Frage von laura1964, 82

Depressionen oder Pubertät, helft mir bitte ?

Hallo,
[Ich bin 14 fast 15 (w).]
Mir geht es schon ziemlich lange ziemlich schlecht. Ich weine oft, ich zweifle oft, hasse mich, denke öfters auch an Suizid, ich hatte auch schon öfters welche zusammenbrüche.
Mit geht's einfach scheie
[ ich hab zwar sehr gute Freunde aber mit denen kann ich einfach nicht über sowas reden]

Ich wollte nur fragen ob das alles zur Pubertät gehört , und wenn ja wann es wieder weggeht und wenn nicht was ich dann machen soll.
Natürlich weiß ich dass ich dann zum Arzt gehen sollte. Aber ich traue mich nicht das alles irgendjemanden anzuvertrauen. Ich habe auch Angst zum Physiologen zu gehen oder einen Test zu machen. Apropos Test, um Internet habe ich auch ein paar Tests gemacht und da kam meistens 'mittlere bis schwere Depressionen' raus.
Bitte helft mir. Was soll ich machen ?
Lg ich
[wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten :)]

Antwort
von Dukkhanirodha, 19

Hallo Laura,
gut, dass du hier den Mut gefunden hast, etwas über
deine Situation zu schreiben. Vielleicht kannst du meiner Antwort ja
etwas wertvolles abgewinnen. Warum meinst du denn, dass es dir schlecht
geht? Was ist passiert oder passiert immer noch? Ich möchte versuchen zu
beantworten, ob deine Situation "normal" ist und was man gegebenfalls
machen kann, damit sich diese Situation verbessert.

Ein Stück weit ist es normal, dass man, wenn man 14 oder 15 ist, manchmal weint und vielleicht auch noch, wenn es einem ausnahmsweise einmal richtig
schlecht geht, an Suizid denkt, aber wenn es "oft" vorkommt (wie du
geschrieben hast), dann ist es nicht normal und es empfiehlt sich, etwas
zu unternehmen. Du erwähntest auch Zusammenbrüche, etwas was definitiv
nicht "normal" ist. Du meintest, es sei richtig zum Arzt zu gehen (der
dich dann eventuell zum Psychologen überweist) - dem stimme ich zu, dass
wäre intelligent und das solltest du machen. Vielleicht gibt es in
deiner Schule eine "Vertrauensperson" oder vielleicht sogar direkt einen
Psychologen mit dem man sprechen kann - es kann sehr hilfreich sein,
von Menschen verstanden und geleitet zu werden, das Thema ungezwungen
ansprechen zu dürfen ohne schief angeschaut zu werden. Keine Angst
davor!

Weil ich deine Situation nicht genau kenne, kann ich nur eher allgemein auf die Frage antworten, was man dagegen tun kann. Es kann viele Gründe haben oft zu weinen, emotional zusammenzubrechen und an Suizid zu denken. Etwas heftiges bei dir im Hintergrund scheint aber ziemlich sicher, es deutet darauf hin. Oft ist dies, auf das engste Umfeld zurückzuführen. Es kann sein, dass man in diesem engen Umfeld (Familie, engerer Bekanntenkreis etc. oder auch anderswo) sehr negativen Dingen wie Vergewaltigung (-en), körperlicher Gewalt, ständiger Kritik und Beleidigungen ausgesetzt wird oder dass seinem dort einfach das Gefühl vermittelt wird, dass man so wie man ist, nicht gut genug ist.

Eine oft ungewollte Überlastung durch verstärkes Erzeugen von Schuldgefühlen und vermehrten Sorgen in den Kindern, weil die z.B. die Eltern
Alkoholkrank oder anders abhängig sind, vielleicht selber an Depressionen leiden, kann auch Grund für starkes Unglück sein. Der eigene Antrieb leidet in diesen Situationen, die Motivation etwas zu sagen oder zu tun schwindet aus Angst einer negativen Reaktion. Es fehlen positive Impulse, jemand der zum Reden oder Tun auffordert und einen dabei anfeuert. Im schlimmsten Fall wird
dies eine feste Neigung und man wird depressiv und denkt an Suizid. Dies
passiert  in der Regel, wenn man mit selbst schlecht geprägten und unglücklichen Menschen zusammen ist. Die von dir genannten Symptome
können aber z.B. auch "nur" mit Liebeskummer zusammenhängen. In jedem
Falle empfiehlt es sich aber zu handeln.

Falls es heftige Dinge wie Vergewaltigung oder körperliche Gewalt, aber auch verbale Gewalt in Form von starken Beleidigungen, ist, dann sollte man sich so schnell wie möglich von diesem Umfeld trennen und sich Hilfe suchen, die
es auch schnell gibt (z.B. beim Jugendamt). Falls es nicht so heftig sein sollte, empfehlen sich weniger harte Methoden.

Hier ein paar allgemeine Dinge die zu einem glücklichen Leben beitragen: In der Regel ist es der Fall, dass wenn du mit glücklichen Menschen zusammen bist, du auch glücklich wirst. Suche dir, wenn du glücklich sein möchtest -
als allgemeine Regel - glückliche Menschen in deinem Umfeld (Erwachsene,
wie Gleichaltrige), lass dich von ihnen prägen aber dränge dich nicht
auf, sonder gib zurück wo du es kannst. Hilf dabei den Traurigen, wenn
du es tragen kannst und bei deiner Hilfe nicht selber untergehst - am
Ende hat davon nämlich niemand was. Sei zuerst selber glücklich, bevor
du anderen hilfst, aber verletze niemanden auf der Suche nach deinem
Glück. Finde auch viel Entspannung in Einsamkeit und Ruhe, denn in der
Ruhe liegt die Kraft. Glückliche und unabhängige Menschen können in der
Regel sehr gut alleine sein. Sei großzügig und ein wertvoller Teil der
Gesellschaft, denn dann wird sie (die Gesellschaft) dir in der Regel
auch mit Vergnügen einen guten Platz zuweisen. Denke mit Dankbarkeit an
das, was dir andere Menschen Gutes tun.

Es empfiehlt sich mit der Sexualität auf einen Partner zu warten, dem man wirklich vertraut, keine Eile dabei, lieber länger prüfen. Wenn alle anderen bereits Erfahrungen haben oder sich vielleicht eher wahllos hingeben, ist das
deren Angelegenheit und ein sehr hohes Risiko für sie verletzt und
enttäuscht zu werden, neben Möglichkeiten der verfrühten und ungewollten
Schwangerschaft oder Krankheiten. Beschäftige dich mit Themen,
Religionen und Philosophien, die ein gutes und glückliches Leben
behandeln und beschreiben, lies davon viel und lass dich davon beeinflussen - Bücher können das Leben zum Guten verändern und sollten Grundbestandteil des Alltags sein. Du bist gut, so wie du bist, vermutlich nur ungünstig "eingestellt", in gewisser Weise ähnlich wie man auch etwas meschanisches einstellt - es muss nur mehr oder weniger justiert werden das Ganze, bevor es geschmeidig läuft, mehr nicht im Grunde. Ich hoffe ich konnte helfen, auch wenn nur ein wenig.

Liebe Grüße
Dukkhanirodha

Antwort
von pingu72, 26

Das gehört zur Pubertät und ist leider völlig normal, da musst du durch. Es wird aber mit der Zeit immer besser. 

Unternehme viel mit Freunden und lenke dich ab, mehr kannst du nicht tun.

Antwort
von TheMentaIist, 42

Ja, ein Stück weit. Manchmal ist man ganz traurig, manchmal ganz glücklich. Schieb die Gedanken zur Seite, lenk dich ab etc. :)

Antwort
von Sblad, 15

Gehört zur Pubertät ! Lenk dich einfach bisschen ab ﹠ Treffe dich mit Freunden ,... . Doch wenn du selber merkst,dass es immer schlimmer wird rede  mit deinen Eltern darüber ! Auch wenn du dich Vlt nicht traust , werden sie dir mit Sicherheit weiter helfen !

Antwort
von Unamedonee, 37

So geht es mir such manchmal. Vielleicht drückt dich was aber du weißt nicht was. Mach was mit Freunden die werden dir schon helfen :)

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