Volkerlee am 14.04.2008 um 12:02 Uhr
Welche psychologischen und/oder persönlichen Strategien helfen euch, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden?

Sich jeden Tag nur für den heutigen Tag neu entscheiden etwas zu tun. Morgen darf ich mich dann wieder neu entscheiden. Kommt von den AA, finde ich echt entlastend. (wobei ich kein Alkoholproblem habe!)

Ich habe ihn gerade besiegt und das ging so: Bei uns hier in NRW schüttet es den ganzen Vormittag vom Himmel hoch. Unser Hund ,ein lebhafter Foxterrier , mußte seine Geschäfte in unserem Garten machen. Er schaute uns ununterbrochen an und drängte auf seinen Spaziergang. Ich habe dem Drängen 2 Stunden widerstanden bis er sich hinlegte und schlief. Ich kam mir plötzlich ganz schäbig vor und beschloß mich umzuziehen und mit ihm einen ausgedehnten Spaziergang im nahen Wald zu unternehmen.Wir trafen auf mehrere Hundebesitzer mit Hund, die auch ihren "Schweinehund" besiegt hatten. Jetzt nach 1,5 Std. Spaziergang , bin ich stolz auf mich.
frederick am 15. April 2008 20:28 Mmh, hat der innere Schweinehund nicht eher etwas mit mir allein zu tun? Wenn so genannte Dritte betroffen sind, dann hat das für mein Verständnis mit Fairness, Gerechtigkeit und derlgeichen zu tun.
Also: Darfst stolz sein – das geht in Ordnung. Aber m. E. deshalb, weil Du Deinem Hund die Achtung entgegen bringst, mit ihm fair umzugehen. Und weil Hund nicht allein spazieren gehen kann (meint: darf), deshalb zieht er bei Unlust von Mensch stets den Kürzeren. Da wäre es wohl nicht fair, ihm seinen Bewegungs- und Pionierdrang nur deshalb zu verweigern, weil es regnet.
Übrigens: Ist doch klasse, so ein Hund, der NICHT bei Regen lieber nur an die Hauswand macht und sich dann gleich wieder an die Heizung drückt!
ich belohne mich mit etwas schönem, wenn ich alles erledigt habe. Manchmal ist aber auch der Schweinehund größer
Wenn er "anklopft", lass ich ihn einfach nicht rein. Ich erledige, was zu erledigen ist, dann habe ich es hinter mir. Etwas vor sich herzuschieben hat noch nie jemanden weitergebracht.
Wieselchen1 am 14. April 2008 12:15 Ich bewundere deine Disziplin.
Ich schaffe sowas nie.
Das kam auch bei mir erst mit dem Alter. (Gott sei Dank) ;-)

Sich über die eigene Trägheit durchzusetzen.
Wieselchen1 am 14. April 2008 12:07 Ja, und wie?
OSQuest am 14. April 2008 12:09 ja Onkel Wolle, sach mal wie

Nun, ich habe doch lieber einen inneren Schweinehund als gar kein Haustier....
Nein, ich arrangiere mich mit meinem Hund. Wenn er mir hilft, die Aufgabe zu erledigen, dann haben wir hinterher viel mehr Zeit für am Kanal ;-)
Wolpertinger am 14. April 2008 12:09 verbrüderst dich also mit deinen Schweinehund? Meiner hat gerade mein Frühstück geklaut, was mein Schatz für mich vorbereitet hat...
Wieselchen1 am 14. April 2008 12:14 Siehst du Wolpi, hättest du dich mit ihm verbrüdert, hättest du wenigstens die Hälfte mit abbekommen... Hält schlank und satt :-p
Wolpertinger am 14. April 2008 12:20 noch mehr verbrüdern, der schläft ja schon mit in meinen Bett. Wenns kalt ist darf er auch unter die Decke...nee nee der ist einfach total verfressen. Bei futter hört die Freundschaft auf, anfangen tut sie dann wieder da wo er Bauschmerzen hat...
Ehrlich zu mir selber sein, kritisch mich anzuschauen und dann zu mir zu sagen es gibt Besserung, wenn ich mich ändere. Willst Du Veränderung, so mußt zuerst Du Dich verändern!

ich verstehe mich prächtig mit meinem inneren Schweinehund. Wir sind praktisch stets einer Meinung :)

rein persönlich habe ich schon viele überwunden... Ein Beispiel, weils viele erreichen könnte... Das gute alte Rauchen... Habe ich damals einen Dauerauftrag bei der bak eingerichtet, weil mitr das Gesapre für Urlaubskosten so richtig auf den Zeiger ging... Habe ich dann 30 Euro fest "eingerichtet" unfd heute flattern wir halt 2 x im Jahr in die Sonne. Schon wars mit dem Hund, dem schweinigen ein Leichtes... Viel Erfolg Euch mit der Raucherentwöhnung ;oo)))
Reine Kopfarbeit !

Also erstmal sollte man versuchen zu verstehen wo die Ursachen des "Schweinehundes" liegen. Reflexion über die eigenen Gefühle und Verständnis für die Vorgänge im Gehirn und Körper können den Schweinehund entgegenwirken.
Ich versuche mir selbst langfristige Ziele zu setzen die ich auch erreichen kann, das gibt Motivation für neue Aktionen. Ich versuche im Bett vor dem Einschlafen den Tag logisch revue passieren zu lassen um daraus die praktischen Informationen und Entscheidungen für die Zunkunft zu "ernten". Ich versuche der Monotonie auszuweichen weil ich weiß dass diese das Gehirn verkümmern lässt.
Ist aber alles nur 'ne Theorie. Ich mach mir jetzt nach einem guten Arbeitstag erstmal nen Whiskey-Drink und schreibe ein C++-Programm während ich trinke :)
Genauso mache ich es auch!
Oder sich ein Ziel setzen und Punkte verteilen für Sachen die man gemacht hat. Bei 30 Punkten darf man sich dann eine Kleinigkeit gönnen.
Die EA's "arbeiten" auch so: Lebe und genieße das hier und jetzt; "nur für den heutigen Tag..."