Frage von spongimagkekse, 56

Depressionen...(Weiß nicht weiter)?

Hallo, Da es mir grad, wie so oft, einfach nur grauenhaft geht, schreibe ich jetzt mal den ganzen Mist aus meiner Seele und hoffe auf ein paar Ratschläge.

Ich bin 17 Jahre alt und seit März in psychotherapeutischer Behandlung. Der ausschlaggebende Punkt dafür war "Schulangst". Ich hatte nicht wirklich Angst davor, in die Schule zu gehen. Eher hatte ich Versagensängste, die aus den bisherigen Jahren und Noten durchaus begründet waren. Bin dann ein halbes Jahr nicht zur Schule gegangen. Seit August gehe ich nun auf eine neue Schule (Gesamtschule) und meine Noten sind deutlich besser!

Allerdings habe ich jetzt seit einigen Monaten ein weiteres "Problem".. Ich kann mich auf nichts mehr freuen. Ich hab schon fast vergessen, wie es sich anfühlt, Freude zu empfinden. Dabei hab' ich Erfolgserlebnisse in Schule und Hobby, Freunde, die alle hinter mir stehen. Zudem fühle ich mich einfach nur noch müde.. egal, wie lange ich geschlafen habe. Mir fehlt einfach jeden Tag die Motivation aufzustehen (in Ferien besonders schlimm). Hinzu kommt noch, dass ich es total schlimm finde, wenn mein Freud vor mir einschläft oder ich erst dann schlafen gehe, wenn niemand mehr wach ist. Ich denke, es ist ein Gefühl der Einsamkeit, aber ich kann es selbst nicht so richtig zuordnen. Manchmal ist es dann so schlimm, dass ich einfach heulen muss. Und wo ich bei dem Thema bin: Es gibt bestimmte Phasen, da geht es mir noch schlechter, als sonst. In diesen Phasen kann ich nicht mehr lachen und würde am liebsten direkt losheulen, so wie es heute Abend wieder der Fall ist und ich weiß nicht einmal, wieso ich so traurig bin. Ich könnte die ganze Nacht durchheulen. Und es ist nicht so, dass dieses Weinen gut tut, denn es hört einfach nicht auf, schafft keine Besserung Ich wünsche mir nur, einfach normal einschlafen zu können, mit Motivation und Freude das Leben genießen zu können, aber ich verstehe mich selbst ja nicht einmal.

Und zu meiner eigentlichen Frage: Sind das depressive Schübe, die ich da habe? Ich nehme mir immer vor, meine Psychotherapeutin darauf anzusprechen, aber wenn ich erst einmal da bin, ist diese Phase schon wieder vorbei und ich bin mir unsicher, ob ich sie nun darauf ansprechen soll.

Vielen Dank für euren Rat schonmal. Ein paar aufbauende Worte sind natürlich immer erwünscht, die kann ich gerade gut gebrauchen. :(

Antwort
von TechnicalMind, 14

Natürlich solltest du deine Therapeutin darauf ansprechen, die Schübe sind darum nicht mehr da, weil du dich bei ihr scheinbar wohl fühlst und ich denke auch, dass sie ziemlich zeitnah dann wieder kommen, wenn die Sitzung beendet ist und du sie nicht mehr siehst (oder irre ich mich?).

Ich kann dir jetzt alles mögliche raten, dir irgendwelche Tipps oder ein x-beliebiges Programm aufschreiben, wie du wieder glücklich wirst oder diese "Attaken" in den Griff bekommst. Aber so bin ich nicht, denn ich weiß, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist und das bedeutet auch, dass jeder andere Bedürfnisse hat und jeder seine Probleme anders lösen muss. Ich könnte dir vielleicht ein wenig helfen wenn ich dich sehr gut kennen würde, ich finde dieses Portal kann man nehmen um ein paar aufmunternte Worte zu kriegen, ja... das war's dann aber auch. Und bringen werden sie dir am Ende nichts. Du brauchst Leute, die dich kennen, welche dich eine Weile beobachten sollen, dein Verhalten analysieren, diese können dir dann auch helfen, vielleicht nicht in deine Psyche eindringen aber dich wieder auf den richtigen Weg bringen. Ich denke es ist nicht wirklich schlecht, dass du in die Therapie gehst, aber es gibt auch Menschen welche diesen Beruf praktizieren und absolut keine Ahung haben. Und das ist nicht die Minderheit. Da ich nun diesen sehr kurzen Prolog beendet habe, gehe ich auf deine Probleme ein.

  • Du fühlst dich nur noch Müde und kannst keine Freude mehr empfinden: Der Körper braucht um Freude zu empfinden Endorphine, ich denke, dass weißt du. Diese werden bei vielen Tätigkeiten produziert. Auch wenn man zum Beipiel etwas neues entdeckt oder neue Sachen sieht. Vielleicht solltest du mal mit deiner Familie und deinen Freunden in den Urlaub gehen oder auf Reisen. Dort siehst du neue Sachen, komplett neue Welten sozusagen. Außer du hast das schon probiert. Wenn du nicht aus dem Bett kommst, weil dir die Motivation fehlt, dann musst du Dinge finden, welche dir einfach immer Spaß machen, da sie für dich immer etwas neues bieten. Ich habe da so ein paar kleine Hobbys für mich entdeckt. Das kann zeichnen sein (du verbesserst dich immer und das motiviert einen), oder du fängst an ein Buch zu schreiben, schreibst über dein Leben aber eben als Geschichte mit anderen Charakteren verpackt, das hilft vielen Leuten. Ich denke, du wirst schon etwas finden, dass dir gefällt.
  • Du hast Angst, dass jemand vor dir einschläft, bzw, dass du alleine schlafen musst. Beobachte deinen Freund einfach, während er schläft und sei froh darüber, dass du ihn hast, streichel ihm über die Wange, hol dir ein gutes Buch, lies das und schau immer wieder zu ihm herüber. Vielleicht bringt dir das ja etwas.
  • Manchmal musst du einfach weinen und du fühlst dich auch dadurch nicht besser: Dein Gehirn bzw. deine Psyche merkt natürlich, dass etwas mit dir nicht stimmt. Vielleicht auch ein älteres Ereigniss aus der Vergangenheit. Ja ich weiß, das könnte jetzt jeder sagen, aber es ist wirklich oft so. Wie gesagt, deine Psyche merkt sich das und durch diese "Wein-Attaken" will sie dir mitteilen, dass es ihr schlecht geht. Ich denke du hast so etwas ähnliches wie Panikattaken, du hast auf keine Fall Deprissionen, zumindest keine "normale", bei einer Depression hat man mehr ein "Mir ist alles egal" verhalten und man versinkt in sich selber, isoliert sich von der Außenwelt, will nichts mehr von anderen wissen, das ist bei dir ja nicht so. Wenn du weinen musst, weine einfach. Und auch wenn es sich nicht gut anffühlt, weinen reinigt die Seele immer, wenn es auch nur ein kleines Pflaster ist, Pflastet bleibt Pflaster.

Liebste Grüße und ich wünsche dir gute Besserung!

Antwort
von Alterhaudegen75, 13

Hallo, ob das nun depressive Schübe sind ist von Person zu Person ganz unterschiedlich. Es liest sich aber so als wäre es so. Aus einer persönlichen Erfahrung her war es ganz ähnlich, und derjenige hat in der Tat Depressionen. Die Depressionen stellen sich meistens in mehreren Formen und Schweregrade da. Da ist also vieles möglich. Du solltest auf jeden Fall mit deiner Therapeutin darüber sprechen, bevor du in eine nicht ganz so schöne Spirale fest sitzt. Es täte vielleicht mal gut das alles so heraus zu lassen wie du es geschrieben hast. Vielleicht regelt sich da ja schon das Schlafproblem, wenn du den Ballast los bist. Es gibt da natürlich auch Medikamente die die Stimmung aufhellen und das Wohlbefinden erhöhen. Aber das ist eine eindeutige Sache für einen Arzt. Damit ist nicht unbedingt zu spaßen. Und bevor man nun irgendein Zeug schluckt, würde ich erst einmal alles andere probieren. Wichtig finde ich das du es raus lässt. Vielleicht kann sich dadurch ja wirklich schon ein wenig was verändern.

Antwort
von uknown, 27

Ja es sind Schübe deiner Krankheit. Es ist ganz offensichtlich , dass du deprissiv bist und ich denke das einzige sinnvolle ist deinem Therapeuten genau diese Frage vorzulesen. Ich will dir nichts falsches vorschlagen oder raten , weil ich mich mit deinem Krankheitsbild nicjt auskenne. Viel Glück aufjedenfall, ich Find es super dass du dir helfen lässt , ich hoffe es klappt alles

Kommentar von xXJonas359Xx ,

Das ist genau das richtige was man machen kann habe Erfahrung ! die helfen dort einem. bevor du in eine richtige Depression verfällst. du brauchst davor keine angst haben! viele reden abstoßend weil sie einfach keine Ahnung haben ! ich rate dir das auxh.

Antwort
von aacd0138, 18

Depression ist nur eine Phase, behaupte ich jetzt einfach mal. So war es zumindest bei mir. Irgendwann kommt der Punkt in deinem leben,da ändert sich das halt einfach. Ich kann es dir nicht erklären. Ich bin jetzt 21 und in deinem Alter hatte ich das Problem. Bis ich 19 knapp 20 war. Aber von heute auf morgen war es weg. Jetzt bin ich glücklich.
So Phasen gibt es oft, vor allem in der Pubertät. Also Steiger dich da nicht so rein. Es wird schon alles wieder gut.

Antwort
von YourNightmare23, 19

Sprich deine Therapeutin auf jeden Fall darauf an, sie ist schließlich da, um dir zu helfen.

Antwort
von twfj15, 23

Ich finde das traurig. Kopf hoch sonst fällt die Krone. Und versuch mal mit Personen die du gut anvertraust über das zu reden. Wünsche dir viel Erfolg :-)

Antwort
von spongimagkekse, 5

Vielen Dank für all' eure hilfreichen und netten Antworten! Da weiß ich leider schon gar nicht mehr, welche ich als hilfsreichste auszeichnen soll. :b

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