Frage von beaven, 95

Depressiven Menschen helfen?

Wollte einfach mal fragen wie man als bekannter/freund menschen helfen kann oder sie aufheitern kann die depressiv sind z.b. eine Essstörung haben oder eben mit sich selbst extrem unzufrieden sind weil irgendwie komm ich mir so unbeholfen vor wenn ich immer sag "achwas ich mag das voll" oder "das ist voll hübsch oder so"

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Minilexikon, 61

Depression ist ein sehr schwieriges Thema. Ich würde dir raten, dich gut darüber zu informieren. Ich selbst bin depressiv und habe Monate gebraucht, bis ich einigermaßen sicher mit dem Thema umgehen konnte (heißt nicht, mit der Krankheit umgehen zu können).

Frage deine(n) Bekannte(n), wie es so ist und bezeuge dein Interesse und dass du ihn/sie nicht aufgrund seiner/ihrer Aussage bewerten willst. So fühlt man sich als Depressive(r) verstanden.

Konkret zu helfen ist immer so eine Sache. Wie man Hilfe gerne hätte, weiß man als Depressiver oft selber nicht. Wenn man ein gemeinsames Hobby hat, sollte man daran festhalten und die Person bitten, es weiterzumachen. Motivieren kann man die Person nicht/nicht immer. Man muss sehr viel Geduld und Nachsicht bei Depressiven haben.

Ganz wichtig ist auch, zu signalisieren, dass man der/dem Betroffenen helfen wird/würde, wenn er/sie eine Therapie beginnen möchte; zwingen sollte man allerdings nicht. Außerdem sollte man wenn möglich, immer mit einem offenen Ohr zur Seite stehen.

Kommentar von beaven ,

danke :)

Kommentar von Minilexikon ,

Sehr gerne :)
Ich will keine Schleichwerbung machen, aber wenn du Lust hast, kannst du gerne mal ein paar Blogbeiträge von mir zu diesem Thema lesen.

Bist du auf Twitter? Da kann ich dir empfehlen, mal Tweets zum Hashtag #NotJustSad zu lesen. Da lernt man eine Menge.

Kommentar von Codi1 ,

pass zudem auf das du dich nicht davon runterziehen lässt

menschen die man liebt nicht helfen zu können wie sehr man es auch versucht und sie unbedingt 'dort rausholen möchte kann wirklich hart sein..

Kommentar von Minilexikon ,

Da kann ich Codi1 zustimmen, das weiß ich aus Erfahrung. Mein Bruder ist auch depressiv und man muss lernen, das als Angehöriger in gewisser Weise zu akzeptieren.

Kommentar von beaven ,

ja ist kritisch

Kommentar von BaluDerTanzbaer ,

Außerdem sollte man wenn möglich, immer mit einem offenen Ohr zur Seite stehen.

Hmmpppfff... Najeienein...

Es ist natürlich wichtig, dass man einem depressiven Mitmenschen eine Schulter zum Anlehnen bietet, ihm dadurch Vertrauen und Mitgefühl entgegenbringt. Will man die Aussage so verstehen, dass man "zuhören" sollte, geht sie vielleicht gerade noch durch.

Allerdings ist es sehr kontraproduktiv, gemeinsam mit dem Betroffenen all seine "Probleme durchzusprechen". Aus vielen Gründen: Depressive Menschen sind mehr oder weniger Spezialisten darin, Dinge als unmöglich erscheinen zu lassen, die für gesunde Personen eigentlich einfach wirken.

Dies führt schnell zu "Du willst ja nur nicht", "mal nicht alles schwarz", "mach das so und so".. manchmal auch zu Ungeduld und Drang. Auf der anderen Seite hat der Depressive das alles längst durchdacht und Probleme entdeckt, warum dies und das und alles nicht funktioniert. Man spricht wie gegen eine Wand und findet keine Lösungen. Oft fehlt bei Angehörigen und Freunden das Verständnis dafür, dass ihr Gegenüber einfach nicht anders KANN.

Während dieser Gespräche passiert in BEIDEN Personen das gleiche: Die negative Denkstruktur des depressiven Menschen festigt sich in den Köpfen. Je mehr über die kleinen Probleme etc. geredet wird, desto mehr Präsenz bekommen sie. Auch als Angehöriger sollte man deshalb solche Gespräche vermeiden. Es ist das Allerwichtigste für Angehörige, auf sich selbst zu achten und darauf, dass es ihnen beim Kontakt auch gut geht.

Deshalb werden auch kaum noch Gesprächstherapien für depressive Verhaltensmuster angewendet, sondern immer mehr Verhaltenstherapien.

Viel besser der Ratschlag: Haltet an Hobbies fest, unternehmt aktiv was. Schau, dass die Person wieder unter Menschen kommt, dass etwas Farbe und neue Erlebnisse in dessen Leben kommen. Nimm Dich selbst nicht so wichtig und versuche Leichtigkeit, selbstverständlichen Spaß und freudige Bekanntschaften in sein Leben zu bringen. Auch Sport oder Bewegung allgemein helfen enorm weiter. Dabei ist allerdings sehr wichtig, dass wirklich nichts unter Zwang und Druck stattfindet.

Liebe Grüße,
Balu

Antwort
von Russpelzx3, 51

Du kannst da fast gar nichts tun. Ganz viel wird von Depressiven falsch interpretiert oder es gänzlich unwichtig für sie. Ein Psychologe ist bei solchen Menschen der jenige, der am besten helfen kann.

Antwort
von Codi1, 52

schwierig viele wollen können das gar nicht mehr hören einfach 

zuhören falls was ist oder sonst helfen wenn sie welche brauchen sich aufzwingen bringt nichts kostet kraft die man verschwendet

unternehmt einfach was ablenkung vom alltäglichen vielleicht

Antwort
von nil101, 26

Zuhören, mitfühlen !

Antwort
von einmensch23, 40

Mir hat mal der Satz damals geholfen "Nichts verändert sich in deinem Leben, bis du etwas daran änderst." den wenn man sich so ein paar Menschan anschaut bemerkt man das sie sich ständig über ihr Leben beschweren anstatt selber etwas zu unternehmen um das in ihrem Leben zu ändern was sie stört.

Kommentar von Minilexikon ,

Dein Leitsatz ist an sich okay, aber deine Einstellung zu Depression ist es meiner Meinung nach nicht. Du scheinst nicht zu wissen, dass Depression eine ernstzunehmende Krankheit ist, bei der man nicht mal eben Dinge macht, die gemacht werden müssen.

Und im Normalfall beschweren sich Depressive nicht bei anderen über ihr Leben. Entweder tun sie so, als sei alles okay oder sie versuchen es immer wieder und du siehst sie scheitern.

Kommentar von einmensch23 ,

Ich habe nie behauptet das ich es weis ich habe nur gesagt was mir damals geholfen hat und habe geglaubt das es auch anderen helfen kann und natürlich klapt es nicht auf anhieb aber es ist genauso wie mal einer sagte "Wenn du 10, 20 Jahre lang immer nur das selbe tust, wirst du auch weitere 10, 20 Jahre lang das selbe Ergebnis erhalten." auserdem Unterscheide ich Momentan von Menschen die wirklich unter einer Krankheit leiden oder einfach nur im Moment Depresiv sind weil sie mit sich selber unzufrieden sind und sie sich in einer Situation befinden in der sie nicht wissen was sie tun müssen um diese Situation in ihren Leben zu verändern.

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