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Der Begriff "Morphologie" eines Polymeres? Werkstoffkunde

Frage von highfive highfive

Hallo,

ich habe hier eine Frage, und zwar lautet diese:

"Wie unterscheiden sich die Polymere Thermoplasten, Duroplasten und Elastomere in Ihrer Morphologie?"

Ich weiss zwar wie die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden, aber was ist hier mit Morphologie gemeint???

Danke und liebe Grüsse!

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Antworten (3)

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    Antwort von Baiana Baiana

    Morphologie heißt generell Gestalt oder Form, evtl. noch Struktur. Hilft Dir das weiter?

    Kommentar von highfive highfive

    ja sehr sogar, also könnte man sagen, das es ein anderer Begriff für Struktur (Aufbau->chemischer Struktur?) bedeuetet? Weil dann würde das zutreffen was ich auch vermutet hatte.

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    Antwort von raubkatze raubkatze

    Morphologie bedeutet wörtlich "Lehre von der Gestalt", im Zusammenhang mit Kunststoffen ist damit meistens die Struktur gemeint, die sich durch die Zusammenlagerung vieler Makromoleküle ergibt. Dementsprechend gibt es mehrere Ebenen der Morphologie, diese reicht von kleinen Strukturen im Nanometerbereich bis in den (optisch)mikroskopisch -sichtbaren- Bereich hinein, wobei die Strukturebenen hierarchisch aufeinader aufbauen. Im Sinne der morphologischen Definition sind die genannten Polymertypen kaum voneinander zu unterscheiden,- offensichtlich hat hier jemand "Morphologie" im Sinne supramolekularer Überstrukturen mit "Struktur / Eigenschaften der Makromoleküle" verwechselt. Gemeint ist eher folgendes: Die üblichen Makromoleküle bestehen aus langen Ketten kleinerer Bausteine (den Monomeren), die über chemische Bindungen aneinander gebunden sind. Sind die Makromoleküle in einem Kunststoff nicht chemisch miteinander verbunden, so ist dieser Kunststoff schmelzbar und kann durch Erhitzen über seine Glas- und Schmelztemperatur fast beliebig verformt werden,- man hat einen Thermoplasten. Einzige Bedingung für Thermoplastizität ist, daß die Polymerkette nicht zu steif wird (kleine Seitengruppen und keine Doppelstrang-/Leiterstrukturen in der Hauptkette). Werden die Makromoleküle miteinader vernetzt, d.h. chemisch aneinander gebunden, dann ist das Produkt unschmelzbar,- man hat einen "Thermodur" (auch Duroplast,- aber dieses Wort ist ein Widerspruch in sich). Man kann also praktisch alle denkbaren Thermoplasten durch Vernetzung in Thermodure verwandeln. Wenn man nur wenige Netzpunkte pro Makromolekül vorliegen hat und die Glas (=Erweichungs)temperatur des vernetzten Polymeren deutlich unterhalb der Raumtemperatur liegt, dann hat man ein Elastomer: Die Polymerketten sind eigentlich flüssig,- können aber nicht wegfließen, weil ja alle aneinander festgebunden sind. Aber verstrecken läßt sich so ein Elastomer dann sehr gut. Bedingung für ein Elastomer ist also: (1) vernetzt (aber nicht zu viele Vernetzungsstellen,- sonst wirds hart), (2) Glastemperatur unter Gebrauchstemperatur. Als chemische Strukturelemente eigenen sich hier besonders Butadienbausteine: [CH2-CH=CH-CH2] oder Siloxane [Si(CH3)2-O-].

    Morphologisch gesehen kann man versuchen so zu antworten: Thermoplaste: einzelne Makromoleküle Thermodure: vernetzte Makromoleküle mit hoher Netzwerkdichte und Ketten mit hohem Erweichungspunkt, Elastomere: vernetzte Makromoleküle mit geringer Netzwerkdichte und niedriger Erweichungstemperatur.

    Kommentar von highfive highfive

    danke für den wikipedia artikel. aber ich wollte wissen was morphologie genau bezüglich meiner frage heisst. aber habe wohl die antwort mithilfe von baiana gefunden.

    Kommentar von raubkatze raubkatzeraubkatze

    Das ist nicht aus Wikipedia! Das habe ich selbst formuliert. Es gehört zu meinem Fachgebiet/Promotionsthema.

    Kommentar von highfive highfive

    entschuldigung, ähnliches hatte ich auch bei wiki gelesen, hab mich wohl vertan. bin grad im klausurstress, da achtet man nicht so sehr auf details;)

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    Antwort von Niklaus Niklaus

    Bei Google gibt es Ergebnisse von ungefähr 19.800 für Kunststoff Morphologie. (0,19 Sekunden)

    Kommentar von highfive highfive

    danke für die info, würden mir diese ergebnisse weiterhelfen würd ich erst garnicht fragen...

    wie mich diese google-hinweise nerven...

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Ich gehe davon aus, dass du jetzt alle 19.800 Hinweise gelesen hast, dass da nichts dabei war, das rechtfertigt deine Frage hier bei GF.

    Kommentar von highfive highfive

    danke, beim nächsten mal bevor ich bei gutefrage eine frage stelle werde ich alle 19.800 hinweise zu erst lesen damit ich "ihre" Homepage gutefrage.net nicht mit unnützlichen Fragen befülle.

    ich hoffe sie werden vor ihre nächsten frage auch alle bezüglichen suchergebnisse aus google durchlesen.

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Nicht so verbissen sein :-)

    Kommentar von highfive highfive

    ich liebe dieses sprichwort: "wie du mir, so ich dir" ;)

    in diesem sinne, liebe grüsse und danke für die hinweise

    Kommentar von janlde janldejanlde

    Ich frage mich was einen Finanzberater befähigt diese Frage auf so eine überheblich-klugscheißerische Art und Weise zu beantworten.

    Kommentar von Niklaus NiklausNiklaus

    Ich könnte sie auch beantworten. Denn der Klugscheißer ist auch Dipl.Ing. Feinwerktechnik.

    Aber das ist keine Frage nach einem Rat und deshalb nicht GF-konform.

    Kommentar von janlde janldejanlde

    Oho! Dipl.Ing.Feinwerktechnik! Beeindruckend!

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