Frage von Bananaboat007, 130

Depression aber traue mich nicht darüber zu reden?

Hallo erstmal :) Ich weis nicht ganz wie ich anfangen soll, also vielleicht wird das hier etwas wirr. Seit ich 11 bin hab ich irgendwie das Gefühl, mit mir stimmt etwas nicht (bin inzwischen fast 20). Ich freue mich nie wirklich (wenn andere vor Freude fast heulen freue ich mich so minimalst), bin aber auch nie wirklich traurig (insgesamt könnte man sagen emotionslos), bin antriebslos (selbst Freunde zu treffen ist anstrengend für mich) und habe auch seit Jahren Selbstmordgedanken (mal wochen/monatelang echt schlimme, dann aber manchmal wochenlang garnicht). Mit 14 sind dann relativ viele Sachen passiert, was dazu führte dass ich magersüchtig wurde. Das hab ich zwar inzwischen weitgehend hinter mir gelassen, aber in meinem Kopf ist sie immer noch da. Alles in Allem bin ich dauernd niedergeschlagen, weis aber nicht so ganz warum. Vor ein paar Tagen hatte ich jetzt end den Nervenzusammenbruch und hab nur noch geheult, weil ich einfach mit allem überfordert war (ich weis nicht bestimmt warum es war einfach so plötzlich dass ich zusammengebrochen bin).

Jetzt meine Frage: Ich will mich seit mehreren Jahren schon in Behandlung geben, weil ich einfach nicht weis wie lange ich es noch so aushalte. Aber ich traue mich nicht, das meinen Eltern anzuvertrauen, weil die mich nur schief anschauen würden und es nicht ernst nehmen würden. Zum Anderen müsste ich meine Ausbildung kündigen, weil ich einfach merke, wie diese mich psychisch und physisch noch weiter fertig macht. Aber selbst vor einem Arzt traue ich mich nicht darüber zu reden, weil es mir irgendwie peinlich ist... Hat jemand Tipps wie ich das irgendwie meinen Eltern sagen kann, oder einem Arzt, und ob ich mich behandeln lassen kann, ohne dass meine Eltern das merken?

Antwort
von Kitharea, 44

Also mit 20 geht alles ohne Eltern. Du musst mit keinem drüber reden und wahrscheinlich wäre das auch sinnvoll es für's Erste für dich zu behalten. Viele Menschen reagieren völlig unangemessen auf so etwas.
Ansonsten wirst du dich trauen müssen. Es gibt viele die sehr große Hemmungen haben sich einem Therapeuten anzuvertrauen - du hast die Chance hinzugehen BEVOR die K* am dampfen ist - die Meisten gehen erst wenn es fast zu spät ist oder hingeschickt werden.
Vertraue darauf dass dort Profis sind die deine und ähnliche Geschichten schon sehr oft gehört haben - denen du vertrauen kannst und die dich ernst nehmen. Ich meine - ist doch alles Besser als das jetzt oder ?
Und mit dem kündigen und so - mach so etwas nicht von der Therapie abhängig. Arbeit, Leben, Verantwortung ... kann völlig unabhängig von der Therapie geschehen. Natürlich wird sich etwas ändern. Aber man kann vorher nie sagen was genau und wie. Aber ich denke ich kann behaupten, wenn man die Therapie ernst nimmt und man eh schon am Ende ist - ist es besser als einfach zu verrotten...

Kommentar von Kitharea ,

Du rufst an, sagst du brauchst bitte einen Termin - wenn nach dem Grund gefragt wird sagst einfach du brauchst Hilfe. Das sollte reichen. Wenn noch weiter nachgefragt wird kannst einfach sagen - du weißt es halt selbst nicht genau ist viel passiert. Solche Floskeln reichen - die haben täglich damit zu tun. Vertrau der Sache einfach.

Kommentar von Bananaboat007 ,

Danke!! Ich hab gelesen dass man am Anfang einfach beim Hausarzt anrufen soll und er einen dann weiter vermittelt. Meist du auch dass ich ihn anrufen sollte?

Kommentar von Kitharea ,

Musst du nicht - ich weiß nicht wo du wohnst aber in kleineren Städten mag man zb. gar nicht wegen sowas zum Hausarzt. Du kannst auch direkt bei einem Therapeuten anrufen.
Wichtig wenn du dir einen suchst ist nur - du musst ihm zu 100% vertrauen können und das Gefühl haben er nimmt dich ernst und hört dir zu. Viel erfolg!

Antwort
von Wonnepoppen, 47

du bist fast 20!

Kein Grund mehr, es den Eltern zu sagen!

Wenn du dich, seit du 11 bist, damit herum plagst, solltest du dir zu liebe endlich etwas dagegen tun!

Es tut dir keiner was, wenn du sagst, was los ist, weder der Arzt, noch ein Therapeut!

Wenn du dich in Behandlung begibst, wirst du auch fest stellen, ob ein Grund vorhanden ist, deine Ausbildung ab zu brechen. 

Der Arzt hat oft die Möglichkeit einen früheren Termin zu bekommen als du!

Antwort
von maggylein, 45

Meine Erfahrungen mit dieser Krankheit sind das offen damit umzugehen sehr gut tut..
Mittlerweile haben viele Menschen es begriffen das es ne Krankheit ist die wirklich ernstzunehmen ist. Die wenigsten hauen noch solche Sprüche raus wie "stell dich nicht so an" oder "Reiß dich mal zusammen"..
Ich hatte das Glück einen sehr guten Freund zu haben der mich ansprach warum ich Viel krank bin und so. Ich hatte erst mit ausreden versucht aber er harkte nach.. sagte mir dann auf den kopf zu "du hast ne Depression" das war erstmal wie ein Schlag ins Gesicht... wir haben viel drüber geredet und es war echt nen Krampf und tat weh... aber je mehr und je öfter wir geredet haben desto leichter fiel es mir auch offen damit umzugehen..
Der Schritt zum Psychiater und dann zur Therapie war auch schwer aber durch das offene umgehen hab ich viel Unterstützung von Freunden und Familie gehabt

Drücke dir die Daumen

Kommentar von Bananaboat007 ,

Danke dass du so offen darüber reden kannst! 

Ich hab auch schonmal versucht mit einer Freundin darüber zu reden, aber als Antwort bekam ich immer ein "Mir geht es ja so viel schlechter" (so in der Art). Inzwischen reden wir auch nicht mehr miteinander weil sie es nicht ausgehalten hat, dass ich mich "grundlos" zurückziehe. 

Ich glaube, was mir Probleme macht ist einfach dieses laute Aussprechen, dieses "hey mir geht es nicht gut" weil mir immer eingetrichtert wurde, dass meine Probleme Kleinigkeiten sind. 

Danke für deine Antwort

Kommentar von Kitharea ,

Das mit diesem "weil dir eingetrichtert wurde" ist schon ein extrem guter Ansatz. Lass dir helfen. Du wirst merken du wirst schnell so stark werden dass dich vieles was dich jetzt fertigmacht nicht mehr kratzt oder leicht handhabbar ist. Man wird stärker. Und sprich es nur vor Leuten aus die auch damit umgehen können. Wenn du nicht ernst genommen wirst wie in dem Beispiel ... lass es einfach.

Kommentar von maggylein ,

ich habe viele gute Bekannte die ich nur übers Internet kenne... in diesem Kreis fällt es leichter darüber zu reden wenn natürlich auch da die Gefahr besteht das man sich hinter dem pc versteckt und sich real noch mehr zurück zieht. Mir haben diese Freude und Bekannte sehr geholfen...

Antwort
von Crysali, 76

Ich kann dir wärmstens empfehlen, eine Psychologische Beratungsstelle auzusuchen. Dort kannst du anonym anrufen und einen Termin vereinbaren, um mit jemandem, der Erfahrung mit solchen Fällen hat, über deine Probleme zu reden. Das ist kostenlos und deine Eltern werden nicht informiert, du kannst dort völlig seperat von deinem restlichen Leben hingehen. Mit dieser Person kannst du dann auch beraten, was für mögliche weitere Schritte sinnvoll wären.

Antwort
von Shitter, 61

Ich denke, wenn du Hemmungen hast mit einer fremden Person,in diesem Fall der Arzt, darüber zu reden ist das völlig verständlich und normal.
Ein Vorschlag wäre mal mit verschiedenen Ärzten zu reden, und dann zu dem zu gehen der dir am sympathischsten erscheint.

Dass du das vor deinen Eltern verheimlichen willst ist auf dem ersten Blick normal, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, solltest du es ihnen mitteilen. Wenn du stattdessen deine ganze Kraft darin verbrauchst " nicht aufzufliegen" wäre das unnötige Paranoia und gerade in dieser Situation nicht zu gebrauchen.

Das ist meine Meinung dazu. Entscheiden kannst nur du ;D

lg und Viel Glück!

Antwort
von Kasumix, 61

Mit 20 kannst du das auch ohne deine Eltern organisieren.

Gibt nur das entweder oder.

Entweder du änderst JETZT was oder du wirst noch weitere Jahr/e(tehnte) kein Glück empfinden und solche Phasen haben.

Sind deine Eltern solche Unmenschen? Würden Sie nicht eher wollen, dass es dir gut geht? Meinst du ein Arzt verurteilt dich? Der verdient seinen Lebensunterhalt damit und hat den Beruf gelernt um Menschen zu helfen...peinlich...ist es eher, wenn du ewig so weiter machst... Wieso? Weil es nicht sein muss!

Kommentar von Bananaboat007 ,

Ja du hast ja recht. Nein nein meine Eltern sind keine Unmenschen, nur meine Mutter ist immernoch fertig wegen der Magersucht vor ein paar Jahren und ein paar Zwischenfällen danach und ich will sie nicht weiter belasten. Und bei meinem Vater hab ich das Gefühl dass er psychisch auch nicht ganz in Ordnung ist, weil er selbst ein harte Kindheit hatte. Und nachdem er diese ja ach so gut gemeistert hat stempelt er die Probleme von anderen gerne als Kleinigkeit und Jammerei ab. 

Aber wenn es möglich ist das alles ohne das Wissen meiner Eltern (zumindest anfangs) zu machen klingt das schonmal ganz gut

Kommentar von Kasumix ,

Weisst du, womit man eine Mutter wirklich belastet? Es kann schlimm sein wie es will... Aber wenn man sie nicht ins Vertrauen zieht... Wenn Sie es irgendwann heraus bekommt und sie sich fragt, was sie falsch gemacht hat. Wieso das eigene Kind nicht zu ihr kommt. 

Und viele haben eine harte Kindheit. Gerade deshalb würde er es sicher verstehen. Das er so über Probleme anderer spricht, kann a. so sein, will wirklich viele Probleme klein sind und b. es andere sind..  Man redet mal... Nur wenn es dem eigenen Kind nicht gut geht...ist das schlimm 

Wenn du es alleine durchstehen möchtest und kannst, dann probier es so. Hauptsache du gehst dagegen an. Man lebt nur einmal und das sollte man auch ohne Ängste und Zwänge. Jetzt bist du noch jung und hast alles vor dir. Soll doch ein tolles Leben werden ;)

Schreib deiner Krankenkasse vllt einfach mal eine Mail und frag nach, welche Ärzte ggf in Frage kommen oder deinen Hausarzt.

Oft muss man leider so oder so mit Wartezeiten rechnen. Aber manchmal hat man auch Glück.

Ich drück dir die Daumen und hoffe, dass du es angehst.

Kommentar von Kitharea ,

Seine Mutter wird zu gegebener Zeit damit klarkommen dass er ihr nichts sagen wollte. Dass sie das belastet ist ihr Problem sie kann auch gern selbst dann sich helfen lassen.
Ich verstehe nicht wieso man die Menschen in erwachsenem Alter fast schon zwingen will den Eltern Bescheid zu geben. Könnten die Eltern einem helfen hätten sie es schon früher gemacht. Viel früher. Wenn jemand mit 20 hingeht und als erwachsenes Kind sagt dass er Hilfe braucht aber seinen Eltern nichts sagen will - warum auch immer - dann ist das Ernst zu nehmen und zu akzeptieren. Es ist seine Sache - dann vertraut er seinen Eltern nicht genug oder warum auch immer. Es geht keinen was an. Hört auf deswegen schlechtes Gewissen zu machen.
Und zu gegebener Zeit wird er mit seinen Eltern drüber reden können wenn sie es wissen wollen. Es ist GUT dass er den Wunsch verspürt das nicht zu tun - WEIL er sich damit schützen will. Und egal ob es richtig ist oder nicht - ER muss das entscheiden. Und er denkt für ihn ist es besser so. Warum will man ihm das ausreden?

Kommentar von Kasumix ,

Les richtig!!! Wenn alleine, soll sie!

Und ich rate was ich will! Lass dir das gesagt sein! Ich frag mich echt, was du für Probleme hast :D

Wenn hier jemand fragt, dann weiss die Person, dass verschiedene Meinungen kommen und vllt will genau DAS auch eine Person! Den eigenen Blickwinkel hat man selbst...

Und manche Menschen können sich NICHT in andere hinein versetzten oder denken auch gar nicht nach... Wenn DU der Meinung bist, nicht mal ein Rat oder eine Ansicht dazu würde neue Gedanken hervorrufen, dann tust du mir wirklich leid...Dann ist dein Leben sicher sehr einseitig und eingeschränkt...

:D

Mach was du willst, ich würde JEDES Wort wieder so schreiben, weil das ein ehrlicher Rat mit persönlicher Überzeugung ist!

Antwort
von Glueckskeks01, 28

Komisch, dass es einem peinlich ist, wenn die Seele krank ist, oder? Bei einer Grippe geht man sofort zum Arzt. Mit Depressionen schlägt man sich rum und traut sich nicht. Du bist 20! Du musst es deinen Eltern nicht sagen. Aber lass dir unbedingt helfen. Das Leben ist so schön, wenn man keine Depressionen hat. Überwinde dich unbedingt! Es muss dir nicht peinlich sein. Ärzte kenne sich mit so etwas aus und nehmen dich ernst. Keiner wird dich komisch anschauen oder dich auslachen. Im Gegenteil! Du darfst dort auch sagen, dass es dir peinlich und unangenehm ist. Du wirst feststellen, dass es dafür keinerlei Grund gibt. Warte nicht länger und tu etwas! Du wirst bald sehr froh darüber sein. Ich wünsche dir Mut und gute Besserung!!!!!

Antwort
von Alsterstern, 56

Mit 20 Jahren kannst Du machen was Du willst und bist Deinen Eltern gegenüber keine Rechenschaft verpflichtet. Du solltest lieber an den Ursachen Deiner Krankheit arbeiten. Wie sieht es aus mit einer Blutuntersuchung?! Was wurde da alles gemacht? Schilddrüse?  

Kommentar von Bananaboat007 ,

Schon, aber das merken sie ja so oder so...

Wie meinst du das mit Blutuntersuchung? Ich hab eine leichte Schilddrüsenüberfunktion aber die ist so minimalst das ich nicht mal Tablette nehmen muss

Kommentar von Alsterstern ,

Es kann auch sein, dass der Hormonspiegel nicht stimmt. Und lasse jetzt mal Deine Eltern außen vor. Oder kontrollieren sie Dich auf Schritt und Tritt? Lasse mal ein großes Blutbild machen.

Kommentar von Bananaboat007 ,

Naja meine Mutter hat schon einen ziemlichen Kontrollzwang entwickelt, nachdem das mit der Magersucht war und ein paar Zwischenfällen danach (ich hatte 2 mal einen epileptischen Anfall weil ich zu viel Wasser getrunken habe und musste ins Krankenhaus). Irgendwie versteh ich sie ja aber sie übertreibt es echt manchmal.

Und ich bin in den letzten Jahren ziemlich gut darin geworden, Probleme zu verstecken, deswegen merken sie es wahrscheinlich nicht und vielleicht fällt es mir auch deswegen so schwer, darüber zu reden.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Wieso merken die es so, oder so?

Kommentar von Alsterstern ,

Ich verstehe die ganze Situation nicht. Als Eltern müsste man es doch merken, wenn etwas mit dem 'Kind' nicht stimmt. Man will doch immer das beste und auch helfen...

Antwort
von Moglimomo, 22

Mir gehts ähnlich wie dir nur ich gehe nicht mehr raus und binn bald 24/w 

Antwort
von DukeSWT, 54

Ein Arzt hat Schweigepflicht. Aber belügen würde ich deine Eltern nicht, schließlich wollen sie nur das beste für dich

Kommentar von DukeSWT ,

Und wenn diese dann auch eine ärztliche Bescheinigung in der Hand halten, werden sie es begreifen.

Kommentar von Bananaboat007 ,

Schon aber mir ist das selbst vor dem Arzt unangenehm...

Wie soll ich denn da einen Termin machen, ich kann ja nicht anrufen und sagen "hallo ich glaube ich hab Depressionen". oder doch? 

Kommentar von Wonnepoppen ,

mußt du doch nicht!

du läßt dir einen Termin geben,mehr ist erst mal nicht nötig!

Kommentar von Kitharea ,

Also ehrlich gesagt nervt es mich wenn ein "Kind" Hilfe braucht und das Einzige worauf es sofort aufmerksam gemacht wird ist, dass die Eltern nur das Beste wollen. Das ist völlig irrelevant. Es geht nicht darum was die wollen und was nicht die sollen sich selbst Hilfe suchen - sind alt genug.
Der Arzt hat Schweigepflicht ja - beim Rest stimme ich nicht zu - nicht weil es nicht vielleicht stimmt - aber weil es keine Bedeutung haben sollte für den TE. Er soll das für sich machen - NUR für sich.

Kommentar von DukeSWT ,

Ich wollte ihr nur klar machen, dass sie keine Angst davor haben muss, da ihre Eltern sie lieben.

Kommentar von Kitharea ,

Das Problem an Therapie ist sehr sehr oft - dass genau DAS einem immer wieder eingeredet wird - ABER es gibt immer Probleme aus der Kindheit die es zu verarbeiten gibt - Moral hin oder her. Der Hass und die Wut auf die Eltern braucht Platz und muss raus - egal was die Eltern dabei denken. Es geht darum sich selbst zu finden unabhängig von den Anderen. Erst wenn auch die negativen Gefühle zu den Eltern Gehör finden (und es gibt immer welche) ist man fähig sich selbst anzunehmen - zu sehen - zu wachsen.
Das hat nichts damit zu tun ob man die Eltern mag oder nicht. Aber diese "Bindung" zu ihnen muss erst einmal durchbrochen werden um an sich selbst arbeiten zu können. Und Sätze wie dieser hindern einen nur daran weil sie einen auf den moralischen Boden zurückholen und nur schlechtes Gewissen machen, sobald man was schlechtes über die Eltern sagen will. Man darf ihnen verzeihen - schnell oder langsam aber vorher - muss alles raus. Keine Kopfbarrieren - schon gar nicht moralischer Art. Moral kann töten wenn sie sich gegen einen selbst wendet. Genau den Punkt betreffend spreche ich aus Erfahrung. Genau dieser moralische Mist hat mich 10 Jahre gekostet. 10 Jahre schlechtes Gewissen JA nix schlechtes über meine Eltern zu sagen. Das bringt nichts. Ich verstehe mich inzwischen wunderbar mit ihnen - aber auch sie mussten lernen mich zu nehmen wie ich bin. Moral hat seitdem in meinem Leben einen sehr untergeordneten Wert. Weil sie mir zumindest mehr geschadet als genützt hat. Weil sie Gedanken und Gefühle unterdrückt.

Kommentar von Gigama ,

@Kitharea sehr gut auf den Punkt gebracht was die Eltern- Thematik betrifft. Auch ich bin der Meinung das dieses Argument "aber deine Eltern lieben dich doch und wollen doch nur dein bestes" absolut unpassend und anmaßend ist. Niemand kann von aussen die Beziehung zu den Eltern beurteilen oder ermessen welche Rolle diese vielleicht sogar bei der Entstehung der Krankheit gespielt haben. Sicher sollten Eltern ihre Kinder lieben und das beste für sie wollen, aber das ist der Idealfall und wenn jemand das in seinem Leben nicht so erlebt hat dann ist so eine Aussage wie ein Schlag ins Gesicht.

Antwort
von Kitharea, 17

Nochmal auch deine Antworten durchgelesen. Es wirkt als hätten deine Eltern dein ganzes Leben unter Kontrolle. Kann das sein?

Antwort
von Climatewarming, 15

Ich hass es so wenn Menschen,Personen auf irg was verzichten nur weil sie denken was würden die anderen sagen..!
Das ist "dein" Leben und du hast es nur 1mal nutzt es aus mach auf was du Bock hast wen es da was gibt selbst wenn es absurd sein sollte.

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