Frage von cuboter, 63

Depressionen - Mutter reagiert mit Aggressivität. Hat jemand einen Rat?

Guten Tag. Ich bezweifle stark, dass dies das Richtige Portal für diese Frage ist aber ich versuchs trozdem. Ich bin 14 Jahre alt und nun schon seit über einem Jahr stark depressiv. Ich bin ein Misantroph und habe auch suizidale Gedanken, der Drang diese Tat zu begehen ist auch vorhanden. Ich habe meinen nächsten Termin beim Psychologen am Montag und werde vermutlich eine Einweisung in eine Klinik bekommen. Des weiterem fühle ich mich ständig und überall beobachtet.Nachts ist es besonderst schlimm.

Nun habe ich es vor einem Monat meiner Mutter erzählt. Kurz dadrauf hat sie angefangen mir zu sagen, wie schwer sie es doch hat und dass ich mich nicht so anstellen soll.Sie meinte, dass ich nur Aufmerksamkeit will und dafür sie so in den Dreck ziehen würde, auf ihren Gefühlen herumtrampel usw... Mir ging es danach richtig elend (Sie hat mir auch einige Fragen über alles mögliche gestellt, aber ich konnte nicht antworten weil ich zu verwirrt war.Das hat sie auch wieder persönlich aufgegriffen)

Ich weiß nicht, mit wem ich noch reden kann oder wie ich meine Mutter davon überzeugen kann, dass ich sie nicht nur ausnutze... Sie ist ein sehr temperamentvoller Mensch, nicht umbedingt feinfühlig und nimmt wirklich alles persönlich. Bitte um Rat...

Antwort
von Tasha, 12

Wenn Du jetzt nur die Zeit bis Montag überbrücken willst, kannst Du die Telefonseelsorge/ Nummer gegen Kummer anrufen. Oder in einem Forum posten, z. B. diesem hier:

https://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/

Vielleicht kannst Du auch mit einem anderen Verwandten reden.

Mit Deiner Mutter würde ich erst mal nicht mehr reden und vielleicht sogar lügen, dass sich das Thema erledigt hat bzw. allg. die Aussagen etwas herunterschrauben, wenn das bedeutet, dass Du weniger Aggressivität abbekommst. Wenn Du morgen dringend mit jemandem reden musst, suche mal ein Jugendzentrum oder eine Familienbildungsstätte oder eine Sozialstation etc. in Deiner Nähe - oft gibt es dort kostenlose Beratungen. So hättest Du erst mal vor Ort einen Ansprechpartner, der Dir evtl. einen Rat geben kann. Wenn Du zur Schule gehst, kannst Du auch versuchen, einen Lehrer zu finden, der nach der Schule noch eine Stunde Zeit für Dich hätte (Lehrer, dem Du vertraust natürlich). Vielleicht hilft Dir das, das Wochenende zu überbrücken. Vielleicht kann so eine Person - oder Dein Therapeut - auch mal mit Deiner Mutter reden. 

Es kann sein, dass sie, statt Deine Probleme zu sehen, Angst hat, als Versagerin dazustehen und daher zur Aggression - also Anschuldigung - greift, um ihre Angst durch das Verweisen der "Schuld" auf Dich zu übertragen. Mache Dir (und evtl. später ihr) klar, dass nicht unbedingt einer von Euch "Schuld" hat und dass eine Depression zwar eine Ursache hat, aber nicht unmittelbar. Das heißt, es gibt zwar einen Auslöser, aber wenn es Dir akut schlecht geht muss nicht jemand direkt "daran schuld sein". Überlege, was Du am Wochenende für Dich tun kannst, damit es Dir etwas besser geht. Vielleicht gibt es etwas, das Dich geistig oder körperlich ablenken kann (Spiel, Film, Buch, Sport, Musik, Hobby etc.). Eventuell auch etwas, das Du machen kannst, ohne direkt mit Deiner Mutter konfrontiert zu sein, also in Deinem Zimmer oder an einem anderen Ort (Verein, Freund, Verwandter etc.).

Bitte Deinen Therapeuten unbedingt, Deiner Mutter die Situation noch mal zu erklären oder relevante Stichpunkte für sie aufzuschreiben, damit nicht immer nur Du selbst der Vermittler zwischen Dir und ihr sein musst.

Gute Besserung!

Antwort
von Korinna, 17

hi, da machst du jetzt echt viel durch, aber das bleibt nicht so. Es ist jetzt eine schlimme Phase. Deine Mutter ist da unwissend und bekommt Schuldgefühle ("Was habe ich falsch gemacht?"). Man kann einem Menschen, der unter einer Depression leidet, auch nicht einfach sagen "Reiß dich zusammen". Ich finde, am besten wäre es, wenn der behandelnde Arzt ein Gespräch mit deiner Mutter führt und sie mal aufklärt. LG und alles Gute für dich, Korinna

Antwort
von Ille1811, 10

Hallo Cuboter!

So wie deine Mutter verhalten sich leider sehr viele Menschen. Krankheiten, die sie nicht kennen, weil sie nicht selbst davon betroffen sind, gibt es für sie nicht. :-(

Und auch das Überschütten mit den eigenen Problemen ist leider 'normal'.

Wenn mein Mann im Krankenhaus ist, dann will er nicht, dass seine Bekannten das erfahren. Warum? Vielen Menschen besuchen Kranke im Krankenhaus, um über ihre eigenen Krankheiten und Probleme zu reden. Der Kranke kann ja nicht weglaufen!!!!!!!!!!!!!!!!

Wenn du eine Einweisung in die Klinik bekommst, dann bitte darum, dass es erst mal eine Kontaktsperre zu deiner Mutter gibt. So kannst du zu dir kommen und dich unbeeinflusst auf deine Genesung konzentrieren.

Antwort
von georgiaaa, 20

Ich würde dir raten die Frage später nochmal zu stellen. Gegen Nachmittag/Abend. Dann sind viel mehr User online und dann kriegst du auch gescheite antworten :)

Antwort
von missott, 22

ich hab zwar keine Antwort.. aber du tust mir so leid:( bitte bleib stark, such dir Hilfe beim Arzt!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten