Frage von patslrig, 22

depression, essstörung... was ist nur los mit mir?

hallo leute, habe mich eben erst angemeldet weil ich ein riesen problem habe..
ich bin seit geraumer zeit essgestört und bin 18 jahre alt...
ich merke das, weil ich bei einer körpergröße von 1,70 nurmehr 46 kilogramm wiege und das war nicht immer so.. ich denke von morgens bis abends nur an abnehmen und daran, dünn sein zu wollen... (seit ca. 3 jahren; früher waren es gelegentliche radikaldiäten, jetzt leide ich seit ca. 6 monaten daran, garnichts mehr essen zu wollen und mach das auch nicht )
gut.. das ist das eine problem um welches es mir nur indirekt geht.. viel schlimmer jedoch finde ich, dass ich ständig antriebslos, traurig und depressiv bin.. mein leben ist eigentlich völlig in ordnung.. habe eine familie die mich liebt und mich unterstützt, besuche ein gymnasium, habe seit 2 jahren einen freund..
doch trotz allem weine ich jeden tag, fühle mich nutz- und wertlos..
ich frage mich ob diese "depression" durch mein essverhalten kommt, oder ob das unabhängig davon sein könnte?
ich habe angst in der schule zu versagen und mein leben zu verlieren.. meine familie, mein freund und meine freunde merken seit geraumer zeit dass etwas nicht stimmt, doch wirklich helfen lassen will ich mir nicht..
bei psychologen oder ärzten war ich noch nicht, will auch nicht hin, denn diese würden mich mit medikamenten zustopfen und dann würde ich zunehmen und nach irgendwelchen pillen abhängig werden...
ist irgendjemand in einer ähnlichen situation und kann mir dabei einen tipp geben bzw. mir helfen? ich bin echt verzweifelt und will mein altes, geregeltes und vor allem glückliches leben zurück...
ich danke im voraus für alle gutgemeinten und hilfreichen antworten
LG patslrig

Antwort
von Rudnik, 6

Deine Sorge beim Psychologen mit Medikamenten vollgestopft zu werden und dann medikamentenabhängig zu werden, die ist unbegründet. Da kann ich dich beruhigen. Medikamente gibt es nur beim Psychiater. Der Psychologe darf dir keine verordnen. Der spricht mit dir. Der macht eine Psychotherapie mit dir. Und das wäre auch wirklich sinnvoll. Denn dir geht es nicht gut und alleine kommst du da nicht so leicht wieder heraus. Zusätzlich würde ich dir eine Selbsthilfegruppe empfehlen. Dann kannst du dich mit Betroffenen austauschen, was dir sicherlich auch helfen würde. Ich wünsche dir gute Besserung.

Antwort
von Atmozfears, 22

Ich hatte ein ähnliches problem. War aber auf nen Vaterkomplex zurück zuweisen. Ich hatte anfangs auch angst vor nen Psychologen aber meist ist die beste Therapie aus einer mischen mit psychologe und Medikamenten. Du kannst mit dem arzt reden. Dafür ist er ja da. Falls du weitere fragen hast, schreib mir einfach direkt :)

Antwort
von skipworkman, 17

Hallo  patslrig,

die Antriebslosigkeit kann wirklich von zu wenig essen kommen. Wenn der Körper nicht genug Treibstoff hat, dann läuft er nicht richtig.

Wenn du zum Arzt gehst, kannst du sagen, ich will keine Pillen. Du bist ja nicht unmündig,keiner kann sich zwingen, das braucht dich nicht abzuhalten. 

Wenn dein Körper zu wenig Nährtoffe bekommt, wird das irgendwann auch echt ungesund und kann sogar Lebensbedrohlich werden. Das ist echt kein Spass. 

Bitte schau das du dir Hilfe besorgst. Wenn du über deine Schwächen sprechen kannst, ist das ein Zeichen von stärke. Das ist nix worüber irgendwer urteilt, im Gegenteil, dir wird Respekt entgegen gebraucht.

Wen du dein Leben zurück willst, dann geh diese Woche zu einer Psychologischen Beratungsstelle in der Stadt. Google danach und schau wo was ist und wann Sprechstunde oder offene Sprechstunde ist. Mach das einfach, bitte.

Liebe Grüße

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Kommentar von patslrig ,

danke für diese liebe, hilfreiche antwort!

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