unterschied hinter der blassen, nichtssagenden Verallgemeinerung? Wem dient diese scheingeistig abgehobene Aussage, die mehr verdeckt als offenlegt? Gerade bei einem Lateinamerikanischen Kardinal aus einer Umgebung schärfster sozialer Gegensätze, übergroßen Unrechts und Unterdrückung, kann man einen derart von der Realität abgehobenen Spruch nicht als "meditativ" durchgehen lassen. Er ist der Vertreter einer Kirche, die sich mit den Starken, den Mächtigen gut stellt und hohle, wohlklingende Sätze produziert, während er kräftig an ihren Festen mitfeiert, die mit dem Blut der Armen finanziert sind. Das ist nicht der Vertreter des Jesus der Armen! Das ist ein Teufel hinter der kirchlichen Maske.

Kommentar von Farijee ,

Ich hätte da noch einige Fragen bezüglich meines Essays. Besteht die Möglichkeit mit Ihnen zu kommunizieren? 

Vielen Dank im Vorraus 

Kommentar von Farijee ,

@berkersheim

Antwort
von Inquisitivus, 12

Hi!

Villeicht willst Du es ja so schreiben:

Die Fragestellung von Alo... :"Der Mensch lebt..." wird im folgenden beschrieben dirkutiert oder was auch immer.

Zu Beginn stellt sich die Frage, wie er darauf kommt, das der Mensch nur noch....

Schon biste drinnen!

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