Frage von Lebensecht500, 138

Depressionen, Krankschreibung, Urlaub?

Ich mache mir starke Sorgen um meine Freundin. Sie sagt schon oft, dass sie keinen Sinn mehr im Leben findet und nicht mehr Leben möchte. Jetzt hat sie auch noch erhebliche privtae Probleme (familienbedingte) Sie will einfach nur weg von hier. Was kann ich tun, am Besten wäre ein kleines Haus, ein paar Wochen, indem sie einfach abschalten kann. Eine Kur oder so etwas mit richtigen Therapieansätzen kommt für sie nicht in Frage. ich möchte sie nicht einweisen lassen, da es dadurch nur noch schlimmer wird... Sie muss einfach mal weg. Gibt es Psychologen in nähe Wiesbaden, Einrichtungen, an die man sich wenden könnte. Hat jemand Erfahrungen damit??

BITTE UM ANTWORTEN!!!!

VIELEN DANT

Antwort
von toomuchtrouble, 84

Im Sinne von "es darf auf keinen Fall nach Therapie riechen" wird es schwierig. Auch das kleine Häuschen in den Bergen über dem Mittelmeer wird nur in Kinofilmen akzeptiert oder Du fährst mit ihr zusammen für einige Wochen in die Stille, was ihre Probleme aber auch nur verlagert. Grundsätzlich sollte sie sich aber in jedem Fall erst einmal unbefristet krankschreiben lassen. Sie muss beim Hausarzt sagen "ich kann nicht mehr", dass reicht für einige Wochen, ohne dass sie gleich in die Klinik muss. Sie sollte dann nur Aktivitäten zeigen und einen/eine TherapeutIn suchen.

Die Haltung "wasch mich aber mach mich nicht nass" ist natürlich sehr verbreitet und wird dann inakzeptabel, wenn auch noch die Freundin bei diesem Eiertanz mitmacht. Deine Freundin braucht professionelle Hilfe und ja, es gibt haufenweise TherapeutInnen im Raum Wiesbaden. Leider muss man sich darum kümmern und vieles hängt nicht zuletzt davon ab, ob sie gesetzlich oder privatversichert/Beihilfeberechtigt ist.

https://www.therapie.de/psychotherapie/-ergebnisse-/?ort=Wiesbaden&arbeitssc...

Wenn man auf eine Therapeutin geht (platt gesagt: Depressive verlieben sich zu häufig in ihre männlichen Therapeuten), gibt es aktuell 19 qualifizierte Frauen mit Kassenzulassung. Wenn man dann noch ca. die Hälfte wegen zu jung oder anderen Defiziten herausnimmt, bleiben etwa 10 übrig. Anrufen und Termin für probatorisches Gespräch vereinbaren. Mit viel Glück kann sie in 2-3 Monaten eine Gesprächstherapie beginnen.

Wenn die Stufe zu hoch ist, berät das Frauengesundheitszentrum kompetent über Möglichkeiten in der Region. Unter den Mitarbeiterinnen sticht mir dabei ins Auge:


Ute Keyes, Erzieherin, systemische Therapeutin DGSF, Marte Meo Beraterin

http://www.fgz-sirona.de/

Antwort
von Bharidi, 59

Meiner Erfahrung nach wird eine kurze Auszeit langfrsitig nicht viel helfen, wenn sie ihren jetzigen Alltag als sehr belastend und unbefriedigend empfindet. Versucht doch mal gemeinsam zu analysieren, was genau ihr zu schaffen macht und ob man Lösungsansätze finden kann, wie man bestimmte Lebensbereiche und Verhaltensweisen besser ausbalancieren kann.

Ein Arztbesuch für nen umfassenden Gesundheits-Check wäre auch nicht verkehrt, damit man körperliche Ursachen ausschließen kann. Schilddrüse, Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten, Nährmangel, Verspannungen und Muskelverkrampfungen, Schlafstörung (Schlafapnoe), Medikamente usw.

Antwort
von AnnaSophie2, 49

Rede mit ihr, wenn sie sich nicht helfen lassen will kann man nicht viel machen. Ich kenne das wollte mir nie helfen lassen habe alles in mich rein gefressen wurde immer schlimmer bis ich dann im Krankenhaus den Entschluss gefasst habe das es endgültig reicht. Ich hatte eine ambulante Therapeutin und bin jetzt in einer psychosomatischen Klinin und ich kann nur sagen das das extrem hilft ! Und man hat viel mehr Freiheit als in einer KJP oder so.

Antwort
von Krjhg, 47

SIe kann auf jeden Fall erst mal zum Hausarzt und sich wegen psychischer Belastung krank schreiben lassen. Und der Arzt kennt sicher richtige Ansprechpartner :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community