Frage von Eduska, 66

"Der erstinstanzliche Gegenstandswert wird auf 5000€ festgesetzt"?

Hallo, es geht um einen Beschluss vom Amtsgericht über die Gesundheitsfürsorge meines Vaters, die ich nun übernehme. Im Schreiben des Gerichts ist von "Der erstinstanzliche Gegenstandswert wird auf 5000€ festgesetzt." die Rede. Ich verstehe aber den Sinn dabei nicht, da es ja nicht wirklich um einen Streitwert geht. Oder wären das die möglichen Kosten für einen Pfleger, die somit eingespart werden würden?

Danke im Voraus!

Antwort
von annokrat, 31

die sind deshalb so hoch, weil daraus die gebühren errechnet werden. je höher der streitwert, umso höher die gebühren, die dafür abgerechnet werden können. da dieser wert die abrechnungsgrundlage darstellt, sind sich bei der ermittlung des streitwertes alle parteien einig: der richter und die anwälte der prozessierenden (alles selbst schon erlebt).

wie sich aus dem streitwert die gebühren errechnen, wirst du sicher ergoogeln können. bezahlen muss sie in der regel der verlierer. bei einem vergleich wird geteilt.

annokrat

Antwort
von Ronox, 19

In jedem gerichtlichen Verfahren gibt es einen Gegenstands- bzw. Streitwert. Hier hat das Gericht 5000 € angenommen. Das ist der Auffangwert.

Antwort
von wilees, 15

Schau Dir mal den Rentenbescheid Deines Vaters an. Möglicherweise wird hier der Gesamtbetrag zur Krankenversicherung ( Jahreszahlung ) als Berechnungswert genommen.


Antwort
von 716167, 38

Gegenstandswert ist vergleichbar mit dem Streitwert, danach werden Anwalts- und Gerichtskosten bemessen.

Kommentar von Eduska ,

Aber wie können diese schon in der Erstinstanz so hoch sein? Sind das Kosten, die auf mich zukommen?

Antwort
von Mignon4, 32

Nach dem Gegenstandswert werden die Gerichts- und Anwaltskosten berechnet.

Kommentar von Eduska ,

Aber wie können diese schon in der Erstinstanz so hoch sein? Sind das Kosten, die auf mich zukommen?

Kommentar von Mignon4 ,

Der Streitwert oder Gegenstandswert wird in jedem Prozess und in jeder Instanz vom Gericht festgesetzt. Die Parteien können ein Rechtsmittel dagegen einlegen, wenn sie der Auffassung sind, dass der Wert zu hoch angesetzt wurde. Siehe Rechtsmittelbelehrung auf dem Beschluß.

Nein, du mußt keine € 5.000 bezahlen. Rechtsanwälte erhalten beispielsweise für bestimmte Tätigkeiten eine Gebühr, die häufig mit 1/4, 1/2 oder so angegeben wird. Dann bekommt der Rechtsanwalt ein Honorar von einem Viertel von 5.000.

Du kannst dir die ungefähren erstinstanzlichen Prozesskosten (Gerichtsgebühren und Anwaltshonorare) im Internet ausrechnen lassen. Schau mal hier:

https://anwaltverein.de/de/service/prozesskostenrechner

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