Frage von nolove1, 34

Depressionen begleiten mich täglich, was tun?

Es ist so schwer auf die Arbeit zu gehen und überhaupt erst morgens aufzustehen und mich fertig zu machen.
Ich würd am liebsten liegen bleiben, den ganzen Tag schlafen und alleine sein.
Ich war letztens erst 3 Wochen wegen Mandelentzündung krank.. Ansonsten hätte ich mich jetzt ein paar Tage krank schreiben lassen.
Ich freu mich nie auf den nächsten Tag und muss mich immer zwingen.
Seit 5 Jahren habe ich schon Depressionen. 2x Klinik, ambulant sind die Wartezeiten so ewig lang bzw es wird erst gar keiner mehr aufgenommen. Was soll ich tun  

Antwort
von Dackodil, 23

Fang an, dich regelmäßig zu bewegen. Das kann Sport sein, das kann einfach strammes spazieren gehen sein. Es ist nachgewiesen, daß körperliche Aktivität das beste Mittel ist, die Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen anzukurbeln. So oft am Tag wie möglich. Das kostet noch nicht mal Geld :-)

Dazu kombinierst du das Lächeln. Wer traurig ist, zieht seine Mundwinkel nach unten und die Augenlider hängen schwer herunter. Die Mimik folgt dem Gefühl. Das funktioniert aber auch umgekehrt. Versuche so oft wie möglich am Tag bewußt zu lächeln. Erst mal zu hause vorm Spiegel üben.

Das hilft, zwar nicht sofort, aber wie Sport bei regelmäßigem Training die Muskeln kräftigt, stärkt diese Verhalten die Seele.

Alles Gute wünscht
DasDackodil

Antwort
von tabstabs, 34

Hallo,

Das Gefühl kannte ich sehr gut. Auch wenn es sich doof anhört aber mir hat es geholfen früher aufzustehen und mir ein ordentliches Frühstück zu machen. Die ersten Male hatte ich zwar noch weniger Lust aber mit der Zeit habe ich angefangen dieses Ritual zu lieben. Schönes Spiegel Ei dazu etwas Speck. Frisch gepresste Blutorange. Lecker Kaffee. Ich bin dann eine zeitlang fürs Essen aufgestanden. Das ich danach zur Arbeit musste hat meine Stimmung kaum gedrückt. Dadurch bin ich anders in den Tag gestartet und habe den Tag anders genossen.

Ähnlich wichtig ist eine angenehme Mittagspause. Ruhig rausgehen. Die 30 Minuten Ruhe genießen. Im Sommer kann man sich schön auf eine Mauer bzw Bank setzen. Im Winter setze ich mich immer zu einem kleinen Bäcker und trinke einen Kaffee. Das sind so allgemeine kleine Rituale mit denen man sich belohnt und die allgemeine Laune steigern KÖNNEN!  

Sind persönliche Erlebnisse die mir geholfen haben eine gewisse Grundfreude zu entwickeln.

Eventuell ist es bei dir aber auch einfach der falsche Beruf/falsche Firma. Habt ihr eine gesundheitsbeauftragte/gesundheitsbeauftragten? Lass dich von ihm/ihr beraten.

Ich wünsche dir alles gute.

Antwort
von Dern9, 29

Geh auf www.ink.ag .. Dann therapeutenliste in deiner region.. Such dir jemand der Psychokinesiologie nach Dr. Klinghardt macht.. evtl. kommen die Depressionen danach nie wieder..

Antwort
von SpezialAntwort, 26

Arzt aufsuchen. Ggf. Therapien machen (u.a. ambulante Psychotherapie, ggf. stationäre Behandlung, Reha). Den Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente ins Auge fassen, wenn Arbeiten nicht mehr möglich ist. Hilfreich sind auch zur Beratung Kontakt- und Beratungsstellen mit psychosozialen Schwerpunkt. Kliniken haben auch Sozialarbeiter, die dafür zuständig sind.

Kommentar von Wonnepoppen ,

bitte den Text nochmal lesen, wurde alles schon gemacht!

Antwort
von violatedsoul, 13

Wenn du schon in Kliniken warst, wurde da auch mal eine Ursache oder ein Auslöser zutage gefördert?

Antwort
von Wonnepoppen, 23

Haben die Behandlungen etwas gebracht?

Welche Medikamente hast du bekommen?

Ich weiß, wie du dich fühlst, ich fühle mich  momentan genauso!

Kommentar von nolove1 ,

Die Klinikaufenthalte ja.
Medikamente hab ich für 6 Wochen genommen, dann wieder abgesetzt weil es mir dadurch schlechter ging

Kommentar von Wonnepoppen ,

Hast du sie von alleine abgesetzt oder mit dem Arzt, der sie verordnet hat besprochen?

Evtl. nochmal in eine Klinik?

Ich hab es öfter mit hochdosiertem Johanniskraut versucht?

Antwort
von LostSoul071, 21

Ich will es nicht runterspielen, aber 5 Jahre ist noch nicht wirklich viel. Es kann sein, dass es nie weggeht oder bessert. Ich habe es seit 20 Jahren und lebe immer noch.
Ich hoffe sie haben dir etwas wichtiges gelehrt in den Therapien, dass man es akzeptieren muss damit du das beste daraus machst. Nur die wenigsten sind es losgeworden, die anderen leben damit.

Du scheinst es aber so akzeptiert zu haben das du von der Depression dominiert wirst und nicht umgekehrt. Du hast kurz Medis dagegen genommen und von dir aus wieder aufgehört weil es dir anscheinend noch schlechter ging.
Hat dir niemand gesagt, dass diese Medis ihre liebe Zeit brauchen um zu wirken, oder hast du es überhört?

Man muss ne ganze Reihe an Medis probieren bis man die richtigen erwischt, leider gibt es zu viele davon, da ist es schwer die richtigen zu finden aber auch nicht unmöglich.

Es heilt nichts, es dient zur Unterstützung. Während es dir in der Zeit besser geht, sollte man das Hauptproblem in Angriff nehmen was der Auslöser ist. Nur so funktioniert es, denn vom rumjammern wurde nie etwas besser.

Also weisst du was zu tun ist, du hättest in 5 Jahren schon viel erreichen können, es liegt nunmal in deiner Hand, die anderen zeigen dir nur Wege wie man dahin kommt.

Kommentar von nolove1 ,

Ich weiß doch was der Auslöser ist?!
Und was soll ich jetzt machen? Ich weiß dass es nur Erziehung meiner eltern und Gewalt meines Vater entstanden ist. Und jetzt?

Mein Psychiater hatte mir gesagt ich soll es absetzen

Kommentar von nolove1 ,

Wow.
Nur weil du das 20 Jahre hast, sind 5 Jahre nicht wenig.
Was soll sowas?!

Kommentar von Amyka89 ,

Stimme nolove zu.
Das geht gar nicht.
Ist ja hier kein Wettbewerb, wem es am Schlechtesten geht.

Kommentar von Batman07 ,

Richtig, ich sehe das auch so. Diese Aussage ist total überflüssig

Kommentar von LostSoul071 ,

Tja.. wie gesagt, rumjammern bringt nichts.

Die Wahrheit tut auch oft weh und von Wettbewerb war nie die Rede.

Rs ändert sich nichts daran, dass man in 5 Jahren viel erreichen kann bzw so viel dazulernt, dass man vieles verarbeitet hat.

Man muss eben in den Kliniken auch zuhören und mitmachen damit man was lernt.

Es ist dennoch ein Unterschied, denn ich jammere nicht trotz 20 Jahre derselben Krankheit.. das sind wichtige Erfahrungswerte die ich mitgeben kann. Andere haben sich nach ein paar Jahren umgebracht, andere haben gelernt damit zu leben, aber wer auf stur schaltet und lieber Mitleid will, der gibt eben dann solche Antworten auf Antworten.

Was du tun kannst? Mach es besser als dein Vater, das ist das einzige was du tun kannst.

Kommentar von nolove1 ,

Ich jammere nicht. Ich sage nur ganz ehrlich was ich denke und fühle um klar zu machen wie akut es ist.

Antwort
von labertasche01, 7

Auf jeden Fall nicht aufgeben!

Ich gehe seit Jahren zur Terapie. Und hatte 10 verschiedene Medis bis was einigermassen geholfen hat.

Hast du einen Psychiater der dich betreut?

Wenn nicht such dir einen. Und nicht aufgeben bei der Suche nach einem Therapeuten. Vielleicht kann dir jemand die Telefoniererei abnehmen wenn du nicht die Kraft hast ( bei mir hat das mein Mann gemacht).

Alles Liebe!

Antwort
von Amyka89, 16

Alsooo. Du weißt, wo der Auslöser liegt.
Das ist schonmal "gut".
Hast du schon über eine Trauma-Therapie nachgedacht?
Gibt es irgendwas, bei dem du durch den bloßen Gedanken daran, etwas Licht siehst?
(Ein Hobby; zeichnen, schreiben
Ein Berufswechsel etc etc)
Vielleicht könntest du versuchen, deinen Fokus auf einen Neuanfang zu legen.
Aber bitte tu dir diese Qual nicht länger an.
Das ist doch kein Leben.
❤️
Alles Gute

Antwort
von SoVain123, 24

Viel Musik hören, ein Hobby suchen für das es sich lohnt morgens aufzustehen!

Kommentar von Martinmv ,

zum Psychologen. Depressionen müssen behandelt werden

Kommentar von Wonnepoppen ,

wurde doch schon öfter gemacht!

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