Frage von NotHappyEnogh, 39

Ist es kontraprodukitv negative Geschichten zu schreiben, wenn man Depressionen hat?

Hallo! Ich hab da mal eine Frage: ich schreibe gerne Geschichten, zeichne gerne und so Sachen. Meine Geschichten handeln meistens von negativeren Dingen, teilweise Richtung Krimi, manchmal Lebensläufe aus der Sicht eines depressiven (hauptsächlich mein Leben), zerbrochene Liebe und all so was. Meine Bilder sind hauptsächlich Zeichnungen in Richtung Manga, auch weder ziemlich negativ. Situationen, die Suizide darstellen, schlechte Menschen, sowas halt. Nebenbei: ich bin depressiv. Jetzt meinen voll viele, dass es kontraproduktiv ist, weil es meine Gedanken verstärkt. Wie sehr ihr das? Bitte um begründete Meinungen :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Myhuky3, 6

Es kann durchaus helfen, zu versuchen seine Gefühle in Worten aufzuschreiben. Daran ist an sich nichts falsch. Achte aber dabei darauf das vielleicht nicht alle Geschichten im Suizid enden und das sie dich nicht runterziehen :)
Gute besserung ;)

Antwort
von Morikei, 39

Das müsstest du doch selber merken? Wenn du dich, wie beschrieben, kreativ auslebst, geht es,dir danach dann besser oder schlechter?

Also wenn ich zB einen emotionalen Zusammenbruch habe und mir dann negative Texte und Bilder auf Tumblr reinziehe, geht es mir nur noch schlechter.

Ein mal habe ich aber ein sehr negatives brutales Bild gemalt, als es mir schlecht ging. Danach ging es mir besser, weil ich meinen Gefühlen Ausdruck  erleihen und sie rauslassen konnte.

Manche Dinge triggern halt, manche nicht. Du müsstest selber merken ob das schreiben und malen dir hilft, deine gedanken besser zu verarbeiten oder ob es alles noch schlechter macht.

Kommentar von NotHappyEnogh ,

Irendwo hilft es mir, weil ich damit im Prinzip meine Gedanken sortieren kann, aber irgendwie geht es mir danach nicht wirklich besser wie vorher..

Antwort
von JBEZorg, 11

Kommt auf das psychologische Profil des Patienten an. :) Manche können sich gerade auf die Weise von ihren inneren Spannungen befreien, manche ziehst es tiefer runter. Wie es für Dich ist musst Du wissen. Jedenfalls wenn es die 2.Variante steht dem nichts im Wege es in die 1.Variante umzuwandeln. Du musst begreifen, dass Du selbst und Deine Psyche ein Bausatz ist an dem Du dein Leben lang arbeiten kannst. Du solltest die Emotionen nicht als etwas unumstössliches, als höhere Gewalt wahnemhen, gegen die Du Dich nicht wehren kannst. Manche die Emotionen zur Enegriequelle, auch die negativen. Und künstlerische Verarbeitung davon ist auch ein guter Weg.

Antwort
von Stamera, 17

Seh ich jetzt nicht so. Liegt vielleicht auch daran das ich selber drunter leide. Ich hab früher Gedichte geschrieben und die sind auch alle sehr negativ. Man muss ja irgendwie seine Gefühle nach aussen bringen und das ist bei Deppresiven nicht immer einfach und so hast du halt etwas wo du dich anderen mitteilen kannst. Es muss dir gefallen was du zeichnest, nicht den "Anderen". Mir hat vor kurzem mal jemand gesagt: "Zeichne/Male das was du willst und wenn du das Blatt nur komplett schwarz ausmalst." 

Antwort
von Nicki04, 14

huhu :)

also ich habe selbst depressionen...ich weiß wie schwer das ist :/

ich denke du verarbeitest damit auch viele dinge...sowie träume...

solange du keine wahren selbstmordgedanken hast oder so in etwa denke ich nicht dass es schlimm ist :)

tu das, was dir gerade gut tut und viel glück weiterhin :3

Kommentar von NotHappyEnogh ,

Eben das ist das problem. Ich bin/war akut suizidgefährdet.. Teilweise hab ich einfach so Bilder im Kopf, wie ich auf der Brücke stehe, mit Kopfhörern auf den Gleisen sitze oder so..

Kommentar von Nicki04 ,

hast du eine person mit der du darüber sprechen kannst? jemanden dem du sehr vertraust? wenn nein, solltest du mal zu einem psychiater gehen...tu ich auch demnächst.

ich weiß ja nicht ob du noch zur schule gehst oder arbeitest, aber wenn es wirklich so schlimm ist solltest du eine auszeit nehmen...jeder arzt wird dich deshalb krank schreiben. ich bin im moment auch im krankenstand deshalb...

Kommentar von NotHappyEnogh ,

Ich bin auf der Suche nach einer Klinik, habe heute die Ausbildung abgebrochen, einfach weil ich damit nicht mehr zurecht komme. Aber die Kliniken haben Wartezeiten von um die 6 Wochen..

Kommentar von Nicki04 ,

ich habe als ich meinen nervenzusammenbruch hatte den kriesendienst angerufen. musst nur in google eingeben (weiß leider nicht wo du wohnst) und dann wenn es dir wirklich schlecht geht ruf dort an. ich habe damals über eine stunde mit einem sehr netten mann telefoniert, der mir sehr geholfen hat...er zählt dir dann ganz viele möglichkeiten auf was du tun kannst und gibt dir viele nummern die dir weiter helfen werden! also keine scheu, die sind sehr nett (sind ja immerhin auf solche situationen geschult).

wenn du nochwas brauchst, ich bin auch für dich da, sollte dir das helfen ^^

viel glück :3

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