Frage von LostAsAlice, 65

Depressionen im Alter von 14?

So, ich habe diese Frage schon einmal gestellt, aber es ist jetzt schlimmer geworden. Also, ich werde hier jetzt einfach mal ein paar Gründe nennen, die mich annehmen lassen, dass ich Depressionen habe. Ich kann seit längerem Nachts nicht einschlafen. Meistens kann ich dann erst um zwei Uhr frühs einschlafen. Um sechs Uhr muss ich jedoch wieder aufstehen und zur Schule gehen. An Wochenenden ist das genau so, nur, dass ich da dann um acht bis zehn Uhr aufwache. Oft habe ich auch das Gefühl, dass ich nicht richtig da bin. So wie in Watte gepackt, ich nehme alles nur gedämpft wahr. So, als passiere alles in Zeitlupe. Wenn ich über die Straße gehe und ein Auto vorbeifahren sehe, frage ich mich oft, wie das wäre, wenn ich stehen bliebe und mich das Auto überfahrt. Wie sehr es weh täte und, ob das die einfachste Art wäre zu sterben. Ausserdem möchte ich mich nicht mehr mit Freunden treffen. Ich habe einfach keine Lust mich anzuziehen und nach draußen zu gehen. Ich möchte einfach nur alleine sein. Ich möchte auch mit niemandem reden, weil ich es als sinnlos empfinde, sich über solch belanglose Themen zu unterhalten, wie es die meisten tun. Mir fällt es sehr schwer eine Entscheidung zu treffen. Auch wenn es so etwas ist, wie, soll ich meine Haare glätten oder lockig lassen? Soll ich mich schminken, oder denken dann alle, ich bin viel zu jung für Schminke. Ich kann mich überhaupt nicht konzentrieren. In der Schule oder wenn mir meine Mutter irgenwas erzählt. Ich vergesse die gesagten Worte sehr schnell. Deshalb wiederhole ich die Dinge, die jemand zu mir sagt in meinem Kopf, um sie nicht gleich zu vergessen. Manchmal fange ich einfach an zu weinen, weil ich Angst habe, dass ich für immer in einem solchen Zustand gefangen sein werde. Ich weine auch über Sachen, die nie passiert sind. Ich denke über Szenarien nach, die überhaupt nicht real sind und fange dann an zu weinen. Das Einzige, was ich mache ist lesen und Musik hören. Ich gehe zwar noch ins Volleyballtraining, aber ich kann mich da gar nicht konzentrieren, bin immer müde und insgesamt weiß ich einfach nicht mehr weiter. Außen sehe ich sehr gepflegt und fröhlich aus. Deshalb würde niemand von mir denken, dass ich so denke. Mit meinen Eltern kann ich nicht darüber reden. Mein Vater hält mich schon jetzt für nicht normal und will nichts mit mir zu tun haben, solange ich mich nicht normal verhalte. Das liegt daran, dass ich vor zwei Jahren oft Panikattacken hatte und er das nicht akzeptiert. Mit meiner Mutter kann ich auch nicht reden, da ich nicht wirklich diese Mutter-Tochter-Beziehung habe. Ich hoffe mir kann jemand helfen, beziehungsweise erklären, was ich dagegen machen kann. Vielen Dank schon mal im Voraus und entschuldigung, dass aus der Beschreibung ein ganzer Roman geworden ist.

Antwort
von AlphaEditsMC, 31

Ich würde nicht unbedingt sagen das du Dpressiv bist. Mir geht es in den meisten Punkten genauso wie dir, aber ich würde mich deswegen jetzt auch nicht als Depressiv bezeichen.

Das du Nachts nicht schlafen kannst muss nicht mit einer Depression zusammenhängen. Es kann sein, dass dies nur eine Phase ist oder du eben ein Mensch bist der allgemein wenig schläft.

Das du dich frägst wie es wäre Tot zu sein ist etwas beunruhigend aber auch nicht ungewöhnlich. Jeder frägt sich einmal wie es ist Tot zu sein. Doch wenn sich daraus ein Wunsch entwickelt zu sterben, ein regelrechtes Verlangen, dann solltest du definitv einen Psychologen aufsuchen.

Das du dich nicht mit Freunden treffen möchtest und nicht über belanglose Themen sprechen möchtest, kann ich auch etwas verstehen. Doch du solltest wirklich nicht den Kontakt zu Freunden abbrechen oder sie ignorieren. Gerade in deinem Fall kann Ablenkung sehr gut tun.

Zu dem Thema mit den Entscheidungen kann ich nur sagen; mach einfach was du für richtig hältst. Du solltest dich nicht so sehr darum kümmern was andere von dir halten.

Das mit dem Konzentrations Problem kann auch auf z. B. AD(H)S zurück zu führen sein. Es kann aber auch einfach sein, dass es dich kein bisschen interessiert. In diesem Fall, einfach zwingen die zu konzentrieren.

Angst ist etwas ganz Menschliches und wenn du sehr Emotional bist, kann es auch sein das du niemals geschehen Ereignisse oder Ereignisse die sich in der Zukunft ereigen könnten/werden traurig bist.

Du solltest dich auf jeden Fall auch deinen Eltern anvertrauen. Egal ob die Beziehung zu ihnen nicht so gut ist. Sie werden Verständnis für deine Situation haben und dir helfen.

Abschließend kann ich nur sagen, ich bin kein Psychologe und kann deshalb auch keine genaue Diagnose zu dir und deiner Situation stellen. Wenn es sich weiter verschlimmert und du mehr und mehr einen Wunsch verspürst zu sterben, suche bitte einen Psychologen auf.

Kommentar von LostAsAlice ,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Ich möchte mich aber wirklich nicht an meine Eltern wenden. Ich möchte sie nicht enttäuschen. ADHS habe ich bestimmt nicht, also das hoffe ich. Um ehrlich zu sein bin ich aber froh, dass du sagst, dass das nicht unbedingt Anzeichen für Depressionen sind. Ich möchte einfach nicht, dass ich wirklich irgendetwas habe. Ich habe Angst vor einer Diagnose, die festlegen wird, dass ich wirklich verrückt bin. Noch einmal kurz zu den Konzentrationsstörungen. Mich interessiert schon, was die Lehrer/meine Mutter zu sagen hat. Ich bin aber oft in Gedanken ganz wo anders und schaffe es dan nicht da wegzukommen. Ich höre zu, aber ich bekomme alles nur so gedämpft mit. Manchmal bekomme ich dann Angst, dass es für immer so sein wird-dass ich nie mehr richtig zuhören kann.

Kommentar von AlphaEditsMC ,

Wegen der Konzentartion, das hört sich für schon nach Symptomen für ADS an. Ich muss aber sagen, es ist nicht schlimm ADS zu haben, es gibt dafür Medikamente und es ist auch keine Schande. Ich möchte dir auch keine Angst machen, denn ich halte es eher für unwahrscheinlich das du ADS hast. Wenn man depressiv ist, ist man auch nicht verrückt. Eine Depression kann man sehr gut behandeln, wenn es Professionell geschieht.

Wenn du das Gefühl hast es nicht mehr auszuhalten, dass alles zusammenbricht, dann wende dich an jemanden. Zum Beispiel: Eltern, Freunde, Lehrer, usw. es gibt auch spezielle Nummern bei denen du anrufen kannst. Und auch ich stehe dir jeder Zeit zur "verfügung" wenn du dich ausprechen möchtest.

Antwort
von xFragezeichen, 24

Hey Hallo. Du bist im einem Alter wo du langsam erwachsen wirst. Das ist ohnehin eine verwirrende Zeit. Die einen erleben es sehr intensiv, die anderen eher weniger.

Du denkst sehr viel über Dinge nach. Damit beschäftigst du dich hauptsächlich, richtig? Da kann es natürlich sein, dass der Kopf so voll ist, dass man andere Dinge schnell vergisst. Passiert mir mit 30 sogar noch.

Die Panikattaken kommen wohl auch daher, dass du über zu viele Dinge nachdenkst und nicht schläfst.

Hast du eine Vermutung weshalb du so viel nachdenkst? Macht dir irgendetwas Angst oder fürchtest du dich vor etwas?

Etwas Sport kann den Kopf frei machen. Joggen oder Laufen eventuell, da du ja eher gerne alleine bist. Gehe laufen wo es zwar sicher ist, aber keine großen Menschenmengen sind und sag deiner Mutter Bescheid wo du lang läufst, damit sie sich keine Sorgen macht.

Ich war früher auch gerne Mal alleine. Ich mochte es schon mich mit Leuten zu treffen, genoss aber auch Mal das Alleine sein. Wenn man aber zu lange Alleine ist und mit Niemandem redet führt das wiederrum zu Depressionen. Man muss ja nicht immer über Schminke reden (normal, dass manche das doof finden). Es gibt auch andere Gesprächsthemen. Du kannst ja Mal mit Jemandem über die Zukunft reden. Welchen Beruf du erlernen möchtest, wo du wohnen willst, usw. Da kann eigentlich jeder mitreden.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. Sollten noch Fragen sein, stehe ich gerne zur Verfügung.

Kommentar von LostAsAlice ,

Das ist ja das Problem. Ich bin mir sicher, jeder wird mir sagen, es ist nur eine Phase. Das bringt mir aber nichts, da ich dann ja trotzdem in dieser Phase feststecke. Zumindest im Moment. Ich bin schon öfters Joggen gegangen, aber danach hatte ich immer noch dieses Gefühl antriebslos zu sein. Im allgemeinen möchte ich nicht mit Leuten reden, da ich oft einfach keine Lust habe mit ihnen zu reden. 

Trotzdem vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort
von Quickcast, 18

Depressionen kann man in so ziemlich jedem Alter bekommen, die Anzeichen die du nennst lassen darauf schließen, dass du unter Depressionen leidest.
Ich weiß der Schritt ist schwer, das kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, aber such dir Hilfe, rede mit deinem Allgemein Arzt der wird dir dann wahrscheinlich eine Psychotherapie vorschlagen. Und da kommt der Punkt der schwer ist, du musst es von dir aus wollen geholfen zu werden.
Es ist auch nichts schlimmes dabei, weil so wie du dich fühlst (aus dem was ich da lesen konnte), wird es nur immer schwieriger für dich.
Depressionen gehen allein eigentlich nicht weg, darum ist es wichtig, dass du da Eigeninitiative zeigst und etwas dagegen machen willst, nur dann kann es wieder bergauf gehen. :)
Bei weiteren Fragen melde dich gerne.

Kommentar von LostAsAlice ,

Das Problem ist nur meine Eltern. Ich kann sie nicht enttäuschen. Sie müssten schon sehr viel durchmachen und ich möchte nicht, dass sie eine Therapie für mich bezahlen müssen, oder sich Sorgen um mich machen. Ich möchte Ihnen einfach nicht zur Last fallen.. trotzdem danke für deine Antwort

Kommentar von Quickcast ,

Ich kenne das Problem mit den Eltern und die Therapie übernimmt die Krankenkasse. Versuch einfach deine Eltern darauf anzusprechen auch, wenn das hart ist, dann sagst du sowas wie ich weiß ihr habt es nicht gerade leicht mit mir das weiß ich, aber ich versuch das zu ändern. Ich denke die meisten Eltern werden um das Wohlbefinden und die Gesundheit des Kindes besorgt sein. Fall nicht gleich mit der Tür ins Haus bezüglich deiner Suizidgedanken. Ich kann dir das echt nur ans Herz legen, besonders darüber reden ist sehr wichtig, sonst frisst man das in sich rein und das kann zu Magengeschwüren etc führen und das ist nicht schön sowas zu haben.

Antwort
von einfachichseinn, 8

Das einzige, was du wirklich tun kannst, ist deinen Hausarzt aufsuchen. Diesen über deine Probleme aufzuklären und zu hoffen, dass er dir eine Überweisung für einen Psychotherapeuten ausstellt.

Antwort
von lovetodance2, 15

Ich kenne mich damit zwar nicht aus aber du hast recht auf einen Psychologen wenn du nicht mit deinen Eltern reden kannst..

Antwort
von unicornbeta, 18

In der Pubertät haben viele Depressive Phasen, das heißt aber nicht, dass es einfach so wieder weggeht. Das kann zwar passieren, ich würde mich aber nicht drauf verlassen.

Leider kann ich dir keine Tipps geben, ich wollte dir nur alles Gute für dein Leben wünschen und ich hoffe, es ist nur eine Phase und geht bald vorbei. Tipps bekommst du hoffentlich genug vom Rest der Community.

LG unicorn

Antwort
von rawierawie, 20

Hier stellt dir keiner eine Diagnose und wenn doch, ist das Quacksalberei! Eine gesicherte Diagnose stellt dir dein Arzt und er gibt dir Tipps! Wende dich an ihn!

Kommentar von LostAsAlice ,

Ich möchte aber nicht zum Arzt. Dann müsste ich ja meiner Mom etwas davon erzählen. Außerdem habe ich Angst, dass er mich dann als verrückt erklärt und ich dann in eine psychiatrische Anstalt muss. 

Kommentar von rawierawie ,

Und eben in der Psychiatrie wird dir geholfen! Es ist weit weniger schlimm, als du glaubst, denn dort wird dir geholfen!

Kommentar von xFragezeichen ,

Es ist aber besser mit deiner Mutter zu reden. Sie würde sich viel schlimme fühlen wenn was passiert und sie nicht wusste, dass es dir schlecht geht. Ich weiß du möchtest deinen Eltern nicht zur Last fallen, aber es sind Eltern und sie sorgen sich auch um dich und wollen wissen wie es dir geht

Antwort
von jobaajoo, 12

Hallo,

mir ging es vor ein paar Jahren (als ich auch in etwa in dem Alter war) genau gleich.

Wollte auch nichts machen, stellte mir auch solche Fragen, bis hin zu Selbstmordgedanken usw. usw. Ich stand kurz davor zu einem Arzt zu gehen, aber meine Eltern sahen das nicht so positiv.

Aber zu dir: Das ist ein Phase, die geht vorbei, es wird besser! Glaub mir, man kann das in der Situation nicht glauben.

Komme einfach mal von den üblichen Gedanken ab und behandle jedes Thema. Du wirst drauf kommen, es ist alles gar nicht so schlimm. Man kann alles.
Als einer der Ersten Sachen solltet du auch den Schlafmangel in Griff bekommen! Treibe Sport und beruhige dich (auch mit Übungen etc.). Such dir neue Sachen, auch wenn du meinst du kannst/willst nicht.

Wenn alles nichts hilft, besuche einen Arzt. Da ist nichts schlimmer dabei, das machen viele. Sonst gäbe es nicht so viele Ärzte. Er kann dir mit vielen verschiedenen Möglichkeiten zur Seite stehen und helfen!

Ich sehe das wie eine Grafik an der Börse, es geht auf und ab. Glaub mir, es wird wieder aufwärts gehen.

Wenn du reden möchtest oder sonst Fragen hast, melde dich einfach bei mir :)


LG

Kommentar von LostAsAlice ,

Und wann geht diese Phase vorüber? Es sind jetzt knapp sieben Monate vergangen und es geht mir immer schlechter. Mittlerweile fühle ich kaum mehr etwas und wenn ich etwas fühle, dann fange ich meistens an zu weinen, weil es zu viel ist. Wenn ich richtig lachen,  muss ich auch weinen, weil ich kaum mehr lache und das für mich etwas ganz Besonderes ist. Manchmal ritze ich mich, weil mir das Hilft nicht ganz so angespannt zu sein. Außerdem spüre ich so auch etwas.

Ich möchte das nicht mehr, aber ich weiß einfach nicht, wie man lebt. Irgendwie scheint mir alles sinnlos dieses ganze..Leben.

Wann ist diese Phase vorbei? Ich kann nicht mehr.

Antwort
von DerBosnier2312, 7

Hallo, melde dich bei mir per PN ich hatte das gleiche Problem. :)

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