Frage von General001, 18

Der genitivus subjektivus unterscheidet sich nur vom possessivus indem dass er sich auf ein Substantiv bezieht das eine Empfindung oder Tätigkeit beschreibt?

Sehe ich das so richtig?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Volens, Community-Experte für Grammatik, Latein, Sprache, ..., 14

amor patriae - die Liebe des Vaterlands (z.B.) zu seinen Soldaten
                        beweist sich durch eine gute Bezahlung für Kriegsveteranen
                       (Genitivus subiectivus)

amor patriae -  die Liebe zum Vaterland haben die Soldaten zuvor gezeigt
                        (Genitivus obiectivus)

Die Geschichte zeigt, dass die beiden Begriffe gelegentlich "unvergleichlich" sind.


Kommentar von General001 ,

Der Genitivus Subjektivus sieht nun dem Genitivus Possessivus sehr ähnlich. Beide haben immer einen Artikel wie der, des ... also müssen sie sich wie oben erwähnt unterscheiden?

Kommentar von Volens ,

Ein Genitivattribut ist ja gewöhnlich auch ein Gen. possessivus. Es gibt eben nur einige Substantive, bei denen er als Gen. obiectivus verwendet werden kann. Und da gilt es aufzupassen, weil die Übersetzung mit Präpositionen wie für oder zu gemacht werden muss.

Näheres regelt wie immer der Zusammenhang.

Kommentar von General001 ,

Der Possessivus ist also die Standartübersetzung?

Kommentar von Volens ,

So zu sagen.
Und er entspricht auch deutschem Gebrauch.

Kommentar von General001 ,

Also wenn man im Lateinischen keine genauen Anzeichen hat um welchen Genitiv es sich handelt muss man sich denken was im Deutschen gemeint sein könnte und wenn man da keine Erkenntnis findet übersetzt man ihn einfach mit Possessivus.

Kommentar von Volens ,

Das tut man in der Rohübersetzung sowieso.
Wenn man dann merkt, dass etwas im Zusammenhang nicht stimmt, geht man die anderen Möglichkeiten durch.

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