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Der Banknachbar unseres Kindes hat ADHS und stört dadurch öfter beim Lernen? Wie verhalten?

gefragt von michelschlau am 26.04.2007 um 14:51 Uhr

Wir sind bestimmt sozial eingestellt und mir ist klar, dass ADHS Kinder nicht ausgegrenzt werden können. Aber unser eigenes Kind ist schon durch die Nachbarschaft gestört, speziell bei Einzelaufgaben. Wie würdet ihr euch sozial verantwortlich verhalten? Danke


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Kolibri
beantwortet von Kolibri am 26. April 2007 15:29
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ADHS-Kinder gehören auf eine Einzelbank in die erste Reihe mit dem Rücken zum Fenster! So ist die Ablenkung für das Kind selbst am Geringsten und andere Kinder werden weniger gestört!

Bevor es hier jetzt wüste Beschimpfungen über meine "harte Einstellung" hagelt: Mein Sohn (12) hat selbst ADHS und ich ebenfalls (ohne H!) - ich weiss also durchaus, von was ich rede! ;)


Andrea1204
beantwortet von Andrea1204 am 26. April 2007 14:56
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Mit der Lehrerin sprechen. Ich würde auf regelmäßigen Wechsel bestehen, so daß jedes Kind mal mit einem anderen Kind zusammensitzen darf (muß). So wurde das bei uns geregelt - im wöchentlichen Rhythmus und das gefällt allen so! Den Kindern und der Lehrerin...


asti76
beantwortet von asti76 am 26. April 2007 15:38
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Wenn möglich sollte das Kind dem anderen gegenüber häufiger zum Ausdurck bringen, dass es sich gestört fühlt und Ruhe zum Arbeiten benötigt. Das ADHS-Kind macht dies nicht aus Böswilligkeit, sondern weil es eben dieses Problem hat. Vielleicht denkt es auch, dass dies im Sinne des anderen Kindes ist, weil rumalbern o.ä. ja interesanter ist, als Unterricht. Die Möglichkeit dem ADHS-Kind die eigene Befindlichkeit zu vermitteln kommt natürlich auch auf die kommunikativen Fähigkeiten und das Alter deines Kindes an. Es sollte ruhig aber bestimmt formuliert werden, aber oft ist es sicher schwierig ernst zu bleiben, wenn der andere herumalbert.


asti76
beantwortet von asti76 am 26. April 2007 15:38
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Wenn möglich sollte dein Kind dem anderen gegenüber häufiger zum Ausdurck bringen, dass es sich gestört fühlt und Ruhe zum Arbeiten benötigt. Das ADHS-Kind macht dies nicht aus Böswilligkeit, sondern weil es eben dieses Problem hat. Vielleicht denkt es auch, dass dies im Sinne deines Kindes ist, weil rumalbern o.ä. ja interesanter ist, als Unterricht. Die Möglichkeit dem ADHS-Kind die eigene Befindlichkeit zu vermitteln kommt natürlich auch auf die kommunikativen Fähigkeiten und das Alter deines Kindes an. Es sollte ruhig aber bestimmt formuliert werden, aber oft ist es sicher schwierig ernst zu bleiben, wenn der andere herumalbert.


Jazzzay
beantwortet von Jazzzay am 26. April 2007 17:39
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Das Problem bei diesem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ist das Umfeld. Eigentlich sind Förderschulen die richtige Einrichtung für Kinder mit dieser Auffälligkeit. Da aber kein Intelligenzmangel bei diesen Kindern im Vordergrund steht sind sie berechtigt Schulen für "normlbegabte" Kinder zu besuchen. An Deiner Stelle würde ich zur Schulleitung gehen, mit der Begründung, daß das Lernverhalten Deines Kindes erheblich unter dem störendem Verhalten leidet. Zumindest ein Kompromiß muß gefunden werden. Es kann nicht angehen, daß Dein Kind deswegen weniger gefördert werden kann. Viel Erfolg


Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 26. April 2007 20:38

Kein Intelligenzmangel ist gut - oft ist eher das Gegenteil also Hochbegabung der Fall! Leider wird das oft nur nicht erkannt! :((

Kommentar von PsychomasMR am 27. April 2007 13:55

Bei der Aussage von Jazzzay stellen sich mir ja die Haare zu Berge!!! Ich arbeite seit Jahren mit AD(H)S-Kindern und weiß daher aus eigener Erfahrung, dass Förderschulen keineswegs "die richtige Einrichtung" für diese Kinder sind. Sie können sich meist sehr gut auf einer normalen Regelschule zurechtfinden, wenn für sie das richtige Umfeld geschaffen und sie entsprechend behandelt und gefördert werden. Das bedeutet natürlich auch ein wenig mehr Arbeit und vor allem eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Trotzdem gehören die kleinen Zappelphilippe nicht einfach abgeschoben! Man sollte es sich nicht immer so leicht mache und den bequemsten Weg wählen. AD(H)S-Kinder sind in der Regel sogar ganz besondere Kinder mit vielen, oft unentdeckten Qualitäten. Und zwar im positiven Sinne!!!


shagdalbran
beantwortet von shagdalbran am 26. April 2007 22:32
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Sehr sehr schwierig...

Wir haben auch einen, der aber inzwischen ein Bisschen rausgewachsen ist. Mein Rat: suche Kontakt zu Kinderpsychologen, die sich wirklich auskennen.In Maulbronn gibt es eine Kinderklinik, wo solche Leute sitzen. Es ist wohl so, dass Ritalin und ähnliche Produkte gute Wirkung zeigen. Inzwischen gibt es auch neuere Präparate. Bei ADS (oder wie man inzwischen sagt: ADHD), dreht nicht der Motor zu hoch,sondern der Druck auf den Bremsleitungen ist zu niedrig. Deshalb werden auch "Aufputschmittel" gegeben. Hilft...

Shag d'Albran

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 27. April 2007 09:39

Es ist zwar richtig, dass Ritalin und Co. als "Aufputschmittel" missbraucht wird - allerdings wirkt es nur bei nicht ADSlern so. Bei AD(H)S hat es eine umgekehrte Wirkung und Beruhigungsmittel wirken (teilweise) nicht bzw. aufputschend! Diese Erfahrung habe ich schon sehr oft gemacht und sage jetzt bei jedem Arzt Bescheid, dass die Beruhigungsmittel bzw. Narkose darauf ausgelegt wird!


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