Frage von WithxLovex3, 243

Depression,Angststörung, Panik und Agoraphobie?

Hallo! Seit einem Jahr leide ich schon unter Panik und Ängsten. Meine erste Panikattacke habe ich letztes Jahr in der Schule gehabt. Seitdem habe ich es immer vermieden wieder zur Schule zu gehen. Davor hatte ich schon immer Magenbeschwerden ( Übelkeit und Bauchschmerzen). Manchmal waren die Beschwerden so stark, dass ich nur noch total verkrampft im Unterricht saß. Meine Klassenlehrerin ließ mich nicht mehr nach Hause, weil ich dadurch schon so viele Fehltage hatte. Nach der Panikattacke wurde es immer schlimmer mit mir. Ich konnte nur noch in Begleitung das Haus verlassen aber zur Schule zu gehen war garnicht mehr möglich. Alleine der Gedanke an die Schule löste eine riesen Panik in mir aus. Ich entschied mich stationär weiterbehandeln zu lassen. Nach 6 Wochen brach ich die Therapie ab, da die meisten Patienten nur wegen Essstörungen dort waren und die Therapeuten auch nicht wirklich Interesse oder Verständnis für mich zeigten. Als ich wieder zuhause war wurde es so schlimm, dass ich das Haus nicht mehr verlassen kann und ein Elternteil immer zuhause sein muss. Ich ließ mich noch einmal in einem anderen Krankenhaus stationär für 2 Monate behandeln. Alles lief super. Die Wochenenden zuhause liefen auch gut. Ich hatte trotzdem das Gefühl ich würde jedem nur vorspielen dass es mir gut gehen würde. Als es hieß dass ich entlassen werden sollte hatte ich das Thema Schule bei den Therapeuten nochmal angesprochen. Man war der Meinung ich würde das schon hinbekommen. Daraufhin bin ich in eine Wohngruppe gekommen, damit ich weiter an meiner Selbstständigkeit arbeite. Die Betreuer dort wussten nicht so wirklich was sie mit mir anfangen sollten. Ich saß daraufhin 2 Wochen nur in meinem Zimmer, da ich in den Herbstferien entlassen worden bin. Nach 2 Wochen war ich mit den Nerven am Ende und bin wieder zuhause eingezogen. Als die Herbstferien zu ende waren sollte ich zur Schule und als der Tag dann kam ging alles nach hinten los. Ich weigerte mich da die Angst größer als mein Wille ist. Seitdem verlass ich das Haus nicht mehr. Inzwischen denke ich schon, dass es garkeine Angststörung mehr ist sondern eine Agoraphobie. Keiner kann mir mehr helfen. Das Jugendamt, mein Hausarzt, Klassenlehrer und meine Therapeuten vom Krankenhaus. Keine weiß mehr wie man mir helfen kann. Alle sagen ich muss mir selber helfen nur weiß ich nicht so recht wie. Die Panikattacken und Ängste sind schlimmer geworden. Ich kann nicht mehr ruhig schlafen und hab immer wieder plötzliche heulkrämpfe , da ich mit meiner Situation einfach nicht klar komme. Im Moment bin ich noch von meinem Hausarzt krank geschrieben, weil ich noch Schulpflichtig bin. Ich bin mir nicht sicher wie lange mein Hausarzt das noch mitmacht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Hat jemand von euch schon mal sowas erlebt oder hat Angehörige die sowas schon hatten? Jeder Ratschlag wäre eine große Hilfe!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Loni22, 113

Hallo meine liebe ich habe selber seid Anfang August sehr schlimme Panik Attacken gehabt seid zwei Monaten fühle ich mich wie ein neuer Mensch und seid zwei Woche verlasse ich wieder das Haus und ich habe kein mulmiges Gefühl dabei. Du willst deine Angst los werden? Klammerst dich aber die ganze zeit an Ärzte und Therapeuten unnötig den nur du kannst dir selbst helfen und ich sag dir jetzt wie. Eigentlich gar nicht so schwierig Nimm dir ein Blatt und ein Stift in die Hand schreib das Datum von heute drauf und schreibe auf diesem Blatt deine kleinste Angst auf sagen wir angenommen raus vor die Tür späteren gehen. Also schreibst du auf das Blatt 5 Minuten spazieren gehen. Und das probierst du heute den ganzen Tag bis du es schaffst 5 min das Haus zu verlassen Wenn du es.gesschafft hast gehst du nach 30 min wieder und das machst du dann 5 mal dir wird es nach dem 5 mal überhaupt nicht s mehr aus machen und so machst du das mit allen Ängsten ich hatte 30 Ängste und bin nach einem halben Jahr wieder angefrei probiere es aus es hilft und auch wenn du während du draußen bist eine Attacke bekommst denk dir jaund davon kann ich nicht sterben ich will mein altes Leben zurück motivier dich selbst glaub mir Ich drück dir die Daumen und würde mich freuen wenn du es probierst viel Glück 🍀

Kommentar von Lotti05 ,

Das finde ich wirklich gut! :)

Antwort
von JanRuRhe, 125

Hallo! Gut dass du dich traust das hier zu schildern. Das was du schilderst zeigt, dass du noch einmal das Programm durchgehen musst. Der Hausarzt wir die Geduld schon nicht verlieren. Mach dir um sowas nicht noch mehr Sorgen. Keiner der wirklich etwas von den Problemen versteht, wird dich irgendwie unter Druck setzen wollen. Wer das tut ist unfähig. Das in manchen Einrichtungen dir nicht so geholfen werden konnte, ist schade und tut mir leid, aber das ist nun nicht zu ändern. Versuche die Energie, die du hast - schau mal du konntest hier alles schreiben!- darauf zu verwenden, es noch einmal ( wenn nötig noch weitere Male) zu versuchen. Eventuell mit einem anderen Medikament. Gutes Gelingen!

Antwort
von Leopatra, 112

Hallo,

ich kenne dein Problem sehr gut, weil ich genau das vor 30 Jahren auch durchgemacht habe.

Du schreibst, dass du mehrfach stationär in Behandlung warst. Hast du dort eine Verhaltenstherapie gemacht? Bei mir war es so, dass ich bereits einige Versuche einer ambulanten Psychotherapie durchlaufen hatte, bis ich mich zu einer stationären Therapie entschieden hatte. Dort wurde eine sehr gute Verhaltenstherapie mit täglichen, begleiteten Übungen gemacht. Nach drei Monaten wurde ich entlassen und habe die Therapie noch weitere zwei Jahre ambulant weitergemacht.

So, wie du deine Einschränkungen und Ängste schilderst, kannst du dir nicht alleine helfen, weil du deine Angstreaktionen schon konditioniert hast. Diese Konditionierungen aufzulösen, schafft man alleine nicht. Aber mit engmaschiger Hilfe ist das definitiv zu schaffen, auch wenn der Weg nicht einfach ist und dir sehr viel abverlangen wird. Aber, was ist die Alternative? Du bist ein junger Mensch, der sich selber aus dem Leben ausschließt. Dass du die nächsten Jahrzehnte in deiner Isolation weiterleben kannst, ist ausgeschlossen.

Ich biete dir an, mich per PN anzuschreiben, damit ich dir Tipps zur Motivation und Umsetzung geben kann.

Alles Gute!

Leopatra

Antwort
von BumerCat, 119

Hallo, ich habe einen Freund der geht ebenfalls nicht mehr zur Schule. Wie du weil er Angst hat. Er hat glaube ich Aspie oder so hies das, gut das hast du nicht. Aber ich selbst kann dich verstehen auch ich hatte mal Angst in die Schule zugehen.

So bescheuert das auch klingen mag ich selbst denke mir immer "Was solls, schlimmer kann es nicht werden" und das seit fast 2 Jahren.

Was ich damit sagen will, so groß deine Angst aus sein mag. Versuche es. Du hast so viele Menschen um dich insbesondere deine Familie. Streite es nicht ab, tu es einfach.

Kommentar von WithxLovex3 ,

Ich würde sehr gern wieder zur Schule nur leider hätte ich meine Ängste viel früher erkennen müssen vielleicht hätte ich mich dazu überwinden können. Inzwischen kann ich das haus kaum verlassen :/ Danke für den lieben Rat :)

Kommentar von BumerCat ,

Es wäre ein Anfang wenn du vor die Tür gehst, von mir aus auch mit Begleitung jedoch sollte deine Mutter mit dir "üben" das du Selbstbewusster wirst.

Kommentar von WithxLovex3 ,

Ich werd es versuchen 

Dankeschön :)

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 76

Oh ja, dass kenne ich sehr gut. Agoraphobie ist eine Form der Angststörung. Sie kann einzeln oder im Zusammenhang mit anderen Angststörungen (z.B. generalisierte Angststörung, Panikattacken etc.) auftreten. Mir hat damals eine Mischung von Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und Medikamenten geholfen. Ich konnte mich auch nie überwinden in die Schule zu gehen, die Angst war einfach zu gross. Auch die Angst vor der Angst, also die Angst, dass ich wieder eine Panikattacke bekommen könnte. Überwindung ist gut, doch manchmal ist die Angst einfach zu stark. Dann helfen nur noch Therapien, Medikamente und vor allem: Geduld.

Versuche niemandem etwas vorzumachen, dies ist angstrengend und braucht mehr Energie als wenn man zu dem steht was man hat... und die Energie kannste momentan sicher mehr als gut gebrauchen.

alles gute...


Antwort
von AiSalvatore, 97

Man muss selbstreflektiert sein, um sich selbst helfen zu können. 

Vor Ängsten wegzurennen bringt die halt einfach 0. Du kannst nicht dein Leben lang in deinem Zimmer eingesperrt leben.

 Da musst du dir halt überlegen, ob wegrennen auf Dauer die richtige Lösung ist. 

Notfalls würde ich mir einfach neue Therapeuten suchen, wenn dir deine jetzigen nicht helfen.

Kommentar von WithxLovex3 ,

Mir ist bewusst das vermeiden nichts bringt und dass es die Angst nur noch stärker macht. Trotzdem danke für den Rat :)

Kommentar von AiSalvatore ,

Was willst du da denn sonst noch hören? Alle sagen dir, dass du es selbst gebacken kriegen musst und jetzt fragst du wieder andere, Fremde noch dazu, was du machen kannst. Für mich ist das ein wenig unlogisch.

Antwort
von provinzkind, 69

Guck mal auf der Website: keine Angst mehr!

Antwort
von tippsundtricks, 18

Hallo, wenn Du noch nach Antworten suchst, bezüglich Panikattacken, Angststörungen, Depressionen, Hilfe und Selbsthilfe? Dann schau dir diesen Blog an: https://www.panikattacken-selbsthilfe.de/blog/

Dort findest Du viele hilfreiche Artikel zu den verschiedensten Ängsten/Phobien, Panik, Depressionen und Tipps zur Hilfe und Selbsthilfe

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