Frage von Cansu26, 93

Der Arzt sagt sie wird bald sterben?

Hey :)

In dieser Frage geht es um meine Oma. Ich (w15) weiß nicht wie ich damit umgehen soll.. Meine Familie weint deswegen sehr viel.. Ich weiß nicht, ich verdränge das irgendwie.. Ich weine vor ihnen nicht, um nicht schwach zu wirken. Und vor allem nicht vor meiner Oma selbst denn, wir haben es ihr nicht gesagt und sie soll es nicht vermuten oder so.. Wobei ich jetzt meine Onkels etc., die teilweise im Ausland wohnen benachrichtigt habe, damit sie sie noch einmal sehen können. Es heißt sie wird nicht mehr lange mitmachen und es sei ein Wunder, dass sie es überhaupt so weit geschafft hat. Aber ich kann das nicht glauben.. Vielleicht bin ich kalt ? Ich liebe meine Oma wirklich sehr, nur mit ihr kann ich richtig vertraut und so reden, sonst mit niemanden. Sie hat mit immer Sachen über die Familie erzählt, die ich nie wissen durfte und die meine restliche ''Familie'' mir immer verschwiegen hat. Ich hab auch über Jahre bei ihr gewohnt und war immer so Oma-kind. Ich kann nicht glauben dass sie bald nicht mehr da ist ? Ich kann es wirklich nicht was stimmt nicht mit mir? Kennt das jemand?. Was soll ich tun? ..

Danke :) ♥ ..

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von imehl47, 34

Ich kann gut verstehen, dass du das alles nicht richtig fassen und verarbeiten kannst. Oma gehört einfach für dich mit dazu, das war schon immer so, und das soll auch so bleiben. Jedenfalls wünschst du dir das.

Ich war auch Oma-Kind, und als sie ganz plötzlich starb, brach wirklich meine kleine Welt zusammen. Ich hatte mich bis dahin noch nie mit dem Tod auseinandergesetzt. Das war nur irgend etwas Mysteriöses, das immer die anderen betraf, nie einen selbst, nie die eigene Familie. Bis es dann eines Tages doch so weit ist, denn der Tod holt doch immer jedes Leben ein.

Was ist jetzt zu tun. Verbring möglichst viel Zeit mit ihr, erleichtere ihr, den "Rest" zu leben, laß immer durchblicken, wie dankbar du ihr bist. Besprich mit ihr noch alles, was du von ihr wissen möchtest, manchmal gibt es so Dinge in der Familiengeschichte, die man sich genauer erklären lassen muß; du hast ja schon angedeutet, dass ihr in der Hinsicht einen Draht miteiteinander habt. Sieh mit ihr gemeinsam eure Fotos an. 

Für dich wird das auch nicht einfach, aber du wirst daran reifen und erwachsen werden. Sag dir auch, dass deine Oma mit deiner Erziehung einen schönen Lebensinhalt hatte und dass du es ihr schuldest, jetzt für sie stark zu sein.

Antwort
von Pescatori, 26

Ich war noch Kind (11 Jahre) als meine Oma in Sterben lag.
Die Familie um mich herum weinte. Ich habe mir damals Spucke in die Augen
gerieben, weil ich dachte, dass auch ich dann verheult aussehe.

Nun hatte ich wohl nicht so eine enge, vertraute Beziehung zu meiner Oma wie Du zu Deiner. Aber meine Oma  war auch wichtig für mich und ihr Tod  mir bestimmt nicht gleichgültig.

Heute denke ich, dass ich als Kind wohl ein sichereres Gefühl für das Leben gehabt hatte, als in späteren Jahren - ein sicheres Gefühl für das Leben, das den Tod miteinschließt.

Auf eine sehr naive Weise war ich von der Vorstellung erfüllt, dass der Tod ein Übergang ist, dass meine Oma zwar nicht mehr sichtbar unter uns sein würde, aber trotzdem gegenwärtig

Es wäre anmaßend von mir, würde  ich auch Dir so eine Vorstellung unterstellen.

Doch meine ich schon, dass ich Dir sagen kann, dass Du Dir
über Deine Gefühle gegenüber Deiner Oma nicht die geringsten Sorgen machen musst.

Ich würde nach Gelegenheiten suchen,  bei ihr zu sein und auf
den Augenblick vertrauen, der Dir  eingibt, was beim Zusammensein gerade das Richtige ist:

Miteinander reden, schweigend beieinander sein, sich umarmen, Hände halten…… was auch immer Dir- Euch - in den Sinn kommt.

Ich wünsche Dir erfüllte Begegnungen mit Deiner Oma.  

Antwort
von oxxMariaxxo, 11

Hallo.
Ich bin 14 und hab selbst vor ca. 1 Monat meine Oma verloren.Sie hatte Krebs,was erst zu spät festgestellt wurde da sie nicht zum Artzt ging.Es kam soweit,dass sie in ihrer Wohnung ohnmächtig wurde und dann ins künstliche Koma versetzt wurde.Die Ärtzte gaben ihr keine Chance,dass sie jemals wieder aufwacht,doch sie hatte es geschafft und hat auch noch einen Monat gekämpft bis sie am Ende ihrer Kräfte war und eingeschlafen ist.Es war eine unheimlich schwere Zeit für mich und sie ist noch nicht vorbei.Ich habe auch selten vor meiner Familie geweint,vorallem nicht vor meinem Vater,schließlich war er dabei mit 35 Jahren seine Mutter zu verlieren,ich war immer vor ihm stark,weil es mir das Gefühl gab,wenn ich nicht zeige wie schlecht es mir geht,geht es ihm auch besser.Ich konnte auch vor ihm und den anderen nicht weinen,es ging nicht,da bist du nicht die Einzige.Doch glaub mir,irgendwann musst du dich bei jemandem so richtig ausheulen.Bei mir war es meine Mutter,irgendwann als ich nicht mehr konnte,als ich drohte daran zu ersticken lag, ich 3 Stunden in ihren Armen und hab einfach nur geweint,geweint und geweint.
Und ich denke du realisierst es auch noch nicht richtig das es so ist,du willst es nicht wahrhaben und deshalb bist du so,doch das ist völlig normal.

Für mich ist es besser so,dass meine Oma nun gestorben ist,es gibt kein Bangen,Hoffen und Kämpfen mehr,wir haben alle geweint und tun es immer noch,aber es war eine Art Befreiung.Am Samstag ist ihre Beerdigung,dies wird nochmal sehr emotional und ich möchte meinen Vater,meinen Onkel,meine Urgroßeltern,meine Tante ecetera nicht so leiden sehen,aber auch da muss ich nochmal durch und dann hoffe ich das ich damit ein wenig abschließen kann.

Und du,du schaffst das auch,es wird noch schwer werden und du wirst auch noch viel weinen auch wenn du es vielleicht nicht denkst,bleib stark.

Antwort
von silberwind58, 43

Dann glaubst Du es eben erst dann,wenn Sie wirklich nicht mehr da ist. Es ist ja nicht schlimm,das Du das jetzt noch nicht begreifst ,begreifen willst. Geniess die Zeit mit Deiner Oma,die Euch noch bleibt! Und,weinen ist kein Zeichen von Schwäche,wenn Du traurig bist und Dir ist zum weinen,dann lass Deinen Gefühlen freien Lauf!

Antwort
von comhb3mpqy, 8

Hallo,

ich kann Dich verstehen. Wie wäre es, wenn Du mit einem Menschen darüber redest? Vielleicht gibt es an Eurer Schule einen Vertrauenslehrer oder ähnliches. Wenn Du mit einem Menschen reden möchtest, den Du nicht kennst, dann gibt es dafür auch eine Lösung. Es gibt über das Internet und Telefon Seelsorge, die nichts kostet.

Ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod. Wenn Du an einigen Gründen/Argumenten interessiert bist, um daran zu glauben, dann kannst Du mich fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente.

Alles Gute

Antwort
von TreudoofeTomate, 37

Was nicht mit ihr stimmt? Sie ist alt und/ oder krank. Menschen sterben an so etwas.

Ich empfehle dir, es vor dir selbst nicht zu verleugnen. Denn das beraubt dich der Möglichkeit, Abschied zu nehmen. Denke immer daran, jedes Mal wenn du sie verlässt, könnte es das letzte Mal gewesen sein, dass du sie gesehen hast.

Kommentar von Wonnepoppen ,

" was stimmt nicht mit mir"!

Damit ist nicht die Oma gemeint, sondern die Frage Stellerin!

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Huch, stimmt. Ich habe tatsächlich "ihr" gelesen.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Das kommt vor!

Antwort
von Neuter, 35

ich bin mir ziemlich sicher, das du dich mit dem thema tod schon auseinandergesetzt hast, vielleicht auch passiv, ohne das es dir auffiel. zumindest war es bei mir mal so ähnlich... wenn man den tod einer person akzeptiert, bevor dieser überhaupt zum thema wird, dann findet man sich damit ab. war bei mir so, da ist mein opa gestorben. ich habe nicht geweint, weil es klar war das es so irgendwann kommen würde.

Antwort
von Nordseefan, 4

Das tut mir so leid, ich habe das vor einigen Jahren auch so ähnlich durchgemacht.

Aber du musst nicht stark sein, du darfst weinen, solltest es sogar. Das hilft dir, besser damit umzugehen.

Ob man dem Menschen die Wahrheit sagt, das er bald sterben wird oder  nicht sei mal dahingestellt.

Die Oma jedenfalls wird merken das ihr "anders" sein, das kann auch belasten. Vor allem wenn man den Grund nicht kennt.

Antwort
von Jiggy187, 36

nein, ich denke du verdrängst, ging mir auch so. du wirst weinen, spätestens dann wenn sie nicht mehr da ist und zwar wie ein schlosshund ;) genieß die zeit, die du noch hast, das kann man NIE mehr wiederholen, sonst macht man sich evtl vorwürfe später oder so 

Antwort
von Wonnepoppen, 26

wie alt ist deine Oma?

Ist sie schwer krank?

mit dir stimmt alles u. du bist auch nicht kalt, aber verdrängen solltest du das ganze nicht, es holt dich irgendwann mal ein!

wein ruhig, auch mit deiner Familie, sie tun es doch auch. 

das kennt nicht nur "jemand", sondern sehr viele!

Kommentar von Cansu26 ,

Ja sie ist schwer krank, 68 Jahre 

Kommentar von Wonnepoppen ,

Dann sieh es mal so:

Deine Oma hätte  es  dann überstanden u. es geht ihr danach besser, eine schwere  Krankheit ist eine große Belastung für einen Menschen u. auch für die Angehörigen!

vielleicht macht es das für dich etwas leichter?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten