Frage von Say9009, 41

Depressionen und Sensibilität?

Hey,

Ich bin sehr sensibel im Thema 'persönliche Kritik'. Da könnt ich heulen und würd am liebsten wegrennen & nicht mehr zurück kommen. Z.B. wenn der Lehrer mir etwas unterstellt wie: Warum stellen sie die Bücher dahin? Denken sie, das ich es für Sie aufräume!?" Schon sowas ist schlimm für mich, da ich an sowas nicht mal denken würde...

Dann hab ich noch unheimliche Angst davor, Fehler zu machen. Das zerstört mich innerlich und ist bei mir ein äußerst heikles Thema. Hab eine riesengroße Versagens Angst, die sich durch Worte allein nicht "hemmen" lässt. Ich vertrage auch nicht viel und bin nervlich am Ende. An schlechten Tagen, treibt mich Geschirr geklapper in den Wahnsinn.

Nun mein eigentliches Problem, Ich komme damit nicht zurecht. Weder in der Familie, noch in der Schule oder sonst wo. Diese 'Sachen' sind bei mir schon so tief eingeprägt das ich sie nicht mehr ignorieren kann. Alle sagen immer: Das schaffst du! Spring über deinen Schatten! Sag zu dir selber, das du es hinbekommen wirst! Tja, und so wird immer auf mich eingeredet. Jeder redet auf mich ein, deshalb weiß ich aus Erfahrung das ich einfach nur nicken muss und schön "Ja, stimmt" sagen muss. Helfen tut es mir aber kein bisschen. Ich wohne bei meiner Oma, die sehr genau ist... und direkt, pingelig und Temperamentvoll. Sie versteht nicht, das ich eine harsche Tonart nicht verkrafte, obwohl sie weiß was meine Mutter+/Stiefmutter mit mir gemacht haben. Wegen ihnen bin ich heute so, zudem weiß meine Oma was ein Trauma ist, da sie selber eins bezüglich Wasser hat. Trotzdem scheint sie den "ernst" der Lage nicht zu verstehen, egal wie oft ich es ihr sage. Zudem meint sie, das ich agressiv bin. Ja, wenn jemand so mit mir umgeht/redet, reagiere ich sehr agressiv darauf. Das ist aber nur eine Schutzhülle für mich, weil ich nicht wie früher heulen und angst zeigen will. Wenn es mir aber zu viel wird, bröckelt sie und es passiert dann doch. Meine Oma war schon immer meine bezugsperson, der ich alles erzählen konnte. Deshalb wohne ich aich bei ihr, sie hat mich verstanden. Naja, sie wusste/weis wohl nicht wie schlecht es mir wirklich ging/geht. Ich weiß das es schwer ist, immer mit "sanfter Zunge" auf einen einzureden. Aber alles andere verletzt mich nur und stößt mich noch tiefer in das "dunkle Loch" der Depressionen. Demnächst hab ich einen Arzt Termin, da es mir körperlich auch nicht so gut geht. Mein Vater meinte aber, das diese, vom Kopf her kommen können. Das war bei ihm auch so. (Er war depressiv, weil ihn seine Vergangenheit eingeholt hat.)

Zsmfassung: Ich pack das nicht mehr. Es wird mir einfach zu viel. Am liebsten würde ich in einem großen Raum wohnen, abgelegen von allem. Mir eine komplett neue Familie erstellen, die mich liebt, akzeptiert und immer für mich da ist. Freunde auch. Nur leider geht das nicht... Was soll ich nur machen?

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Antwort
von Bennet82, 33

Ich bin selber psychisch krank. Und ich denke, du musst dich behandeln lassen. Egal wie du zu sowas stehst. Du hast nichts mehr zu verlieren. Wende dich an deinen Hausarzt oder so.

Kommentar von Say9009 ,

Das stimmt, ich glaube dass ich das nebenbei beim Arzt erwähnen  werde.

Antwort
von pilot350, 41

Du brauchst jetzt vor allem professionelle Hilfe. Gehe zum Hausarzt und lesen ihm Deinen Beitrag vor. Er wird das notwendige veranlassen, denn so kann es doch nicht weiter gehen.

Kommentar von Say9009 ,

Alles klar, mache einen. Danke für die Antwort 

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