Frage von tsomo, 55

Depressionen oder einfach nur schlecht drauf?

Schon seit einem Jahr ungefähr bin ich immer relativ schlecht drauf. Also eigentlich mehr so richtig unglücklich. Das war anfangs weniger schlimm und zwischen durch (für ein, zwei Monate) wurd's dann auch mal besser. Aber jetzt seit mindestens 3 Monaten ist alles irgendwie schlimmer geworden. Ich bin irgendwie nur noch unglücklich, bin ständig müde und erschöpft (was aber auch daran liegen kann, dass ich kaum noch schlafe, weil ich weder ein- noch durchschlafen kann). Eine Zeit lang habe ich immer grundlos angefangen zu weinen, und jetzt kann ich irgendwie gar nicht mehr weinen, was echt komisch ist... Wie ich mich fühle kann ich nicht mals richtig beschreiben. Ich bin einfach nur noch fertig, verzweifelt und durchgängig traurig. Auch habe ich in letzter Zeit kaum noch Lust auf irgendwas, ich will nur noch in meinem Bett liegen, weil nichts mehr Spaß zu machen scheint. Alles wirkt so richtig sinnlos. Aber versucht mich umzubringen, habe ich nie. Allerdings würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich noch nie drüber nachgedacht hätte. Aber das muss auch nichts heißen. Was mir allerdings gelegentlich passiert, ist, dass ich mich selbst verletze, wenn einfach alles zu viel wird. Das kommt aber echt nicht all zu oft vor. Und es sind noch viele andere Kleinigkeiten, die mir auffallen und mich mehr oder weniger belasten, aber vielleicht reagiere ich auch einfach nur über und bilde mir alles bloß ein. Es ist ja schließlich nicht alles schrecklich, es gibt auch gute Tage, an denen ich relativ viel lache und nicht so durchgängig schlecht drauf bin. Aber trotzdem nie so richtig glüklich. Wie gesagt vielleicht reagiere ich über, da eigentlich nichts schlimmes in meinem Leben passiert ist und ich mir das alles nicht erklären kann.
Sollte ich mir Sorgen machen oder übertreibe ich einfach nur?

Antwort
von voayager, 14

Es läßt sich nicht wirklich definiweren, wann eine Depression beginnt, wo ihre untere "Schwelle" liegt. Wenn mehrere Parameter der Beeinträchtigung vorliegen, dann kann man wohl von eineer D. sprechen, also nicht nur Stimmungstief, sondern auch Schlafstörungen, Appetilosigkeit, sexuelle Unlust und Gefühl der Müdigkeit.

Antwort
von kleinefrechemau, 11

Die Sache ist die, dass es heutzutage vielen Menschen ähnlich geht. Die Lebensumstände sind dafür verantwortlich, die werden sich aber von heute auf morgen auch nicht ändern. Mir geht's ähnlich wie dir und ich bin inzwischen so verzweifelt, dass ich überlege, in ein anderes Land auszuwandern, dass noch nicht derart industrialisiert ist, in dem man sich noch Zeit für sich nehmen kann und nicht immer nur funktionieren soll. Ich kann nicht einschlafen, nicht durchschlafen, esse kaum noch etwas. Bin am nächsten Morgen geräderter als am Abend zuvor und schlepp mich trotzdem jeden Tag zur Arbeit. Vielleicht ist die Welt hier auch für dich zu hektisch und zu unsensibel. Ob es eine Depression ist, kann dir allerdings nur ein Arzt beantworten (doch auch da gibt's schwarze Schafe).

Antwort
von Nintendoflocke, 21

Doch mal zum Arzt

Antwort
von Katexx, 22

Hatte so etwas die letzten zwei Jahre auch. Ich glaube dir fehlt der Reiz fürs Leben. Mal darüber nachgedacht was du alles erreichen willst? Was bereitet dir denn Freude?

Mir haben Erfolge in der Schule geholfen. Allein das Gefühl etwas erreicht zu haben hilft. Dann will man auch nur weiter Gas geben wenn man das Gefühl von Glück genießen kann.

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