Frage von antinaziadi, 90

Der Mensch als Parasit (Achtung Philosophie)?

Denke oft über den Menschen nach. Bei einer meiner Überlegungen bin ich zu folgendem Gedanken gekommen:

Der Mensch zeigt sein Parasitäres Verhalten in zweierlei Verhaltensweisen. Die erste Form unserer Parasitären Lebensweise beginnt im Mutterleib, der als Wirtskörper fungiert. Diese ist eine Symbiotische Beziehung, da das Baby etwas von der Mutter hat, und diese (im Normalfall) nicht schädigt. Im Gegenzug hat die Mutter eine Hormonelle und Psychische Euphorie, da sie sich auf das Kind freut, obwohl es sie auch schwächt da sie es mit ernähren muss.

Nach der Geburt beginnt die Wandlung vom Symbiotischen Parasiten zum Schädling für den Planeten. Denn was hat die Erde davon dass wir auf ihr wandeln? Genau "Nichts". Wir als Mensch (auch bei indirekter Beteiligung) zerstören unseren Planeten wo wir nur können. Damit meine ich nicht nur Atomversuche sondern genügt es doch schon dass wir Häuser und Straßen bauen und dadurch einen Lebensraum Zerstören in dem vorher Tausende von Lebewesen eine Heimat gefunden hatten. Das macht der Mensch instinktiv. Bei anderen Säugetieren verhält es sich anders. Natürlich haben wir auch hier wieder das Muttertier als Wirtskörper (wie auch beim Menschen). Doch gibt es dann einen Wechsel vom Parasiten zur (für den Planeten) Positiven Lebensform und weise, da Tiere ihre Umgebung und ihren Lebensraum nicht so nachhaltig schädigen wie wir. In unserem Falle würe ich sogar so weit gehen und behaupten, dass wir unseren Lebensraum nicht nur nachhaltig schädigen sondern diesen mit vollster Absicht Vernichten.

Kurzfassung: Während der Schwangerschaft gehen Mutter und Kind eine Symbiotische Beziehung ein. Nach der Geburt wechselt der Mensch vom Symbionten zum Parasit (schädlich). Andere Säugetiere nicht.

Freue mich sehr über eure Meinung.

Antwort
von Maimaier, 34

Es gibt zwar Menschen, die die Umwelt absichtlich zerstören, das ist aber eher die Ausnahme als die Regel. Umweltschutzgesetze werden in allen Ländern erlassen, sobald es zu schlimm wird, es gibt also erst eine Phase von ungehemmten Wachstum und dann Umweltschutz.

Ja, der Mensch schadet seiner Umwelt, aber nicht mit Absicht sondern aus Gier. Kapitalrendite -> Zwang zum Gewinn -> Wettbewerb -> Skrupellos

Menschen können auch anders, das Problem ist nicht der Mensch alleine sondern ein Teufelskreis, an dem viele Bereiche mitwirken.

Aber die Ressourcen gehen sowieso aus, in Zukunft werden die Maschinen immer kleiner und seltener und irgendwann ganz verschwinden, auf Dauer bleibt nur was nachhaltig ist.

Antwort
von PurpurSound, 23

Kein lebewesen hat darum gebeten geboren zu werden. Und wenn schon dann hat es das ganz natürliche recht sich zu nehmen was es zum überleben braucht. Wenn ein solches naturrecht gleich "parasitär" wäre... (im übrigen gehört es nicht zum wesen von parasiten ihre wirte unbedingt zu vernichten!).

Auch tiere und pflanzen können eine menge schaden anrichten (z.b. insektenplagen). Von einer "schuld" befreit sie allein ihre unfähigkeit darüber zu reflektieren.

Vielleicht erweist es sich für das leben ja (vgl. Dino-sterben) langfristig als segen dass der mensch sich selbst ausrottete!?

Kommentar von mexp123 ,

"Die Unfähigkeit, darüber zu reflektieren"
Ich denke das trifft auch teilweise auf den Menschen zu. Oder jedenfalls die Unwissenheit darüber, was man da anrichtet.
Der Mensch hat viele neue Erfindungen geschaffen und sie eingesetzt, ohne vorher zu wissen, wie die Erfindung die Welt verändern würde, zB Gentechnik...
Viele sind nicht mal in der Lage zu reflektieren, was der ganze Plastikmüll anrichtet, bzw sie wollen nicht reflektieren. Als ich mal in Amerika einen Austausch gemacht hab und wir abends um 10 im Supermarkt vor dem rappelvollen Gemüseregal standen fragte ich die Austauschmutter, wo denn das ganze frische Obst&Gemüse hinkommt, wenn um 11 der Laden geschlossen wird. Und sie hatte sich da echt noch nie Gedanken drüber gemacht.

Ist also leider nicht nur so bei Tieren. Ob es bei uns als Entschuldigung gilt ist aber fraglich.

Kommentar von PurpurSound ,

Nicht nachzudenken kann manchmal auch eine schutzfunktion ausüben:

ganz nach seinen einstellungen und seiner moral zu leben könnte in gegebenen gesellschaftlichen verhältnissen unmöglich sein und man würde ein permanentes schuldproblem mit sich rumschleppen. Beispiele: energieverbrauch, müllerzeugung, anforderungen des arbeitsplatzes, kindererziehung...

Zum überleben gehört eine gewisse anpassung. Im bereich des erforderlichen oder unausweichlichen sollte man das nicht zum vorwurf machen :-)

Antwort
von Sinestro, 28

Parasitismus ist eine Interaktion zwischen zwei Lebewesen und keine zwischen einer Spezies und ihrem Ökosystem.

Keine Lebensform ist für den Planeten positiv: der Planet ist eine Gesteinskugel mit einer ganzen Menge Wasser darauf. Der Planet hat keine Gefühle oder eine Gesundheit. Für den Planeten kann nichts gut oder schlecht sein.

Wenn du mit dem Planeten die gesamte Umwelt meinst stimmt das immer noch nicht. Wie kommst du darauf, dass andere Tiere ihren Lebensraum nicht nachhaltig schädigen können. Natur ist kein Idealzustand in dem Frieden herrscht sondern so ziemlich das chaotischste was es gibt . Auch vor dem Menschen sind ständig Tierarten ausgestorben, Ökosysteme zusammengebrochen etc. Kein Lebewesen, bis auf den Menschen, stellt moralische Überlegungen an wie es seiner Umwelt am besten nützen kann. Es will einfach nur auf Kosten allen anderen Lebens überleben. 

Kommentar von antinaziadi ,

Ich sagte, "Nicht so schädigen", nicht "gar nicht schädigen"

Antwort
von BenKenobi18, 6

Das ganze errinert mich stark an eine Szene aus dem ersten Matrix.

Antwort
von Almalexian, 43

Misch in deine Diskussionen bitte keine falsch verwendeten biologischen Begriffe ein. Dankeschön.

Kommentar von Gurkenschneider ,

Ich denke der Gedanke zählt nicht das was man schreibt ;)

Kommentar von Almalexian ,

da ich allerdings dein geschreibsel lesen muss und nicht deine Gedanken lesen kann...

Kommentar von antinaziadi ,

Ich sehe den Fehler nicht, Symbiotisch beschreibt die Beziehung zweier lebensformen, die etwas voneinander haben. Parasiten sind meist Schädlinge. Kläre mich auf wo genau der Fehler ist

Kommentar von Almalexian ,

Es beschreibt die Beziehung zweier unterschiedlicher Arten, zunächst mal, gilt auch für Kommensalismus. Und um emotionale Vorteile gehts dabei nicht. parasiten sind Arten deren Lebensweise darauf ausgerichtet ist anderen Arten, und zwar normalerweise einer bestimmten, zu schaden. Um die Erde gehts dabei nicht.

Kommentar von antinaziadi ,

Biologisch gesehen Ja. Aber die Denkweise ist hoffentlich klar

Kommentar von Almalexian ,

Ja, aber das gefällt mir weder als ehemaliger Biologie-Student noch als Philosoph. Die Biologie hat präzise Fachbegiffe, wenn die unsachgemäß als Metaphern für Meinungen herhalten ist das eine unlautere Verwissenschaftlichung dieser Meinung, eine Täuschung. Da kommen dann so nette Stilblüten raus wie dass man Menschen unterschiedlicher Art in R- und K-Strategen einteilen könnte...

Antwort
von Hamburger02, 26

Ein alter Witz geht so:

Die Erde trifft einen anderen Planeten. Fragt der: "Na, wie gehts dir?"
"Gar nicht gut" antwortet die Erde, "ich habe Homo sapiens."

Kommentar von antinaziadi ,

Darauf antwortet der Planet "Keine Sorge das geht auch vorbei"

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