Frage von elisahorn, 37

Depression -Therapie?

Hallo erstmal, Also wie ihr schon gelesen habt, handelt meine frage um Depressionen und die dazugehörige Therapie. Eine sehr gute Freundin von mir hat eine Depression. Sie hat täglich suizid Gedanken und hat keinen Lebenssinn mehr. Sie hat auch den drang sich selbst zu verletzen aber meistens halte ich sie davon ab. Ihr geht es wirklich sehr schlecht und ich möchte ihr helfen. Sie hat vor einem Jahr angefangen eine Therapie zu machen, diese aber sofort abgebrochen, weil die Therapeutin ihrer Meinung nach grob und unfreundlich war. Sollte ich für sie bei einer anderen Therapeutin oder Therapeuten, anrufen und einen Termin ausmachen? Wird das von der Krankenkasse bezahlt? Muss sie davor vom Arzt als depressiv diagnostiziert werden? Ich habe in einer Broschüre, beim Arzt gelesen, dass bei Depressionen eine Therapie sehr wirksam ist. Ich hoffe sehr das ihr mir helfen könnt. Vielen Dank im voraus.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 16

Als erstes kommt es darauf an, was du unter Therapie verstehst. Ich glaube, du meinst damit eine Psychotherapie und nicht eine Pharmakotherapie (Medikamente).

Es gibt verschiedene Formen der Psychotherapie mit unterschiedlichen Ansätzen. Die zwei bekanntesten sind wohl die Psychoanalyse und die Verhaltenstherapie. Es gibt jedoch noch unzählige weitere Formen.

Grob unterscheidet man also von einer analytischen (was nicht zwingend Psychoanalyse heisst) und einer behavioralen (Verhaltensorientieren) Psychtherapie.

Bei den analytischen Therapieformen spielt das Unterbewusstsein eine zentrale Rolle. Es wird angenommen, dass die Gründe für eine Depression (oder auch andere psychische Erkrankungen) im Unterbewusstsein liegen, welches meist schon in der Kindheit geprägt wurde. Mittels diverser Verfahren (meist freies Assozieren) wird versucht dieses Unterbewusstsein zu erreichen und grundlegend zu verändern.

In einer Verhaltenstherapie hingegen geht man von einer "erlernten Hilflosigkeit" aus. Mittel Übungen wird versucht das eigene Verhalten zu ändern und auf Krisen adäquat reagieren zu können.

Bei Depressionen kommen vor allem analytische Verfahren zum Einsatz, bei Angststörungen eher Verhaltenstherapie. Die Ansprechrate auf analytische Therapien ist sehr gut, der Nachteil davon ist, dass die Therapie oft Monate, wenn nicht Jahre dauert, bis sie wirkt.

Bei allen Therapien ist die "Chemie" zwischen Patient und Therapeut/in elementar.

Obwohl man nicht verallgemeinern sollte, lässt sich sagen, dass Psychologen mit entsprechender Weiterbildung zum Psychotherapeuten besser für eine Psychotherapie geeignet sind als Psychiater. Psychiater sind eher auf medikamentöse Behandlungen spezialisiert.

Grundsätzlich ist es sinnvoll erst zum Hausarzt zu gehen, welcher einem anschliessend an eine Fachperson überweist. So übernimmt die Krankenkasse in jedem Fall die Behandlungskosten.

Wenn deine Freundin schwer depressiv ist und Medikamente braucht muss sie jedoch zu einem Arzt, denn Psychologen dürfen keine Medikamente verschreiben. Sie kann sich die Medikamente jedoch auch von ihrem Hausarzt verschreiben lassen und paralell eine Therapie machen.

Antwort
von LittleMistery, 13

Eine Diagnose ist unumgänglich und nur vom Facharzt zu stellen.

Antwort
von einfachichseinn, 11

Du kannst gegen ihren Willen keinen Termin ausmachen.

Da macht kein vernünftiger Therapeut mit!

Antwort
von FelinasDemons, 22

Also erstmal ist es wirklich nett von dir,deiner Freundin dabei zu helfen:)

Jedoch sollte sie das wenn schon selbst machen. Du kannst ihr natürlich beim suchen und anrufen helfen. Am besten ihr sucht mehrere raus. Aber auch nicht zu viel. Damit sie genug,aber nicht zu viel Auswahl hat. Die Krankenkasse übernimmt das. Sucht nach Therapeuten,die auch Kassenpatienten nehmen. Und der Psychologe/Psychiater diagnostiziert die Depressionen, kein normaler Arzt.

Kommentar von elisahorn ,

Dankeschön für deine Hilfe :) ich will wirklich das es ihr besser geht und ich werde sie demnächst auf eine Therapie ansprechen. 

Kommentar von FelinasDemons ,

Bitte:)

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