Frage von kurznachgefragt, 59

Depot seitens der Bank umgeschichtet und keine Gewinne erwirtschaftet?

Ich habe bei der bank zweiplus im Jahre 2004 ein Depot mit monatlichen Zahlungen eröffnet. Das besondere daran war, dass mindestens der Wert der geleisteten Zahlungen (abzgl. Kosten) oder 80 % des höchsten Monatsdepotwertes zum Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt wird.

Jetzt habe ich die Mitteilung erhalten, dass das Depot aufgrund des Niedrigzinsniveaus in ein Geldmarktfonds umgeschichtet wurde. Mit dem Hinweis, dass künftig nur minimale Renditen erwirtschaftet werden würden und somit mit Verlusten zu rechnen sei.

Über die hohen Depotgebühren habe ich mich immer schon aufgeregt, habe es aber wegen der Garantie toleriert. Was ich nicht tolerieren kann, dass einem dazu geraten wird das Depot aufzulösen, ich aber trotzdem schon heute weniger ausbezahlt bekommen soll als ich im Laufe der Zeit eingezahlt habe. Die letzten 10 Jahre an den Börsen waren zwar turbulent, aber es war durchaus möglich Gewinne zu erzielen, oder sehe ich das falsch?

Was sollte man jetzt machen? Warum ist denen die Auflösung des Depot so wichtig? Verzichte ich da auf irgendwelche Ansprüche?

Freue mich auf hilfreiche Antworten. Vielen Dank!!!

Antwort
von Hardware02, 17

Depot auflösen, Geschäftsbeziehung zu dieser Bank dauerhaft beenden!

Wo gibt es denn so etwas noch? Depotgebühren? Das ist nicht mehr zeitgemäß.

Ja, du hast jetzt wohl Verluste gemacht. Vermutlich hat deine Schummelbank auch nicht von sich aus den Verlustrücktrag beantragt. Das muss man im Dezember machen, und wenn man das getan hat, dann kann man die Verluste jahrelang n die Zukunft übertragen. Wenn man dann irgendwann mit Aktien Gewinne macht, kann man diese Gewinne mit den alten Verlusten verrechnen und zahlt so weniger Steuern auf diese Gewinne.

Eröffne am besten ein Depot bei einem Direktbroker (IngDiba, DAB Bank, Cortal Consors, Flatex, etc.) und wenn du das Geld langfristig anlegen möchtest, dann kauf dir Fonds oder ETFs. Ja, die verlieren mal im Wert, aber sie steigen dann auch wieder.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Wo gibt es denn so etwas noch? Depotgebühren? Das ist nicht mehr zeitgemäß

Im allgemeinen ist es so, dass ein Fonds- Depot das bis zu 50 pder 60 Euro im Jahr kostet, meistens sehr viel günstiger ist als ein vermeintliches kostenloses Fonds- Depot.

t, dann kann man die Verluste jahrelang n die Zukunft übertragen. Wenn
man dann irgendwann mit Aktien Gewinne macht, kann man diese Gewinne mit
den alten Verlusten verrechnen und zahlt so weniger Steuern auf diese
Gewinne.

Wenn Du mal Verluste und später mal zu versteuernde Gewinne über dem Freibetrag gemacht hättest, wüsstest Du ganz sicher das dies im deutschen Steuerrecht nicht möglich ist.
Verluste und Gewinne aus Kapitalanlagen sind nur in dem Jahr abrechenbar in dem sie anfallen.

Eröffne am besten ein Depot bei einem Direktbroker (IngDiba, DAB Bank,
Cortal Consors, Flatex, etc.) und wenn du das Geld langfristig anlegen
möchtest, dann kauf dir Fonds oder ETFs. Ja, die verlieren mal im Wert,
aber sie steigen dann auch wieder.

IngDiba, DAB Bank, Cortal Consors sind schonmal nicht kostenlos

Flatex, Ayondo, IG LYNX usw. sind Broker und kein Fondsdepot bei dem man, wenn man ETF´s oder auch CFD´s kauft statt dem einmaligen Ausgabeaufschlag den höheren Verkaufspreis / niederigen Einkaufspreis und darüber hinaus noch tägliche gebühren für offene Positionen zahlt.

Antwort
von RudiRatlos67, 30

Ein Fonds der in 12 Jahren in Summe weniger als 30 bis 40 Prozent erwirtschaftet hat, ist nicht nur unterdurchschnittlich schlecht sondern hundsmiserabel gelaufen. Einzige Erklärung zu geringe kapitaleinlage um die Depotgebühren zu finanzieren und in dem Zusammenhang gleich auch noch die kapitalertragssteuer oder abgeltungssteuer wie sie im Lauf der Jahre auch immer geheißen haben mag, ans Finanzamt verschenkt dann kann man schon auf negativ Gewinne kommen. Und, ja, man kann auch in schwierigen Zeiten sehr gut von Kapitalerträgen Leben.

Antwort
von DerHans, 39

Du bist eine Falle gelaufen. 

Banken schichten gerne die Depots ihrer Kunden um, weil da jedesmal Spesen anfallen. Da bleibt am Ende nicht viel Spielraum, um Gewinne zu erzielen

Kommentar von kurznachgefragt ,

Also sofort alles auszahlen lassen?

Kommentar von RudiRatlos67 ,

erstmal, ich kann die Antwort von Hans zu 100% bestätigen. In dem Fall gewinnt die Depotbank immer. denen ist egal wieviel Gewinne ein Mandant erzielt, der Depotbank kommt es nur auf die teuren Käufe und Verkäufe an. Ob es richtig ist zu halten oder zu verkaufen kann nur ein Hellseher sagen. Fakt ist aber das sich die meisten finanzprodukte (abgesehen von reinen Geldmarkt oder Rohstoff Produkten) im allgemeinen, im März/ April zum besten Kurs verkaufen lassen und im September Oktober November zum günstigsten Kurs zu bekommen sind. Um einen guten Rat geben zu können ist es unumgänglich zu wissen über welchen ankagehorizont man spricht und in welcher Größenordnung sich die Anlage bewegt. Dazu ist noch die Risikobereitschaft und die Flexibilität des Anlegers (können auch mal größere Auszahlungen 1 bis 2 Jahre warten, oder muss eine große Summe auch mal von jetzt auf gleich zur Verfügung stehen) von höchster Bedeutung. Es gibt für jeden eine gute Anlagestrategie nur muß sie zum Anleger passen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten