Frage von Sharkbitesx3, 107

Depressionen! Hund ja oder nein?

Ich liebe Hunde schon immer und hatte auch schon mal einen, als ich klein war. Jetzt bin ich 20 Jahre alt, und leide unter einer Depression. Ich muss irgendwas an meinem Leben ändern, sonst überlebe ich diesen Sommer nicht. In den vergangenen 4 Jahren hatte ich eine überaus turbulente Zeit mit den verschiedensten Menschen, Drogen und Intimkontakten hinter mir..immer auf Achse. Das bringt mir bloss inzwischen nichts mehr. Ich will irgendwas ändern. Gesünder essen, Sport treiben, ein ernsthaftes Studium aufgreifen. Zudem hätte ich unglaublich gerne einen kleinen, süßen Hund der immer an meiner Seite ist und mir Halt gibt. Verantwortung bin ich definitiv bereit zu übernehmen, Geld ist auch kein Problem, allerdings weiß ich einfach nicht ob ich wirklich bereit dafür bin oder ob das bloss Wunschdenken ist. Ich kann immer noch kaum auf mich selbst aufpassen. Seht ihr irgendeine Chance für mich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LukaUndShiba, 42

Ich sehe das Problem da drin das du dir selber kaum halt bieten kannst, wie willst du dann einem Hund halt und Sicherheit geben? Das ist notwendig für eine ordentlich Führung des Hundes. 

Ich bin der Meinung du solltest erst all das umsetzen was du vor hast, auch weil man wärend einem Studium keine Zeit für einen Hund hat. So ein Hund sollte jeden Tag nur 4-5 stunden alleine sein. Wenn du einen Welpen willst kannst du ihn die ersten Monate nie alleine lassen. 

Was ist wenn du danach in einem Beruf bist wo der Hund 8 stunden und länger alleine zuhause sitzen muss? Das wäre nicht artgerecht.

Mein Tipp an dich ist wirklich erst mal dein Leben selber Regeln zu können bevor du Verantwortung für ein anderes Leben übernimmst. 

Wärst du jetzt bereit für ein Baby / ein kleines Kind? Ein welpe ist wie ein Baby und ein Hund kann man von der Verantwortung her mit einem kleinen Kind auf eine Stufe stellen. 

Antwort
von sukueh, 14

Sieh den Hund doch als Ziel/Belohnung, wenn die Behandlung deiner Erkrankung abgeschlossen ist !

Es tut einem durchaus gut, sich mit einem Haustier (Hund/Katze) zu umgeben. Allerdings halte ich den Moment für eine Anschaffung nicht so passend. 

Der Einwand, was passiert mit dem Hund, wenn du in der Klinik bist, ist nämlich durchaus berechtigt.

Wie würdest du (und könntest du überhaupt) mit der Situation umgehen, wenn der Hund deine Erwartung dann doch nicht erfüllt ? 

Ich denke, dass es auch für einen Hund "belastend" sein kann, "seinen" Menschen nicht klar einschätzen zu können. Mögliche ständige Stimmungswechsel und Niedergeschlagenheit kannst du meiner Meinung nach z. B. einem Welpen überhaupt nicht zumuten.

An deiner Stelle würde ich mich darum kümmern, therapeutische Hilfe zu bekommen und dann, wenn ich mich selber einigermaßen Stabil fühle, noch mal über die Anschaffung eines Hundes nachdenken. 

Antwort
von brandon, 23

Natürlich sehe ich eine Chance, jeder Mensch hat die Chance etwas zu verändern.

Was allerdings den Hund betrifft kann ich Dir nur den Rat geben ein dickes Buch über Hundehaltung zu lesen. So bist Du gut darüber informiert was mit einem Hund alles auf Dich zukommt. Denn auch ein kleiner süßer Hund hat Bedürfnisse wie jeder andere Hund.

Sollte es Dir zu viel Mühe machen Dich mit einem Buch gründlich zu informieren dann vergiss den Hund, denn der kostet noch viel mehr Mühe.

LG

Antwort
von procanis, 7

Hunde brauchen ein stabiles Umfeld und das kannst Du im Augenblick nicht wirklich geben. Es ist noch gar nicht klar, wohin Dich Dein Weg führen wird. Also warte bitte mit einem eigenen Hund, bis es Dir besser geht.

Hunde können wirklich sehr hilfreich gegen Depressionen sein. Es gab da vor kurzem eine Studie darüber. Schau doch mal unter www.curacane.de . Vielleicht kannst Du an einer solchen tiergestützten Therapie mitmachen. Frag doch mal Deinen Arzt. 

Ansonsten: Bevor Du Dir einen eigenen Hund zulegen kannst, kannst Du auch Hunde im Tierheim ausführen. Zuverlässige Gassigänger sind eigentlich immer willkommen. Vielleicht kommst Du dann über einen Patenhund zum eigenen Hund. Auf jeden Fall hilfst du so auch noch einem Tierheimhund während seines Aufenthalts im Tierheim.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 27

im moment sehe ich das fuer keine gute idee an.

ein hund muss von dir halt bekommen nicht umgekehrt! 

ausserdem kann ein hund nicht lange alleine sein und du weisst ja noch garn icht, wie lange du fuer dein studium von zu hause weg bist.

du sagst selbst, es faellt dir im moment schwer auf dich selbst zu achten.. ein hund braucht aber eine stabile person neben sich und jemanden, der verantwortung fuer ihn hat fuer die naechsten 10-15 jahre.

bitte bringe dein leben in ordnung. mache ine therapie und dann kannst du sicher irgendwann auch ueber einen hund nachdenken.

gute besserung

Antwort
von Weisefrau, 17

Hallo, tatsächlich kann ein Hund dir viel Halt geben. Ich kenne einige Menschen die an Depressionen erkrankt sind und einen Hund haben. 

Wichtig ist, das du ein Soziales Umfeld hast, das den Hund betreuen kann wenn du zB in der Tagesklinik bist. Es gibt auch schon eine Kur in die der Hund mitkommen darf. Das hat mir gerade heute eine Freundin erzählt. Auch sie ist Depressiv und nennt ihren Mops  -ihre Lebensversicherung-

Gut geeignet ist ein Erwachsener Hund.

Antwort
von muschmuschiii, 44

Sich einen Hund anzuschaffen bedeutet Verantwortung für ein Lebewesen für den Zeitraum von 12 - 15 Jahren. Ich glaube kaum, dass du in deiner jetzigen Stimmungslage so einen Zeitraum überblicken kannst.

Schau doch mal bei deinem Tierheim vorbei: Da wird man sich sicher über jemanden freuen, der lange Spaziergänge mit den Hunden macht. So kommst du schon mal in Kontakt mit netten Vierbeinern, ohne sie gleich komplett in dein Leben zu nehmen. Vielleicht relativiert das dann den Wunsch nach einem eigenen Hund.

Kommentar von Sharkbitesx3 ,

Das geht bloss mit "Hundeführerschein" und der wird bloss zweimal im Jahr angeboten. Außerdem finde ich das kaum vergleichbar und kann auch mit den Mädchen, die in solchen Tierheimen anzutreffen sind, wenig anfangen (gleicher Schlag wie die Mädels auf Reiterhöfen, derb, dicklich, laut, in bedruckten Hoodies und flachen Schuhen - die können mit mir genausowenig anfangen)

Kommentar von muschmuschiii ,

Du sollst dich dort auf die Hunde konzentrieren und nicht auf die Mädels!!

Kommentar von monjamoni ,

da hast du aber ein falsches Bild von Reiterhöfen😂

Antwort
von Mamue1968, 49

Schau mal hier, die sind echt super :  www.nummergegenkummer.de

wenn es telefonisch nicht klappt, dann per E - Mail oder Chat !

Geht auch anonym und kostenlos !

Kommentar von Sharkbitesx3 ,

Die gehen niemals dran, ich hab in wenigen Wochen ein Aufnahmegespräch für eine Tagesklinik und eigentlich war das auch überhaupt nicht meine Frage.

Trotzdem danke.

Antwort
von SiViHa72, 37

Ich kenn Dich ja jetzt nicht, aber ich kann Dir sagen, dass Tiere einem mit ihrer Zuneigung schon sehr gut tun können.

Hab 2 Freundinnen, die depressionen haben, und die sagen beide, ihre Katzen "holen sie da sehr oft raus".

Und Hund?

Er liebt Dich,e gal was Du denkst, wie Du aussiehst, ob Du gerad mies drauf bist oder happyhappy.

Thomas Mann hat mal gesagt: Ein Hund ist der einzige Freund, den man kaufen kann.

Wenn Du also möchtest.. tu´s.

Sei nur wirklich konsequent,s ei gut zu ihm und giob ihn nicht doch w ieder ab. Das macht Mensch wie Hund nicht glücklich.

Aber bedingungslose Liebe, die tut gut.

Alles Gute für Dich!

Kommentar von Sharkbitesx3 ,

So sehe ich das auch..und es ist weniger ein Wunsch, als eher eine sehr tiefe Sehnsucht. Ich möchte gar nicht ausschließen, dass ich vielleicht in Teilen überfordert wäre, aber genau das sagen auch 100% aller Studenten über ihr Studium. :') 

Ich will einfach bloss, dass es mir ein bisschen besser geht und ich bin langsam wirklich extrem verzweifelt und denke an Suizid, obwohl ich das eigentlich nicht will. Aber wenn es nicht besser wird, halte ich das alles einfach nicht aus. Ich will auf mein Leben blicken und stolz darauf sein, was ich sehe. Momentan ist das überhaupt nicht der Fall..

Kommentar von inicio ,

klar geben haustiere dem leben oft sinn und troesten dich, aber sie sind nicht mittel zum zweck. tiere brauchen stabile bezugspersonen!

stell die vor der user holt sich jetzt einen hund und muss dann laengere zeit stationaer in eine klinik...

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