Frage von freekim, 147

Depression Klinik Aufenthalt/Erfahrung?

Hallo Zusammen,

ich bin 26 Jahre alt und leide mittlerweile seit 10 Jahren an Depressionen. Mal ist es besser und leider manchmal nicht so. Nun ist es aber so, das ich seit über einem Jahr stark an den Nebenwirkungen der Depression leide und das Gefühl habe nicht mehr rauszukommen. Ich bin jetzt für vier Wochen krank geschrieben aber die Sitzungen der Therapeutin nehme ich trotzdem nicht regelmäßig war (1 Termin pro Monat). Mein Neurologe hat mir schon zu einem Klinikaufenhalt geraten, ich konnte mir Gedanken dazu machen und ich habe mich dafür entschieden. Ich frage mich jetzt natürlich, wie es da so ist. Wie lange musstet ihr dort bleiben und weswegen? Hat euch der Aufenthalt sehr geholfen? Wie sehr hat er euch verändert? Kamt ihr mit dem Krankengeld zurecht? Muss man etwas beachten dabei? Wie ist es dann mit der eigenen Wohnung in dem Zeitraum?

Würde mich über Berichte und Erfahrungen freuen :)

Antwort
von AlisaSuarez1, 98

Hey :) ich finde es gut das du dich dazu entschlossen hast ! Wenn man berufstätig ist und dann noch eine psychische Erkrankung hat, sollte man bei einer längeren Krankschreibung auf jeden Fall in eine Klinik. Grade wenn man die eigentlichen Termine nicht wahrnehmen kann :) Ich bin 20 und habe auch mit depressionen angefangen habe aber mittlerweile eine PTBS die auf eine BPS herausläuft ( da es zu spät Therapert wurde ) und ich war bis jetzt 2 mal in einer Klinik. Einmal mit unter 18 ( kann man nicht vergleichen mit der für Erwachsenen ) und einer in einer für Erwachsenen. Ich muss sagen der 1 Aufenthalt hat mir nicht geholfen, der 2 aber schon ein wenig, das komische ist nur dass er mir unbewusst geholfen hat. Du findest da läute die eben das selbe haben wie du, bestimmt lernst du auch Leute kennen mit denen du noch nach der Klinik kontakt haben wirst, die Menschen dort lernt man viel Intensiver kennen :) Jeder Anfang ist schwer aber insgesamt wirst du dich dort denke ich mal wohl fühlen ! Dir wird mit verschiedenen Therapien geholfen und es wird auch ganz persönlich auf dich eingegangen.Puuuh ist der Text lang :) ich weiß nicht ob es bei dir genau so ist bloß habe ich für jeden Tag in der Klinik 10 Euro Zahlen müssen. ( musste jeder ) zu dem Geld der Krankenkasse dazu. Da kam 1-2 Monate nach dem Aufenthalt mal eben eine satte Rechnung von 200 Euro .. Informiere dich einfach mal bei der Klinik , ich war so Blond und hatte es vorher nicht getan :)

Kommentar von freekim ,

Vielen lieben Dank dafür :) Wie läuft das denn ab? Ich habe demnächst wieder einen Termin beim Neurologen und dann werde ich ihn darauf ansprechen. Wird dann auch erstmal ein Antrag gestellt? Muss man direkt am nächsten Tag schon hin? Kann/Muss ich mir die Klinik aussuchen? Man, so viele Fragen :D

Kommentar von AlisaSuarez1 ,

Also bei mir war es so, dass ich mir eine Klinik ausgesucht habe und dort angerufen habe . Die waren auch sehr freundlich, habe denen kurz geschildert was ich habe usw, die haben mich dann zu einem Vorgespräch eingeladen . Da bin ich dann hin und habe mit den Ärzten und meiner zukünftigen Vertrauensperson ca eine halbe Stunde geredet und dann haben die mir auch noch erklärt wie das Programm evtl. ablaufen würde :) dann sollte ich eine Nacht drüber schlafen und die Station anrufen wenn ich mich entschieden habe. Habe ich direkt am nächsten Morgen getan und bei mir war es ein Glücksfall direkt am nächsten Morgen um 10 Uhr durfte ich mit gepackten Sachen dort antanzen :D Das variiert natürlich zu jeder Klinik, je nachdem ob die Betten oder Zmmer Frei haben :) Manche haben auch eine Wartefrist von bis zu 1 Monat oder viel länger spezialkliniken manchmal sogar ein Halbes Jahr. Deswegen würde ich sagen wenn du das willst dann ruf bald bei der Klinik an in deinem Umkreis die dir gefällt und frage einfach nach :) Die Überweisung macht dir dein Neurologe bei mir sogar der Hausarzt , die habe ich einfach mitgenommen zu dem Termin in der Klinik und alles war gut :)  Ja ich kenn das so viele fragen, grade wenn es um sowas geht weil das ( finde ich ) ein rieeeeesen schritt ist :)

Antwort
von HalloMerida0815, 44

Also, ich war mehrmals für insgesamt 2 1/2 Jahren in unterschiedlichen Psychiatrien. Die erste bei mir in der Nähe, hat mich eigentlich nur verwahrt und gehofft, dass ich bald wieder komme, die zweite in HH war noch schlimmer, dann bin ich nach HL gekommen dort war alles besser!

Ich würde sagen, Kliniken sind reine Glücksache!

Antwort
von anhedonie, 74

hei also erstmal, ich bin 15, also kann ich schonmal nichts zur wohnung usw sagen;) aber klinik: ich war 3monate dort. zu meinen schweren depressionen habe ich auch eine schilddrüsenerkrankung, daher musste "nachgeforscht" werden, ob die depressionen von meiner schilddrüse kamen: fehlanzeige:I bei mir ging es hauptsächlich um die medikamenteneinstellungen, ich bekam antidepressiva, welche bei mir nicht anschlugen. die klinik dort kam mit mir nicht wirklich klar, wegen des schweregrades, so hatte ich die wahl zwischen ambulantem dienst oder einer anderen klinik. naja ich komm vom thema ab:D also mein klinikaufenthalt ist sicherlich noch etwas anders als bei erwachsenen.. aber bei mir war es so, dass die zimmer eingerichtet waren wie in einem billighotel + krankenhausessen + therapien (kunsttherapie, soziale kompetenzgruppe, bewegungstherapie, yoga, einzeltherapien). da man sich in der klinik ja "selbst finden" soll (wie ich finde, ein total schwachsinniges mottoxD) wurde uns nur an bestimmten zeiten das handy zur verfügung gestellt, fernsehen gabs auch nicht im zimmer. es gibt sicherlich abweichungen wegen dem alter, aber man kann sich so einen aufenthalt vorstellen wie eine wg, wenn man ne gute gruppe erwischt, kommt das familiengefühl auch etwas hoch;) ich hoffe diese antwort ist wenigstens etwas hilfreich:D also naja, mir haben die therapien zwar nicht wirklich geholfen, aber sowas schlägt ja bei jedem anders an.:)


Antwort
von weristdennda, 49

Liebe Freekim, du kannst dir eine Klinik empfehlen lassen oder selbst eine Klinik aussuchen. Ich kann dir die Hochgrat oder Adola Klinik, das Psychosomatische Krankenhaus Lahnhöhe oder die
Psychosomatische Fachklinik Simbach empfehlen. Außerdem würde ich dir raten, mal zu einer Familienaufstellung zu gehen. Das hat mir bei meinen Depressionen und Angstzuständen sehr geholfen und man kann es auch begleitend zu einer klassischen Psychotherapie machen, sprich mal mit deinem Therapeuten. Falls du noch nichts von der Methode gehört hast, googel das mal, z. B. http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung. Dir alles Gute wünscht weristdennda

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