Frage von Politisch, 64

Depression - Angst - Ratlos!?

Hallo, ich versuche mein Problem kurz zu fassen und nur das nötigste zu schreiben.

Ich habe mit 18 oder 19 einen Panikanfall gehabt. Es war schrecklich - direkt zum Krankenhaus gefahren. An diesem Tag habe ich tatsächlich wenig gegessen und getrunken, es war Sommer. Ärzte gaben mir 2 Liter Wasser, welches ich in einer halben Stunde getrunken hatte und mir gibg es besser - ich wurde entlassen. Nun kamen nach und nach immer wieder diese Panikattacken. Das zog sich so ca. 1 Jahr hin. Immer wieder ging ich zu Ärzten. Immer fragten sie dann, ob ich Stress habe. Nein war meine Antwort. Dann verschwanden nach Umzug die Anfälle allmählich. Dafür hatte ich dann aber vermehrte Angst vor genau solchen Anfällen. Das gib wieder ca. 1 Jahr. Mit diesen Symthomen ging ich dann zu meinen neuen Arzt in der neuen Stadt, der sofort sagte Neurologe - Psychotherapie oder so ähnlich. Neurologische befunde wohl alle ok . Diagnose war Angst und Panikstörung. Das war im Jahr 2013, Winter. Dann telefonierte ich einige Psychologen ab. Alle hatten Wartezeiten von min. 12 Monaten. Im Frühling kam mein Kind zur Welt. Kurze Zeit später fand ich einen Ausbilfungsplatz. Meine Sympthome verschwanden. Ich fühlte mich normal, bzw dachte einfach nicht mehr nach. Ich konnte wieder normal Shoppen gehen, weg fahren, alles entspannt und ohne Stress, so ging ich nicht zum Termin. Bis September diesen Jahres hatte ich 11 Monate keinen Urlaub. Arbeitszeit von 9 bis 19 Uhr inkl. Pause. Ich fühlte mich ab Juli völlig fertig-überarbeitet, aber nicht depressiv. Im September war ich mit meiner Familie 2 Wochen im Urlaub. 2 Wochen in den ich mich so klasse fühlte :) Dann war das vorbei und die arbeit kam wieder. Im übrigen habe ich mich nebenbei noch selbstständig gemacht... Kurz vor den Urlaub im September hatte ich einen Migräneanfall mit heftigen Sehstörungen und später eintretenden Kopfschmerzen mit Ohmachtsgefühle und so weiter. Das machte mir nur in diesen Moment Angst. Doch seit dem ich wieder aus den Urlaub kam und arbeitete, musste ich öfter an den Anfall der migrände denken. Ich habe Angst das es wieeder kommt. Und weiter - ich kann abends nicht abschalten. Ich habe nichts vom Tag, da ich von 9-19 uhr arbeite, dann von halb bis 9 meiner selbstständigkeit von zuhause nachkomme. und dann schaue ich etwas fernsehen.... und der tag ist um. von meiner frau habe ich nur ab 19 uhr etwas. von meiner tochter.... nur mittags in den 2 stunden pause, wo sie meist auch noch mittagsschlaf macht.. abends noch eine stunde ... mich plagt es, dass ich keine freizeit habe. vor der ausbildung war ich auch in einer band und habe musiziert - habe sport gemacht... alles weg - durch meine arbeitszeot. ich muss im übrigen auch jeden samstag für 4 std. arbeiten. meine anfänglichen ängste und attacken ausgelöst durch? Meine jetzigen ausgelöst durch? Jedenfalls fühle ich mich erschöpft. ich verschlafe jeden tag... am liebsten würde ich zuhause bleiben... zeit für mich haben. wieso schaffen das millionen

Antwort
von juliaha85, 24

Puh, das ist ja eine große Last, die du da trägst. 

Wenn ich mir das so durchlese, kommen Fragen und Ideen in mir auf:

Warum neben der Ausbildung noch eine Selbstständigkeit? -Eine abgeschlossene Ausbildung ist sehr wichtig. Meine Idee- konzentrier dich darauf und warte mit der Selbstständigkeit, bis du fertig bist.

Wieso planst du nicht Zeiten ein in denen du etwas für dich tust. Du scheinst ein sehr aktiver Mensch zu sein. Tu dir was Gutes und tanke an deiner Musik auf.

Denkst du manchmal auch daran, was dich glücklich macht? Daran, was du gut kannst und wobei du dich sicher fühlst? vielleicht hilft es dir auch ohne Psychologen erstmal deinen Fokus weg von dem was dich alles beängstigt und überfordert auf deine Ressourcen zu lenken. 

Die Angst vertreibt nicht das wovor du dich fürchtest. Sie hat einen Schutzmechanismus. Vielleicht musst du erkennen worum es wirklich in deinem Leben gehen soll, welche Ziele du hast und was du dafür alles tun willst. Das Ganze muss aber auch erreichbar sein. Ich wäre von dem beschriebenen Zeitmanagement auch überfordert.  Dein Körper gibt dir bereits Warnsignale. Überhöre sie nicht!

Ein Tipp noch: falls dir alles über den  Kopf wächst und du das Gefühl hast, du müsstest in eine Klinik(da du ja keinen psychologischen Beistand hast), du willst aber in deinem gewohnten Umfeld bleiben und nicht in die Klinik,  gibt es ambulant psychiatrische Pflege.  Da bekommst du einen Bezugstherapeuten zu hause über einen maximalen Zeitraum von 16 Wochen. Sowas muss ein Neurologe verordnen und die Kosten übernimmt die Krankenkasse. 

Antwort
von VersagerM, 5

Das Kenne ich aus meiner Selbständigkeit ich dachte das hört auf wenn ich nicht mehr selbständig bin doch das war gar nichts. Ich bin nicht mehr selbständig und es geht mir auch nicht besser Angst vor meinem neuen Job und zu versagen

Darf ich die einen Rat geben gehe damit zum Arzt ich wollte und bin auch nicht gegangen doch ich fürchte das ist der einzige Ausweg tu es der kann helfen hat eine Bekannte von mir getan ihr geht es wieder gut ich ging nicht mir geht es ganz und gar nicht gut.  

Antwort
von Politisch, 24

aber ich nicht? ich überlege tatsächlich die ausbildung abzubrechen. ohnehin verspricht meine selbstständigkeit mehr verdienst-wenn ich da die zeit zu hätte...  ich bin verzweifelt. immer diese angst vor sämtlichen sachen. nun kommt auch diese furchbare innerliche unruhe wie sie früher bei den anfällen da war zurück. immer in situationen, die andere genißen. Am sonntag erst auf einen weihnachtsmarkt.... ich verstehe das nicht. ich habe keine lust mehr auf irgentwas. nur noch auf mich selbst, meine tochter und meiner freundin. ich kannes alles nur schwer beschreiben. jedenfalls war ich letzte woche wieder beim arzt. eine woche krankenscheib bekommen - da ging es mir super. kein stress. alles super.... jetzt bin ich seit montag wieder arbeiten und ich bin wieder am ende... mein arzt sagte, dass wenn ich mich nicht besser fühle, ich zum psychologen soll... dortige wartezeit aber wieder ein jahr.... und was ist, wenn meine beschwerden nicht wieder verschwinden. was mache ich bisdahin um mich selbst zu befreien von innerliche unruhe . von einschlafstörungen und so weiter. vor 2-3 uhr kann ich seit 2 monaten nicht mehr einschlafen außer vereinzelte tage.... was kann ich außerdem machen, wenn ich auf weihnachtsmärktern wieder unruhig werde. was tue ich gegen die angst umzukippen, lebensbedroht zu sein... das alles sind so sachen die mir durch den kopf gehen. ich bin übrigens männlich und 23 jahre alt... noch so jung und schon sooo überarbeitet? das kanns doch nicht sein....

Antwort
von Lukei, 13

Hallo, was du da schreibst scheint eine Depression zu sein. Dies sind alles Symptome die du SCHILDERST.

Bitte versuche noch einmal einen Termin bei einem Psyschologen zu bekommen. Es gibt aber auch Therapeuten sind aber keine ausgebildeten Aerzte, sondern sind spezialisiert auf psysische Erkrankungen.

Wenn du aber so erschoepft und ausgelaugt bist suche dir einen Hausarzt auf, der dich dann auch krankschreiben kann. Bis zu 6 Wochen erhaelst du dann deine Ausbildungsverguetung weiter.

Du musst dem Arzt aber sagen, das du vermutest, das du Depressionen hast. Denn dann erst kann er dir besser helfen mit entsprechenden Medikamenten.

Wenn du aber nujr eine leichte Depression hast dann hilft dagegen auch Johanniskrauttabletten sehr gut. Diese kaufst du dir am besten in einer Apotheke, weil diese hoeher dosiert sind als in den Supermaerkten. Diese sind frei verkaeuflich. Du brauchst dazu kein Rezept.

Die Wirkung faengt erst nach ein paar Tagen oder einer Woche an zu wirken.

Der Hausarzt wird dir ein Antidepressivum verschreiben. Dies kannst du nach seiner Anweisungf ruhig einnehmen. Auch bei diesen Tabletten fangen die Wirekungen erst nach einigen Tagen ein und sie machen auch nicht suechtig.

Antwort
von MarwinNY, 31

Panikattacken haben meistens schon früher angefangen, aber du hast sie nicht wirklich gemerkt, hast du vor deiner großen Panikattacke 2013 schon vorher solche ähnlichen Symptome gehabt?

Kommentar von Politisch ,

nein eigentlich garnicht. ich habe allerdings zu dem zeitpunkt der ersten attacke einige veränderungen im leben gehabt. eine freundin welche in der sch*** saß - ich habe sie mit allen mitteln da raus geholg und dafür mein elternhaus verlassen. meine ganze familie kurzzeitig gegen mich gehabt. und die person, für die ich alles aufgab damals hat mich dann auch "verstoßen" weil ihr ihr damaliges leben wichtiger war.... ich denke es lag an der situation. an einen anderen anfall davor  kann ich mich nicht erinnern

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