Frage von KolossalCrash,

Depression - Beruf

Hallo liebe Leute!

Also mein Problem ist, das ich an Depressionen leide. Ich bin 21/w. Letztes Jahr habe ich meine Ausbildung abgeschlossen, anfang des Jahres habe ich eine 3-mon. Therapie gemacht. Dennoch geht es mir immer noch sehr schlecht. Nach den Sommerferien habe ich mit dem Abitur angefangen.

Doch jetzt ist es wieder so schlimm, das ich bereits seit knapp 2 Wochen nicht mehr da war. Auch eine AU zu bekommen stellt für mich eine Schwierigkeit dar. Denn ich schaffe es nicht regelmäßig zum Arzt. Bin ich dennoch dort angekommen, habe ich bisher eine längere AU ausgeschlagen da ich ja eigentlich sehr willens bin die Schule durchzuziehen. Nun denke ich aber das ich das so nicht schaffen werde. :(

Nun denke ich wäre es derzeit wahrscheinlich besser mir einen Job oder besser noch ein Fernstudiums/Fernschule zu suchen, wo ich das alles zuhause machen kann. Es ist ja nicht so das ich keinen Willen habe das Abitur zu machen. An Wissen und so mangelt es mir auch nicht, das heißt ich komme mit dem Stoff gut klar und hätte mit dem Pensum und den Anforderungen kein Problem und kann es schaffen.

Bekäme ich die Möglichkeit dazu, wäre mir sehr geholfen. Einen Therapeuten nach der Therapie habe ich leider noch nicht, doch hoffe ich bald einen zu haben um weiter an den Depressionen zu arbeiten. Was ich auch möchte da es mir in der stationären Therapie SEHR viel besser ging. Nur merke ich das ich eine ständige anwesenheit bei der "normalen" Schule oder wie früher der Arbeit nicht schaffe. Es geht einfach nicht. :( Ich wollte auch mit dem Vertrauenslehrer der Schule darüber sprechen was man tun kann, habe aber keine große Hoffnung das der viel tun kann.

Alles schön überlegt, das geforderte Lernpensum zu liefern ist kein Problem. Bisher habe ich ja auch die HA gemacht und gelernt. Per Fernschule könnte ich so auch mein Ziel erreichen. Wennauch das natürlich mehr wäre als so. Aber dennoch im Rahmen weil da die Wöchentliche Arbeit laut deren Aussage bei ca 8-10 Stunde läge. Wennn ich dennoch mehr schaffe kann ich ja vielleicht sogar schneller fertig sein als Angegeben.

** Doch wie bekomme ich das finanziert?**

Die Fernschule bezahlen und meinen Beitrag zur Haushaltskasse leisten. Sprich Miete und Verpflegung. Und nein ich möchte mich nicht nur zuhause verkriechen, ich habe genug Menschen um mich rum die meine Problematik kennen und andere Gelegenheiten um auch sozial aktiv zu bleiben und auch draussen zu sein. Nicht umsonst ist mein bevorzugter Platz auf dem Balkon! :)

Nun denn, diese Situation belastet mich schon sehr und verschlimmert so meinen Zustand immer weiter wie ich merke. :(

Zum Arbeitsamt wollte ich die Tage um mich diesbezüglich zu informieren. (Was ich auch schon seit gut einer Woche vorhabe... D:) Hauptsache ich sitze nicht föllig ungefordert mit AU und Hartz4 zuhause.

ICH WILL JA, ICH WEIß NUR NICHT WIE!

Hat jemad Hilfen/Tips für mich?Was kann ich tun?Wo kann ich mir Hilfe holen?

Ich warte und freue mich schon auf eure Antworten!

Hilfreichste Antwort von sakura09,

Mutig! Mach weiter, es sieht aus als ob du wirklich darum kämpfst weiterzukommen, das ist super!

Mein Rat, bevor du dich durch die "Mühle" beim Arbeitsamt drehen lässt (woran schon viele "Gesunde" zerbrechen und den letzten Lebensmut verlieren!!!), sprich mal mit einem Sozialarbeiter. In den meisten Städten gibt es Stellen, die kostenlos Menschen mit seelischen Problemen beraten, und wenn sie es selbst nicht wissen, wissen sie doch in der Regel, wer wissen kann, was Sache ist. Du kannst dich ans "Bürgerbüro" wenden, die wissen wo es solche Beratungsmöglichkeiten gibt. Oder die Klinik wo du Anfang des Jahres warst.

Sprich auch mit deinem Arzt, der dir ja die AU ausstellen soll. Erzähl ihm von deinen Gedanken, Sorgen, Plänen und Rätseln. Es ist wichtig dass er von deiner Situation weiß. Und vielleicht hat er ja auch einen Rat.

Bitte gib auf keinen Fall auf! Du bist doch auf einem guten Weg. Weiter so!

Kommentar von KolossalCrash,

Danke für die Tips! Die anderen Anlaufstellen sind mir gar nicht in den Sinn gekommen! Habe mir direkt die entsprechenden Adressen rausgesucht. Versuche da morgen(heute) vorbeizugehen. Also mind. 1 als Etappenziel. :) Wenn nicht kann ich ja zumindest anrufen. Mein neuer HA (bin umgezogen) weiß es und hat mir bereits jeden Ratschlag und Überweisung gegeben. Werde nur dafür sorgen das ich zumindest erst mal eine AU bekomme. Danke für die lieben Worte!

Antwort von KolossalCrash,

Soooo! Für alle die es interessiert!

Nachdem ja mein 2. Anlauf bezüglich Abitur fehlgeschlagen ist und ich auch mittlerweile an der Schule wieder abgemeldet bin, habe ich mich entschlossen erst einmal die momentanen Verhältnisse zu verbessern. :)

Ich habe neue Kraft und neuen Mut geschöpft und nehme das Ganze, wenn auch teilweise mit Rückschlägen, wieder in Angriff.

Das heißt:

  • Die Bude/ den Tagesablauf in Ordnung bringen
  • Zum Amt gehen um wenigstens etwas an Einkommen und Existenzsicherung zu haben
  • Immernoch die leider bisher erfolglose Therapeutensuche antreiben
  • tagtäglich an mir, mit den in der Therapie erlernten Techniken, zu arbeiten

Und das alles mit wenn auch bregrenztem Erfolg, doch ich habe Hoffnung geschöpft und mag nicht aufgeben. Mein Kampfgeist ist wieder erwacht! Ich will und mag nicht wieder so versumpfen und mein altes/neues Leben zurück!!!!

In dieser Situation hilft mir besonders unser neues Familienmitglied. Wir haben uns einen Welpen angeschafft. Ja ich weiß, es ist viel Arbeit / Verantwortung und Kostet Geld. Aber das haben wir im Griff! Und das erfolgreich.

Die Kleine sorgt für neuen Lebensmut, scheucht mich mind 8 mal täglich nach draußen, bringt Leben in die Bude wenn ich wieder allein bin. Und ja es hat auch seine Tücken. Aaaaaaber ich kann mit Stolz berichten das ich seit wir sie haben, sprich gut 1 Monat, erst 2 oder 3 Tage hatte an denen es mir richtig schlecht ging.

Ich komme raus, treffe neue Menschen, habe jemanden der mich gezwungenermaßen immer auf Trab hält und mir dennoch beisteht wenns mir dreckig geht. In diesen Situationen hab ich gottseidank einen super Mann an meiner Seite, der auch dann für die Sachen der optimalen Verpflegung der Kleinen übernimmt die ich in diesem Falle nicht erledigen kann.

Auch die Fragerei von allen Seiten ich solle dies ich solle das, versuche ich zu ignorieren, da ich ja mal wieder gemerkt habe das ich nicht einfach so weiter machen kann wie andere ohne Depressionen. Ich habe das erkannt, arbeite dran, versuche das so schnell und erfolgreich wie möglich hinter mir zu lassen um wieder ins Leben zurück zu kehren....

Beruflich oder Jobmäßig wie auch immer weiter zu kommen werde ich weiter im Auge behalten. Denn ich WILL! Und ICH KANN WENN ICH WILL! Mit entsprechender Hilfe, kann ich das wirklich alles schaffen!

Danke auf jeden Fall erst mal an alle die mir hier so lieb geantwortet haben und helfen wollten! Das hat gut getan und ich habe mich bisher schon öfters an so manches geschriebene Wort erinnert, was mir neuen Anschub gab!

Ganz liebe Grüße an Euch....

Eure KolossalCrash

Antwort von Minischweinchen,

Hallo,

Dir geht es recht schlecht mit Deinen Depressionen und ich sags Dir ganz ehrlich, alles andere ist unwichtig, lass die Schule Schule sein und das Fernstudium auch, Du bist krank und jetzt zählst als erstes nur mal Du, sonst nix. Du musst erst einigermaßen gesund werden, sonst kannst Du alles andere vergessen, weil Du es nicht schaffen kannst und wirst. Das hat nix damit zu tun, daß Du nicht willst oder sonstiges, wenn Du Depressionen hast, geht das nicht und eine AU ausschlagen schon gleich gar nicht. Ich kann Dir nur raten, geh wieder stationär in die Klinik, 3 Monate sind viel zu wenig, wenn Du richtige Depressionen hast und das richtige Medikament gefunden werden muss für Dich, daß kann und wird dauern. Auch danach brauchst Du Medikamente und psychologsiche Betreuung und dann kannst Du nicht gleich , wenn Du daheim bist, voll loslegen. Erst musst Du mal ins "normale" Leben zurückfinden, Du machst nur das, was Du gerne machen würdest und davon nicht zu viel. Du wirst auch sehen, daß Du nicht in der Lage bist, viel zu machen, nur weil Du aus der Klinik bist, heißt das nicht, daß Du auch gesund bist. Du bist deshalb immer noch nicht belastbar und darfst nicht den Fehler machen, etwas zu erzwingen. Laß Dich nochmal in die Klinik einweisen. Das mit dem Fernstudium ist natürlich keine schlechte Idee, aber nicht, wenn Du krank bist, weil Du das Pensum nicht schaffen kannst. Du hast unheimlichen Druck und das geht bei Depressionen gar nicht. Ich hoffe, Du nimmst ein bissl was an. Das Allerwichtigste bist Du jetzt selber. Geh in die Klinik und lass Dir dort Zeit, mach Dir keinen Druck. Du wirst dort auch Rückschläge erleben, wenn ein Medikament nicht mehr richtig wirkt und ein anderes gefunden werden muss usw., aber Du wirst dort auch nette Gleichgesinnte finden und irgendwann wirst Du merken, es geht Dir etwas besser.

Liebe Grüssle - ich wünsch Dir nur das Allerbeste und Denk dran, Du bist jetzt das Allerwichtigste und vor allem, gib niemals auf, es lohnt sich!

Kommentar von KolossalCrash,

Ja da hast du wohl recht mit dem was du sagst. Aber die 12 wochen ist das maximum für einen Klinikaufenthalt soviel ich weiß. Und ja da ging es mir besser, allein weil ich da war und das ohne Medis. Ich denke einfach das es mir viel besser ginge a) wenn sich hier 1-2 Dinge ändern [sprich Leistungs-/ Druck von aussen] b) ich einen Therapeuten hätte. Ich weiß und wußte das ich nicht gesund raus komme und habe ja auch erst 2 Monate danach wieder mit der Schule angefangen. Das mit der AU... :) Ja ich weiß deswegen seh ich das ja jetzt auch so. Nur in dem Moment kam der Wille und der Ehrgeiz wieder raus. Ich denke mit einem weiteren Klinikaufenthalt wäre mir nicht wirklich geholfen. Ich versuche halt das mittelding zu bekommen. In der Klinik kann ich nichts machen (das was mir da am meisten hilft würde auch ein Therapeut leisten), und so ist es einfach zuviel. Ich brauche einfach Luft! Luft um auch einmal Schule Schule sein zu lassen und das zu machen was mir in der Klinik beigebracht wurde damit es mir besser geht. Einfach die Möglichkeit sich Auszeiten zu nehmen und mich nur um mich zu kümmern. Manchmal einfach die schönen Dinge wieder erleben oder so. Ich hoffe du verstehst was ich meine. Normales Alltags-/Berufs-/Schulleben ist mir einfach noch zu viel. Bei der Fernschule hätte ich die Möglichkeit je nach Belastbarkeit zu lernen. Ich muss mir nicht alles (von den Schultern/ aus dem Kopf) nehmen sondern es auf mich anpassen können. Wenn ich jetzt noch einmal in die Klinik gehe, bin ich (geistig unterfordert klingt falsch, es ist ja geistige Arbeit) na es fehlt einfach was und ich muss was tun. Eine Aufgabe zu haben tut mir ja gut. Es hilft mir die guten Phasen zu verlängern, vor allem wenn ich weiß ich bekomme/habe keinen Druck von außen wenn ich es in den schlechten ruhen lasse. Aber das WICHTIGSTE (nach mir natürlich) ist mein Unterhalt von irgendwas muss ich ja leben und die Miete zahlen. Und das belastet schon sehr. Samstag ist wieder ein Treffen mit den damaligen Mitpatienten geplant, was mir auch sehr wichtig ist. Wie du schon sagtest. Du hast schon recht mit dem was du schreibst. Verstehst du mich auch?

Antwort von HamburgChillo,

Zwing dich zur schule zu gehen oder zu arbeiten. Denk dir immer wenn ich es jetzt durchziehe dann hab ichs hinter mir. Abeeeer wenn ich es nicht durchziehe zur schule zu gehen dann muss ich wiederholen und es fängt alles wieder von neu an,obwohl ich jetzt eig fertig wäre WENN ich durchgezogen hätte! Denk dir dass du es bereuen wirst wenn du etwas nicht durchziehst, und wie stolz du auf dich sein kannst wenn du etwas erreicht hast, wo duimmer gedacht hast, du würdest es nie schaffen.

Kommentar von KolossalCrash,

So habe ich mich auch durch das letzte Jahr durch den Rest der Ausbildung und anschließend der Arbeit geschleppt. Und das ging gar nicht gut. a) hat es meine Situation kontinuierlich verschlimmert und b) macht das auf dauer kein arbeitgeber oder keine Schule mit. Da ich ja will versuche ich mich jeden tag zu zwingen. Aber es geht einfach nicht. Eine schwere Depression ist nicht zu unterschätzen. Ich kenne deine Erfahrungen in dem Bereich nicht, aber was für andere völlig normal ist bedeuted für mich eine Anstrengung die mit Marathonlaufen vergleichbar ist. Und ich habe/schaffe es nicht diese Kraft jeden Tag aufzubringen! Mit dem was du geschrieben hast habe ich das Schuljahr begonnen. Und was ist jetzt? Mir gehts schlechter oder mind. genauso schlecht wie vor der Therapie. Trotz allem was ich dort gelernt habe und auch anwende bzw versuche anzuwenden. Von daher....

Antwort von ratfrank92,

Es sollen hier keine Bücher verfasst werden! Das ist kein Buchverlag!

Kommentar von sakura09,

Diese Antwort spricht für sich selbst. Aber leider nicht gerade für dich.

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