Frage von 1995SAM,

Depressionen mit 17 Jahren!

Hallo zusammen

Ich weiss einfach nicht weiter! Ich habe letzten Sommer eine Lehrstelle als Hochbauzeichner begonnen. Schon beim Schnuppern erschien mir der Betrieb unsympatisch. Aber ich dachte, dass ich keine andere Stelle bekommen werde. Also habe ich zugesagt und den Lehrvertrag unterschrieben. Mir ging es immer schlechter und schlechter. Mein Chef kritisierte immer etwas, jeden Tag. Letztendlich war es nicht nur konstruktive Kritik, sonder auch persönliche. Er sagte mir zum Beispiel, dass ich keine Persönlichkeit habe. Angeblich sage ich meine Meinung nicht und dieses ständige Lächeln würde mich auch nicht weiterbringen. Dass brachte das Fass zum überlaufen, vor zwei Monaten habe ich mit dem Ritzen begonnen. Ich habe den Fehler bei mir gesucht und dies war sozusagen eine Bestrafung für mich selbst. Zuerst am Handgelenk, aber dann haben es meine Eltern entdeckt. Ich musste ihnen versprechen, dass ich damit aufhören würde. Ich habe es eine Woche durchgehalten. Dann habe ich wieder begonnen, aber diesmal an Bauch, Rücken und Schultern. Denn dort würden sie es nicht sehen, da ein T-Shirt alle Narben verdeckt. Aber beim Unmziehen im Sport haben es die anderen Mitschüler entdeckt. Danach wusste es die ganze Klasse. Sie haben es meinem Lehrer gesagt, ohne mein wissen. Sie alle wussten nicht, wie sie mir helfen konnten. Ausser eine, sie hat mich darauf angesprochen und ich öffnete mich ihr. Aber es half nicht wirklich. Vor 3 Wochen wollte ich mich wiedermal umbringen, habe sogar einen Abschiedsbrief geschrieben. Ich habe schon zwei Versuche hinter mir, jetzt sind es drei. Früher hat mein Vater mich geschlagen. Am nächsten Tag ging ich in die Schule. Meine Schulkollegin wollte das ich zum Psychologen gehe. Das taten wir dann auch, noch am selben Tag. Um 3 Uhr haben wir den Unterricht abgebrochen und gingen. Bis um 9 Uhr waren wir beim Psychologen, meine Eltern waren informiert worden und ich musste wegen akuter Selbstmordgefahr in die Klinik, noch am selben Tag! In der Klinik war fast 2 Wochen in der Klinik, habe sogar mein Geburtstag dort gefeiert, es war der schönste meines Lebens. Es gefiel mir in der Klinik so sehr. Aber ich musste gehen und ich vermisse die Klinik jeden Tag. Gestern ging ich auf Besuch dorthin, es war so schön. Heute habe ich eine Absage bekommen, ich suche nach einer neuen Lehrstelle. Ich werde mich beim Berufsinspektor erkundigen, aber ich sehe schwarz, da zur Zeit keine anderen Lehrstellen offen sind, bis auf die eine, die mir absagte. Ich weiss einfach nicht weiter! Ich habe Depressionen mit 17! Und heute Abend gehe ich zum Psychiater, habe ambulante Therapie, einmal die Woche. Meine Eltern wollen davon nichts wissen, sie tun als ob nie was gewesen seie. Mein Vater sagte mir ich muss die 10 % von der Krankenkasse selbst bezahlen, alle Therapien und den Klinikaufenthalt. Oder wie er es nennt: Deine Ferien!!! Ich fühle mich wieder so einsam und leer. Ich kann keine Minute alleine sein, ohne mich wohl dabei zu fühlen.

Hilfreichste Antwort von Rundt,

Hi Sam ! Deine Eltern-ich möchte ja nicht bösartig klingen,aber das sind doch wirklich die Allerletzten.Überhaupt deine Situation als FERIEN zu bezeichnen,zeigt,aus wecher Richtung bei denen der Wind pustet. Versuche mir mal zu erklären,was du jetzt ganau konkret am liebsten tun würdest,mal sehen,ob man was für dich organisieren kann,so das am Ende vielleicht sogar die Eltern dran ihr Gefallen finden.Du könntest ja auch wieder zurück zu deiner alten Arbeitsstelle,ich nehme mir den Quälgeist dann gehörig mal zur Brust und dann wird er mit Sicherheit ein anständiger Arbeitgeber werden.Das können wir noch reichlich durchdiskutieren-entweder hier,oder wenn du es schnell und zügig willst hier:49-02064-476422.Ganz herzliche Grüße von einem empörten Jürgen.

Antwort von RudiRuessel2011,

Hallo,

Du hast von Deinem Krankenhausaufenthalt geschwärmt und Deinen dort gefeierten Geburtstag als den Schönsten Deines Lebens bezeichnet. Was hat Dir in der Klinik so sehr gefallen?

Angenommen Du könntest Dir eine Lehrstelle aussuchen: was würdest Du am liebsten machen? Versuche Dir diese Frage zu beantworten.

Ich weiß nicht wo Du wohnst, aber dass es außer Deiner alten Lehrstellen keine andere gibt, ist so sicher nicht zutreffend. Schaumal beispielsweise hier: http://www.arbeitsagentur.de/Dienststellen/RD-S/Chemnitz/AA/Buerger/Ausbildung/G... Überlege, ob es vielleicht für Dich hilfreich wäre, Dein gewohntes Umfeld zu verlassen und an einem anderen Ort eine Lehrstelle anzunehmen.

Helfen Dir Deine wöchentlichen Sitzungen mit dem Psychiater? Sprecht Ihr über Deine Vergangenheit oder Deine Zukunft? Wenn der Schwerpunkt auf Deiner Vergangenheit liegt, solltest Du versuchen, jemanden zu finden der lösungsorientiert berät. Wenn Du in die Vergangenheit schaust, die offenbar nicht so schön war, dann zieht Dich das emotional runter, weil Du Dich mit Deinen Problemen beschäftigst. Was war kann man nicht ändern. Was kommt aber schon, allerdings nicht, wenn man nur in den Rückspiegel schaut, wie es die traditionelle Psychoanalyse macht, sondern nach vorne.

Stell Dir vor während Du heute nacht schläfst, passiert ein Wunder. Deine Gefühle von Einsamkeit und innerer Leere verschwinden und Deine ganze Depression. Du merkst es aber nicht, weil Du schläfst. Morgen früh wachst Du dann auf und beginnst mit Deinem Tag. 1. Woran merkst Du, dass dieses Wunder geschehen ist? 2. Was ist dann anders? Was wirst Du dann tun, was Du jetzt nicht tust? 3. Was wird den Menschen, die Dich kennen als erstes auffallen?

Überlege Dir auf einer Skala von 1 bis 10 wobei 1 für "Ich weiß überhaupt nicht mehr weiter, bin total depressiv" und 10 für "Mir geht es großartig" steht, wie Du Deine aktuelle Gefühlslage bewertest. Dann beantworte Dir die oben genannten Fragen. Anschließend bewerte Deine Gefühlslage erneut. Hat sich was verändert? Vielleicht sogar zum besseren? Wenn Du es von einer 1 auf eine 2 geschafft haben solltest, dann überlege was passieren müsste und was Du tun kannst, um auf eine Drei zu kommen.

Viel Erfolg!

Kommentar von 1995SAM,

Hey =)

Also, in der Psychiatrie hat mir besonders gut gefallen, dass ich nie alleine war. Man wohnt zusammen, ungefähr 15 Personen in einem Haushalt! Ich habe mich mit allen Patienten bestens Verstanden und vermisse diese schöne Zeit jeden Tag. Zudem gab es einen Pfleger, zu dem man immer gehen konnte, wenn man ein Problem hatte. Es war einfach immer jemand da für mich, dass vermisse ich. =,(

Ich würde gerne als Hochbauzeichner weiter arbeiten, damit ich in der selben, tollen Klasse bleiben kann. Ansonsten würde mich auch die Gastronomie interessieren, im Hotel zum Beispiel. =)

Ich wohne in einem kleinen Bauerndorf in der nähe von der Grossstadt Zürich, Schweiz. Aber eben, im Internet habe ich keine weiteren Lehrstellen gefunden. Darum denke ich auch nicht, dass der Berufsinspektor mir da noch gross weiterhelfen kann. =(

Ich gehe gern zum Psychiater, der kann mich wirklich gut verstehen. Wir sprechen sowohl über die Vergangenheit als auch über die Zukunft. Zur Zeit beschäftigen wir uns mehr mit dem kommenden, also mit der Zukunft. =)

Ich würde es im verlaufe vom Tag merken, ich hätte keinen Streit mit meinen Eltern und die ganze Welt strahlt vor Glück. Ich würde mich dann nicht mehr so alleine fühlen. Ich weiss nicht, was ich dann tun würde, aber es wäre sicher besser. Ihnen wird es wohl nicht gross auffallen, aber mir. Ich müsste mich nicht mehr mit Notlügen durch den Tag schleichen. =)

Dass mit der Skala von eins bis zehn mache ich schon jede Stunde, ich muss es für den Psychiater immer aufschreiben. Ich habe Stimmungsschwankungen, es gab sogar einen Moment, da ging meine Stimmung von eins direkt auf 10. Ging dann aber auch wieder zurück. Ich habe mit meinem Psychiater gesprochen, ob ich Antidepressiva bekommen kann und Appetit anregende Medikamente, da ich fast nie esse. Aber meine Eltern stellen sich total dagegen, mein Vater sagte sogar, dass es diese Krankheit (Depressionen) gar nicht gibt, dass ist alles nur Einbildung. Ich bin eigentlich Kerngesund, sagte er. Er sagt, wenn ich diese Medikamente nehmen muss, dann darf ich nicht mehr zur Therapie. Ich hasse ihn dafür. =,(

Danke! =)

Liebe Grüsse von Sam! =)

Antwort von ikbinschlau,

du gehst zu ner Jugendpsychiatrie und sagst, dass du dich umbringen würdest, falls sie dich nicht nehmen. Falls das nicht klappt gehst du zur Polizei und sagst das dort nochmal. Müsste klappen, falls nicht trotzdem nicht umbringen, frag dann nochmal in diesem Forum

Kommentar von AnnikaKue,

Wow, das hat ihm bestimmt wirklich geholfen! Man, ihm gehts dreckig und du machst dich auch noch lustig drüber... Was soll das?!

Kommentar von ikbinschlau,

lustiger Kommentar, gehört hier aber nicht hin, annikakue

Antwort von 1995SAM,

Gerade habe ich dem Berufsinspektor angerufen, der ist aber erst wieder am Dienstag erreichbar. Auf Lehrstellensuche kann ich nicht gehen, da es keine mehr hat, bis auf die eine, die mir absagte. Gerade habe ich wieder einen Anfall wegen den Depressionen, aber niemand ist da und kann mir helfen, niemand hat Zeit, alle sind am Arbeiten und ich bin allein!

Antwort von robo1997,

Hört sich ganz schlimm an :( Versuch die einfach einzureden ICH BIN DER GRÖSTE UND ALLE ANDEREN SIND LUSAS, oder MICH MACHEN EIN PAAR BELEIDIGUNGEN VON EINEM VIX..R NICHT FERTIG. Und mit dem ausbildungsplatz, such einfach weiter... Mit dem ausbildungsplatz kann ich dir leider nicht weiterhelfen aber lass es mit den Selbstmorden einfach das leben ist zu kostbar damit du es dir nimmst!!!!

Viel Glück noch :)

LG

Antwort von BlackApple,

Das ist schrecklich. Aber immerhin machst du eine Therapie und lässt dir helfen. Ich bin 16 und leide auch schon an schweren depressionen. schon seit ein par Jahren... aber ich habe angst mir helfen zu lassen.

Falls du deinen Chef mal wieder siehst: Pfeiff ihm gehörig deine Meinung. Er ist ein verdammtes Ar***. Er hat nicht nur deine Arbeit kritisiert, sondern auch noch dich Persönlich! Ich glaub der hat auch psychische Probleme und sucht einfach Leute an denen er seine schlechte Laune raus lassen kann. Behandelt er andere aus dem Betrieb auch so? Dann könnt ihr euch ja zusammen schließen und mit ihm reden.

Und Kopf hoch. Da du erst 17 bist hast du bessere chancen einen Job zu bekommen als erwachsene.. Und mit deinen Eltern solltest du auch mal reden. Ich glaube denen ist nicht richtig klar, wie schlecht es dir geht und, dass das keine Ferien sind die du da machst.! Deine eltern wollen doch sicherlich auch, dass es dir wieder besser geht. Wenn du tot bist können sie dir nicht mehr helfen!

Ich hoffe dir wird es bald besser gehen. LG BlackApple

Kommentar von BlackApple,

-Man muss den Mut haben zu Leben, sterben kann jeder.

-Nehmt die Menschen so wie sie sind, andere gibt es nicht!

Die Sprüche heitern mich manchmal auf :)

Antwort von SportIsMyLife,

ok, also deine Geschichte ist echt nicht schön.. das ist kein leben.. Ich weiß aber wie du dich fühlst.. Bin nur noch jünger als 17.. Ich wünsche dir auf jeden Fall sehr sehr sehr viel Glück, dass alles wieder gut wird ! ♥ Alles Gute :/ LG♥

Antwort von Aquarina,

du brauchst dringend psychologisch Hilfe, denn allein schaffst du das nicht. Das musst du auch nicht allein bewältigen, da es dafür viele Hilfen für dich gibt. Lasse dich nicht von deinen Eltern davon abbringen den Weg der Therapie zu gehen. ..wenn nötig auch stationär. Wenn du nicht eingeweisen wirst, dann kannst du dich auch selbst einweisen. Das ist bei Gefahr möglich. ich wünsche dir viel Kraft!

Kommentar von 1995SAM,

Ich wurde ja schon stationär eingewiesen. Bin aber wieder entlassen und habe jetzt ambulante Therapien! Die Zeit in der Psychiatrie war die schönste meines Lebens, aber jetzt ist alles wieder wie früher!

Antwort von patayaKirsch,

Vielleicht brauchst du ein Hobby um deinen angestauten Agressionen loszuwerden, z.B. Kickboxen oder so! Ich denke sowas könnte dir schon etwas helfen!

Antwort von 1995SAM,

In der Klinik hat es mir gut gefallen, ich war nie alleine und es war immer ein Pfleger da, also eine Bezugsperson zum Reden. Aber jetzt bin ich wieder allein. Meine Diagnose in der Klinik: Depressionen mit Suizidgedanken und Ritz-Sucht, Soziale Ängstlichkeit. Liebe Grüsse,1995SAM!

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  • Das Kompetenznetz Depression ... Das Kompetenznetz Depression, Suizidalität ist ein bundesweites Netzwerk zur Optimierung von Forschung und Versorgung im Bereich depressiver Erkrankungen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): http://www.kompetenznetz-depression.de/ Empfehlenswert!

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