Frage von blqblqblqblqblq, 48

depression, keiner erkennt den härtegrad?

hallo, hoffe ich kriege hier nen guten rat.

habe vor 1 1/2 jahren einen ausbruch einer schweren rezidivierenden Depression und GAS erlitten und war damit stationär. wurde medikatös eingestellt

die GAS hab ich überwunden und die Depression empfand ich auch als überwunden

hatte also vor 1/2 meine medikamente abgesetzt, hatte bei den ADs einen minimalen rebound aber habs gut weg gesteckt.

nun würde ich vor fünf wochen am knie operiert, musste mich dem entsprechend schonen, Gegenmaßnahmen wie sport oder sauna gegen depressiven erscheinungen fallen also zur zeit flach.

habe gemerkt das ich spürbar depressiv werde (emotionale lähmung, sinnlosigkeit etc.)und habe versucht mir hilfe zu suchen

leider habe ich aber jetzt feststellen müssen das ich wie gezwungen verstehe mein tief zu verbergen sobald ich an ärzte oder therapeuten gerate, wirke dann neutral, orientiert und immernoch fähig zur konstruktiven handlung, merke ich jetzt gerade auch beim schreiben.

es ist als ob eine aktive handlung die depression zurückstellt bis sie beendet ist damit ich dann wieder in den depressiven lehrlauf zurück kann.

das habe ich auch schon so mitgeteilt, reaktion ist, dass ich , da ich so handeln kann mich da selbst rausholen könne.

ich kann mittlerweile auch schon wieder recht gut laufen , ein bisschen was bauen ist auch schon wieder drin, mache aber nichts weil ichs möchte sondern zwinge mich zu allem heißt aufstehen, aktivität, essen, alles eben.

ich weis nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr normal leben, mein gesamtes handeln basiert irgendwie nur noch auf logik, die auf Daseinsberechtigung und selbsterhalt basiert, ich brauche denke ich ernsthaft hilfe, hilfegesuche wurden bisweilen nicht ernstgenommen.

danke schonmal vorab.

mfg

dennis

Antwort
von voayager, 18

Hör erst einmal auf dich selbst zu bemitleiden, mach Schluß mit einer Nabelschau, wende dich der Außenwelt zu, unternehme was, setz dir Ziele, geh unter Menschen, treibe Sport, pflege Hobbies, halte dich in der Natur auf, nimm deine Tagespflichten wie Schule oder Arbeit ernst. Machst du all das, dann brauchst du auch keine von diesen Scheißpillen, die viele Nebenwirkungen haben und nicht heilen, sondern nur Symptome zudecken.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 15

Es ist wichtig, dass du zu deinen Ärzten und Therapeuten aufrichtig bist, nur so kann dir geholfen werden.

Bei rezidiven Depression ist oft das Problem, dass diese nach einiger Zeit wieder zurück kommen. Ich habe dies 3x erlebt. Eine Depression ist so die Hölle, dass ich mich entschlossen habe jetzt mal für längere Zeit mit einer minimaldosis an Medikamenten zu leben.

Wenn du selber nicht Sport machen kannst wird es wirklich schwierig. Bespreche das ganze mit deinen Fachpersonen.

Antwort
von palaverfred, 45

bin zwar kein Psychologe, erkenne aber, dass dir die Beschäftigung Linderung schafft. Und wenn diese Beschäftigung wegfällt, kommen die depris wieder auf.

Hilfe suchen ist erst mal nicht falsch.

andererseits ist es auch nicht schlecht, wenn es dir gelingt das Problem selbst zu lösen.

bisher hast du dich mit Sport und Basteleien beschäftigt. Richtig? Wie wäre es mit einem neuen kreativen Hobby zusätzlich? Da kannst du entscheiden was dir mehr liegt. Ich glaube , das dir schreiben auch helfen könnte (kleine Geschichten oder so)

viel glück

Kommentar von blqblqblqblqblq ,

nun ja, tätig sein dämmt die depression ein, aber ich hab dabei keine emotionale regung, kann mir somit linderung verschaffen,  resultate regen in mir aber genauso wenig, kein stolz, keine bestätigung, nichts

Kommentar von palaverfred ,

dann eben zu den grundsatzfragen. was willst du und was bereitet dir Freude? wenn du dir diese fragen beantworten kannst (eventuell auch mit Hilfe anderer Personen) hast du die besten Wegweiser für dein leben.

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