Frage von kleinehexe01, 79

Depressionen tabu thema?

Warum wird Depression in unserer heutigen Gesellschaft so als tabu oder sehr schlimm dargestellt. Wenn jemand sagt er hat Depressionen dan sieht man erstmal komische Blicke klar kann sich kein gesunder Mensch nicht in ein depressiv kranker Mensch hineinversetzen aber das es so ein Tabu Thema ist ist komisch. Deswegen trauen sich die meisten Menschen mit Depressionen nicht sich Hilfe zu holen weil es ihnen Peinlich ist und \ oder weil sie Angst haben auf negative Reaktionen.

Antwort
von ShinyShadow, 28

Naja, es ist ja schon besser geworden....

Aber: Ist dir mal aufgefallen, wenn irgendwo über einen Suizid o.Ä. berichtet wird... wie dann immer eine riesen Diskussion los geht?

Viele schreiben, wie asozial und egoistisch sowas ist.... Das Problem: Menschen sind grundsätzlich abgeneigt von Themen (und oft auch Menschen), die für sie unbekannt sind. (Egal, ob es jetzt Flüchtlinge, Gothics, .... sind)
Daher reagieren sie so negativ auf depressive Menschen.

Das wird aber nicht der einzige Grund sein... Menschen mit Depressionen fühlen sich oft wertlos und unwichtig. Sie möchten anderen Menschen nicht zur Last fallen und holen sich deshalb keine Hilfe.

Wie man das lösen kann?! Schwierig. Ein erster Schritt wäre vermutlich eine bessere Aufklärung, schon zu Schulzeiten. So, dass depressive Menschen wissen, dass sie normal sind und dass Außenstehende lernen, mit dem Thema umzugehen.

Antwort
von conelke, 18

Ist das wirklich noch so? Meiner Meinung nach haben sich Depressionen als anerkannte Krankheit durchgesetzt. Ich denke eher, dass das eigentliche Problem darin besteht, dass viele denken, sie leiden an Depressionen, wenn es darum geht, ein Tief zu überwinden. Man kann in schlechten Phasen nicht immer gleich von Depressionen reden. Wenn ein Arzt jedoch Depressionen diagnostiziert, so glaube ich, dass heutzutage eher eine Bereitschaft zur Akzeptanz dieser besteht, als noch vor einigen Jahren.

Antwort
von glaubeesnicht, 38

Das kommt daher, weil das Wort Depression viel zu häufig mißbraucht wird. Schon Jugendliche behaupten, "depri" zu sein, nur weil sie mal schlecht drauf sind. Oder sie bekommen etwas nicht, schon sind sie wieder mal "depri"!

Depressionen sind eine schwere Erkrankung, die man ernst nehmen muß. Bei vielen Personen hat man allerdings den Eindruck, daß ihre Depressionen nur Einbildung sind, um sich damit ein wenig wichtig zu machen.

Kommentar von ShinyShadow ,

"depri" wird aber eher für "deprimiert" verwendet, oder?

Kommentar von glaubeesnicht ,

Die Personen, die ich gemeint haben, kennen den Unterschied zwischen deprimiert und einer Depression  überhaupt nicht. Das sind übrigens dieselben, die lauthals "pädophil" schreien, wenn ein 24-Jähriger mit eine 16-Jährigen zusammen ist, weil sie nicht wissen, was das Wort bedeutet. Gehört jetzt zwar nicht  zum Thema, mußte ich aber trotzdem mal sagen.

Kommentar von ShinyShadow ,

Ja, das stimmt auch wieder...

Und dass das Wort "Depressionen" zu häufig verwendet wird, ist leider auch wahr...

Und: wenn sich jemand damit wichtig macht, ist es eigentlich meistens keine ernste Krankheit...

Traurig, dass diese Menschen diese Krankheit so ins lächerliche ziehen...

Kommentar von glaubeesnicht ,

So sehe ich das auch!

Antwort
von BuMiiI, 40

Ich persönlich glaube nicht dass Depressionen ein Tabuthema sind. Bei mir im Freundeskreis gab es auch einen Fall von jemandem mit Depressionen (gerade mal 16). Ich glaube eher dass es manchmal negative Reaktionen darauf gibt, da sich viele als depressiv darstellen, obwohl sie es gar nicht sind und somit bemitleided werden wollen, was ich ziemlich asozial gegenüber wirklich depressiven Menschen finde, da dies natürlich dazu führen kann, dass man sowas nicht mehr ernst nimmt und somit auch nicht die Leute, denen es wirklich schlecht geht.

Antwort
von DoktorWhoCares, 29

"Depression" kommt aus dem Themenfeld der Psychoklinik/Psychatrie. Das wird bei weniger differenzierten Menschen häufig mit "verrückt", "irre", "wahnsinnig" gleichgesetzt.

Zudem ist es typisch für eine Depression dass man ohne objektive Faktoren zu deutlicher Trauer etc. neigt und sich dies auch äußert. Das wirkt auf viele Menschen obskur, und wie der Vorredner schrieb, neigen manche Menschen dazu Dinge abzulehnen, die sie nicht verstehen. Das ist natürlich besonders gravierend wenn das "Ding" ein "Mensch wie man selbst" ist.

Antwort
von Furzer, 29

Es gibt solche Menschen und solche.

Die über Depressive schimpfen, haben komischer Weise selbst depressive Angehörige in der Verwandtschaft.

Bei Ärzten gilt die Schweigepflicht, die sehen sofort wenn jemand ernsthaft psychische Leiden hat.

Du musst es nicht gerade jedem erzählen.

Viele Menschen verstehen die Krankheit, das sind meist gebildete Menschen, die sich darüber schlau gemacht hatten.

Ungebildete Menschen denken an Arbeitsverweigerung, aber mittlerweile ist Burnout und ähnliches eine Volkskrankheit und nicht zu unterschätzen.

Von wegen "schlechte Launen, Müdigkeit,.."

Da steckt mehr dahinter, man fühlt sich einfach im Stich gelassen und in einer seelischen Sackgasse - so meint man.Suizid kann schwere Folgen haben.

Kommentar von ShinyShadow ,

Die über Depressive schimpfen, haben komischer Weise selbst depressive Angehörige in der Verwandtschaft.

Ja? Ich hab die Erfahrung eher andersrum gemacht... Dass die Leute da voll ablehnend reagieren, die absolut 0 Berührungspunkte damit hatten bisher im Leben.... Scheint wohl solche und solche Leute zu geben.

Kommentar von Furzer ,

Ich rede nur von meinem Umfeld

Antwort
von brido, 22

Bei den schwersten sieht man gar nichts, weil die Leute funktionnieren. 

Kommentar von Furzer ,

Leider!

Antwort
von Silneos, 29

Ich schätze mal weil es nicht "normal" ist und man besorgt ist um die Person. Ich habe selber Sorgen, Ängste und öfter auch das Gefühl das mich niemand braucht. Menschen mit Depressionen SOLLTEN sich mit Anderen denen Sie vertrauen auseinander setzen. 

Antwort
von technikou78, 37

1. Benutzen viele Leute den Begriff "Depression" auch, wenn sie mal ein paar Tage schlecht drauf sind. Also ist die Aussage einer Person, dass sie Depressionen hat, noch lange kein Zeichen dafür, dass es stimmt.

2. Depressionen sind eine Quelle von negativer Energie. Die meisten Menschen möchten in ihrem Alltag nicht mit negativer Energie konfrontiert werden. Vermutlich, weil sie sich dann mit den schlechteren Seiten von sich selbst und ihrem Leben auseinandersetzen müssen.

3. Für Menschen, die aus erster oder zweiter Hand keine Erfahrungen damit gemacht haben, sind Depressionen etwas, was sie nicht im Ansatz verstehen können. Und sowas wird immer erstmal abgelehnt.

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