Frage von CuCuuu, 43

Depressionen/Bornoutsyndrom mit 21 Jahren?

Hallo zusammen, ich habe seit ca 2/3 Jahren ein Problem mit mir selbst. Es fing alles ca 2014 an und wurde schleichend schlimmer. Heute ist es so weit das ich die lebenslust verloren habe, jeder schritt jeder bewegung jede konfrontation ist zu schwer und kostet mich enorm viel kraft. Schicksalschläge hatte ich nicht, starke drogen nehme ich bis auf meinen Mariuhannakonsum und das auch nicht jeden tag sondern ehr selten und lediglich zum einschlafen weil dies auch ein riesen Problem bei mir ist, ich schlafe schlecht ein, wache oft auf und bin ständig müde. ich kann nicht mehr, ich möchte nicht mehr jeder Tag ist ein Kampf mit meinen gedanken. Ich greife jeden Tag zu Glücksspielen und treibe mich in Spielotheken rum, wo ich mein ganzes Geld verspiele, denn dies ist das einzige was mich alles vergessen lässt, der ort an dem ich Gedankenfrei sein kann und lediglich an den Gewinn denke. Ich bin seit 1 1/2 Jahren in der Ausbildung und habe dafür überhaupt keine Kraft, dies wollen meine Eltern nicht verstehen und machen mir zusätzlich ernormen Druck weil ich mein Abitur aufgrund der trennung meiner Grossen Liebe 2014 abgebrochen habe. Ich schleiche mich durch's Leben, ich teile mir meine Urlaubstage geregelt über das Jahr auf und mache so oft krank wie es nur geht. Vielleicht wird euch nun bewusst wie am Ende ich bin. Ich weiss es nicht, ich weiss nicht was mit mir los ist. Ich weiss nur das ich nicht mehr möchte. Bitte hilft mir, danke im vorraus.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo CuCuuu,

Schau mal bitte hier:
Depression Burnout

Antwort
von wirbella, 12

Da steckst ja in einem netten Kreislauf drinnen!

Aber ich bin sicher du kannst da wieder raus.

Woher das ganze kommt, kann ich dir auf die Ferne so schnell natürlich auch nicht sagen. Ich schreib dir mal ein paar Ideen:

  • Deine generelle Antriebslosigkeit, depressive Stimmung: Das kann viele Ursachen haben, z.B.

eine unpassende Darmflora (durch Stress, ungesunde Ernährung, negative Erlebnisse, ... kann sich die Zusammensetzung der Darmflora ändern, wodurch dann Nährstoffe nicht mehr so gut verstoffwechselt werden können; Nährstoffmangel begünstigt Depressionen)

Infektionen (akut oder chronisch oder auch nur latent, unbemerkt)

Nahrungsmittelunverträglichkeit (z.B. Gluten), wobei das nicht heißen muss, dass man diese Sachen dann ein Leben lang nicht mehr verträgt

durch eine Leberbelastung (vermindert die Lebensfreude)

durch Konflikte (und die Trennung von der großen Liebe kann wahrlich ein solcher Konflikt sein!)

  • Schlaf: guter Schlaf ist wichtig, damit du unter Tags Energie hast. Denkst du dein Schlafplatz passt? Kannst du das Bett probeweise mal woanders hinstellen (nur 1 Nacht ist zu wenig zum Ausprobieren, da müsstest schon 2-3 Wochen die neue Stelle testen)? Elektrische Geräte aus Schlafzimmer entfernen. Johanniskraut, Passionsblume, Königin der Nacht, ... es gibt diverse pflanzliche Tropfen die bei Schlafproblemen helfen
  • Spielen, Zocken: Bitte pass damit auf, das kann schnell in eine Sucht abrutschen. Und die ist dann nicht mehr so leicht wegzukriegen! Also such dir unbedingt Alternativen. Ich weiß schon, ein Spaziergang als Alternative ist jetzt nicht so der Burner, aber überleg mal was dir am ehesten gefällt. Draußen sein, was zeichnen, lesen, was mit den Händen werkeln, Bewegung, Fotografieren, ... Mir ist schon klar, dass da wahrscheinlich nichts ist, wofür du dich auf der Stelle richtig begeistern kann. Da heißt es das am ehesten Zusagende auswählen und dranbleiben, irgendwann kann man dann ohne dem nicht mehr leben (warum sonst gehen so viele Menschen laufen, wohl nicht weil´s so lustig ist. Nein, die haben angefangen und irgendwann hat sich das eingestellt dass sie es als ganz toll und angenehm empfanden und immer wieder laufen gehen wollen).
Antwort
von vierfarbeimer, 16

Da liegt bei dir zweifellos ein depressives Geschehen vor.

Aber hier wird dir niemand helfen können. Depressionen sind ernsthafte Gemütserkrankungen die der differenzierten Diagnose durch einen Facharzt bedürfen.  Du musst mit einem solchen Facharzt (Psychiater) darüber sprechen, das Kiffen dran geben und zusehen, dass du aus dem Teufelskreis des Glücksspiels raus kommst. 

Schlafstörungen, Einschlaf- und Durchschlafstörungen sind häufig die ersten Anzeichen einer Depression und es sind auch die Symptome, die mit Abklingen der Depression als letztes wieder verschwinden.

Ich bitte dich inständig und herzlich, dich einem Psychiater anzuvertrauen.

Antwort
von HeikePlauner, 24

Lass Dir von Deinem Hausarzt eine Überweisung zum Facharzt für Psychiatrie geben, damit man Dir hilft. Es hört sich nach einer depressiven Episode an, dies sollte aber vom Arzt genauer diagnostiziert werden.

Antwort
von ScharldeGohl, 21

Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber kann es nicht sein, dass du einfach nur ein wahnsinniges Weichei bist, dass sich von jedem Scheiß herunterziehen lässt?

Ich meine, wer fällt denn ins Bodenlose wenn sich eine Freundin trennt? Es gibt Frauen wie Sand am Meer. Da ist man zwei Tage mies drauf, und dann geht man los und sucht sich die nächste!

Und wenn einem die Ausbildung nicht gefällt, dann trifft man eine Entscheidung und beißt entweder die Zähne zusammen und zieht es durch, oder man kündigt und sucht sich etwas anderes.

Aber sich einfach nur in eine Spielothek zu setzen und das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen ist so ziemlich das feigste, was es gibt.

Und jetzt stellst Du hier fragen, damit andere Leute die in Lösungen bieten? Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, und so alt und abgedroschen dieser Satz auch sein mag, so trifft er doch immer wieder zu. Also beweg deinen Arsch und tue das wonach dir ist, und was gut für dich ist.

Zieh deine Turnschuhe an, lauf rund um den Block. Dann mach dir ein vernünftiges Frühstück, und dann geh auf die Arbeit. Und wenn du nach Hause kommst dann hängst du nicht doof rum, sondern du schwingst dich in deine Klamotten und gehst in ein Fitnessstudio und meldest dich an.

Oder wonach dir auch immer ist. Aber bleibt nicht hocken und warte darauf dass irgendjemand dein Patschehändchen nimmt und dir den Weg zum goldenen Topf am Ende des Regenbogens zeigt!

Tu mal genau das Gegenteil von dem , was Du die letzten Monate getan hast. Und du wirst blitzschnell sehen, dass es dir besser geht. Aber dieses rumhängen ist das allerletzte, das zieht Dich nur runter und runter und führt irgendwann in eine echte Depression.

Kommentar von Alanbar33 ,

Super Antwort echt 👍👍

Kommentar von Alanbar33 ,

Lange nicht mehr was vernünftiges gelesen weiter so ...

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