Frage von Peterkronast, 172

Der Autoverkäufer hat verschwiegen, dass das Auto viel zu viel Öl verbraucht, 2 Liter auf 1000km, kann ich das Auto zurück geben?

Antwort
von Interesierter, 64

Zwei ganz wesentliche Punkte sind in deiner Fragestellung leider nicht enthalten.

1. Wurde das Auto von einem gewerblichen oder von einem privaten Verkäufer gekauft? Und falls es von einem privaten Verkäufer verkauft wurde, wurde ein Gewährleistungsausschluss vereinbart?

2. Wie viel Zeit ist seit der Übergabe verstrichen?

Ohne Antworten auf diese beiden grundlegenden Punkte kann dir niemand eine seriöse Antwort geben.

Antwort
von troublemaker200, 118

Privatkauf?
Ordentlichewr Kaufvertrag vorhanden?
Auto wie alt, wiviel km?
Probefahrt gemacht?
Auto vor dem Kauf prüfen lassen (z.B. TÜV)?

Antwort
von sirpemel, 131

Erstmal wichtig: Hast du von privat oder von gewerblich gekauft und was genau steht im Vertrag?

Hast du von privat gekauft und im Vertrag "gekauft wie gesehen" vereinbart, kannst du es nicht zurück geben, völlig egal welche Mängel du entdeckst.

Ist es von einem gewerblichen Anbieter stellt sich zunächst die Frage worin genau der Mangel besteht. Ein so hoher Ölverbrauch deutet ja auf ein anderes Problem mit dem Motor hin. Das müsste man erstmal lokalisieren und dann abschätzen: Konnte der Verkäufer davon wissen? Musste er davon wissen?

Und auch hier ist dann wichtig was im Kaufvertrag steht ...

Kommentar von migebuff ,

"gekauft wie gesehen" vereinbart, kannst du es nicht zurück geben, völlig egal welche Mängel du entdeckst.

Magst du kurz die Rechtsgrundlage zitieren, die Betrug legalisiert, wenn dieses Geschreibsel im Vertrag steht?

Kommentar von sirpemel ,

Mir gings hier nur um die Praxis, ich leiste keine Rechtsberatung.

Die offensichtlichen Mängel des Wagen hast du gesehen und kannst sie - wegen gekauft wie gesehen - nicht beanstanden.

Die versteckten Mängel des Wagens konntest du nicht sehen, du kannst aber dem Verkäufer auch nicht nachweisen dass er sie kannte - sie sind ja versteckt.

Der Betrug wird dadurch nicht legal und das hab ich auch nicht behauptet. Ich hab nur gesagt dass du in der Praxis keine Chance hast den Wagen zurück zu geben.

Kommentar von Interesierter ,

"Gekauft wie gesehen" ist kein rechtswirksamer Ausschluss der gesetzlichen Sachmängelhaftung. Es besagt eigentlich nur, dass der Käufer das Auto vor dem Kauf gesehen hat. Arglistige Täuschung wird durch diese Vereinbarung erst recht nicht legitimiert.

Beim Kauf von einem gewerblichen Verkäufer kommt es nicht darauf an, ob dieser davon wusste. Entscheidend ist die Frage, ob die Beweislastumkehr noch gilt. 

Sorry, aber in deiner Antwort ist so gut wie nichts richtig. Deswegen, lass es bitte, denn du bist dem Fragesteller keine Hilfe.

Kommentar von sirpemel ,

Beim Privatverkauf kann ich doch sehr wirksam die Sachmängelhaftung ausschließen und in jedem Standardvertrag ist das auch der Fall? Dass dafür mehr als 3 Worte im Vertrag nötig sind, ist ja wohl selbstverständlich. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht "gekauft wie gesehen" eben für diesen Umstand - natürlich ist das keine rechtswirksame Klausel wenn ich 3 Worte hinschreibe. Ich hab dazu geschrieben dass es in jedem Fall darauf ankommt was im Kaufvertrag steht.

Der Threadersteller wird hier keinen juristisch korrekt ausformulierten Beitrag zur Gesetzeslage erwarten können. Jeder schreibt hier frei Schnauze was er selbst denkt und erlebt hat. Bitte weise mich gerne darauf hin wenn ich Unsinn schreibe, so ist allen geholfen.

Und wenn du das nötige Fachwissen hast, so verwende doch deine Zeit darauf dem Fragesteller eine kompetente Antwort zu geben anstatt mich darum zu bitten ich möge doch bitte meine Aktivität hier einstellen. Den Eindruck dass hier zu allen Themen nur Experten antworten und mich meinen Antworten da schwer aus dem Raster falle habe ich nun wirklich nicht.

Kommentar von Interesierter ,

Wenn hier jemand eine Frage stellt, dann hofft er auf korrekte und kompetente Antworten. Wenn du diese nicht bieten kannst, solltest du Halbwissen nicht als Wissen verkaufen und dieses zumindest als solches kennzeichnen.

Antwort
von gw15se, 78

Ich gebe "Sirpemel" recht!

Dazu noch ein paar Tipps. Wende dich an den Vorbesitzer, frag den was mit dem Auto war. Kontrolliere - notfalls mit Hilfe eines Fachmannes - das Auto auf weitere Mängel und ob der angegebene Kilometerstand zum Gesamteindruck des FZ passt. Es wird heutzutage oft an den tachoständen gedreht. Vielleicht erreichst du so die Rückgabe/Wandlung des Kaufvertrages. Ich habe das schon bei zwei Freunden geschafft.

Auf viele Km weist hin: Lenkrad Schaltknauf und Pedalgummis abgegriffen. Verschmutzung des Motores, Steinschläge im vorderen Bereich ..... Für den Fall, dass du viel Geld ausgegeben hast mag sich ein Gutachter lohnen. Eventuell findest du einen der erstmal drüberschaut und dir sagt ob du Aussichten auf Erfolg hast.

Antwort
von brummitga, 110

da müsstest du erst mal klären, wie hoch der Ölverbrauch bei dem Schlitten beim gegenwärtigen Kilometerstand "normal" ist; wenn da schon 100 000 km auf dem Tacho stehen, wirst du wohl wenig dagegen machen können. 

Kommentar von CaptnCaptn ,

Das ist nicht richtig. Ein Verbrauch von 2 Liter Öl auf 1000km ist bei keinem Fahrzeug normal, weder bei einem brandneuen noch bei einem Fahrzeug mit 150.000km, das weißt immer auf einen defekt hin (außer bei einem Wankelmotor).

Kommentar von Nemo75 ,

Max ist 1 Liter auf 1000km!
Alles andere ist zu großer Verschleiß/Defekt

Kommentar von martinzuhause ,

oder öl mit viel zu geringer viskosität. welches da eingesetzt werden soll steht in den papieren

Antwort
von martinzuhause, 100

das wird schwierig. er hat dir sicher nicht zugesichert wieviel öl das auto verbraucht. das ist auch immer von der fahrweise und dem verwendeten öl abhängig

Kommentar von Nemo75 ,

Aber nie 2 Liter auf 1000km!

Kommentar von martinzuhause ,

es kann zu dünnes öl eingesetzt werden. da ist der verbrauch dann "normal".

es steht auch nicht da wie alt das auto ist und was für ein motor mit welcher laufleistung verbaut ist.

Antwort
von kenibora, 52

Musst schon genauere Angaben, auch über das Auto, machen.....

Antwort
von Nemo75, 103

Sorry, aber wenn ein Auto mehr als Ca 1 Liter Öl verbraucht sieht man das auch als Laie bei einer Probefahrt wegen dem blauen Rauch der aus dem Auspuff kommt

Kommentar von gw15se ,

Wenn er es verbrennt "JA" wenn er es verliert "NEIN"

Kommentar von Nemo75 ,

Auch den Verlust sieht man wenn man unter die Motorhaube schaut!
Da ist der ganze Unterboden "geölt" bei der Menge

Kommentar von gw15se ,

Du hast geschrieben man sieht "den Verbrauch als blauem Qualm", nicht wenn er es verliert und dazu musst du schon in den Motorraum schauen und vor allem auf den Unterfahrschutz. Der ist meist von innen mit Dämmmatten beklebt und die saugen sehr viel auf. Und so stand das nicht in deinem ersten Beitrag.

Also lass mich doch ergänzen

Kommentar von NX7800 ,

Auch wenn er es mit verbrennt siehste du bei 1l/100km keinen blauen Rauch hinten rauskommen, es wird ja immer nur ein bisschen zusammen mit dem normalen Sprit verbrannt.

Kommentar von Nemo75 ,

@nx
Das sieht man!
Ganz sicher!
Aber es schaut heutzutage eh keiner mehr in den Rückspiegel oder schaut direkt nach dem Anlassen des Motors gleich mal hinten direkt am Auspuff

Kommentar von Nemo75 ,

Was für ein Auto hast Du?
Matten am Fahrzeugboden die was aufsaugen?
Das der Unterboden reichlich Nahrung hat (Wasser) um den Rost zu versorgen?
Die heutigen Fahrzeuge haben eine Motorabdeckung um den Lärm zu reduzieren!

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