Frage von sun20, 58

Denkt ihr, dass (Achtung philosophische Frage)?

Regentropfen fühlen können?

Eine Frage die wir gerade in Philosophie durchnehmen

Antwort
von Andrastor, 19

Darüber muss man nicht philosophieren, Regentropfen sind nicht mehr als Wasser, H2O, welches mit verschiedenen atmosphärischen Teilchen angereichert ist, wie zum Beispiel Staub, Smog, Pollen, etc.

Als einfache chemische Verbindung fehlen Regentropfen die nötigen Organe um fühlen zu können, also die entsprechenden Drüsen und ein Nervenzentrum welches die Gefühle als Emotionen interpretiert.

Wenn ihr sowas in Philosophie durchnehmt, empfehle ich dir dass du deiner Lehrkraft mal ein Zitat des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach mitteilst:

Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie ist nur das Wahre heilig.

Die Religionskritik mal ausser Acht gelassen, ist die Aussage der Philosophie wäre nur das Wahre heilig der Denkanstoß den deine Lehrkraft braucht.

Philosophie sollte nicht sinnlose geistige Onanie sein, sondern die Suche nach der Wahrheit und bei Dingen über die wir bereits Bescheid wissen, muss man nicht philosophieren.

Antwort
von Grautvornix16, 6

Ich kann Andrastor nur zustimmen! - Ich ahne aber wahrscheinlich was du meinst. Wir hatten das mal in einem Seminar - allerdings als Übung für das Erkennen sophistisch-absurder Pseudo-Argumentationen und Schlüsse.

Es ging um die Beziehung von Denken und Denkgegenstand -ein uraltes Thema und Klassiker der antiken Philosophie. Die Wechselbeziehung zwischen beiden besagt, dass das Denken erst über den Denkgegenstand sich selbst in einer Art Reflektion erkennt. Also heute würde man sagen, dass durch die Aneignung von Umwelt in einem Verarbeitungs- und Integrationsprozesses - Marx würde von "Entäußerung" (nicht Entfremdung) sprechen - erst die Ebene geschaffen wird auf welcher sich der Mensch selbst wahrnehmen und begreifen kann. Denken benötigt also den Denkgegenstand und den Prozess seiner "Verarbeitung" um von sich selbst zu wissen.

Ich erinnere mich noch, dass in diesem Zusammenhang die radikale Auffassung und These von George Bekeley, dass es nichts außerhalb der Wahrnehmung gebe und selbst physikalische Begriffe eben nur "Konstruktionen" des Wahrnehmungsprozesses und der Kern (die Essenz des Geist-Begriffes) das Wahrnehmen selber sei als Grundlage für das Seminar genommen wurde. Im Ergebnis sollte aufgezeigt werden, dass das Denken, wenn es sich als rein nominales Denken seine eigenen Welten, Prämissen und Ableitungen schafft die Frage "wieviel Engel auf eine Nadelspitze passen könnten" als genauso relevant behandeln muß wie die Überlegung was Gerechtigkeit ist oder die Frage ob die Erde sich um die Sonne dreht oder nicht.

Und in diesem Zusammenhang der totalen nominalen Abstraktion ist letztlich auch die Frage zulässig ob nicht nur das Denken den Denkgegenstand "denkt" sondern ob auch die Annahme hinreichend begründet wäre, dass es auch umgekehrt sein könnte.

Ich bin für das Seminar heute noch dankbar da es geholfen hat, besser zwischen "Labern" und Philosophieren, zwischen Rhetorik und Argumentation unterscheiden zu können.

Karl Popper hat es später mit seinem "Kritischen Rationalismus" nochmal auf den Punkt gebracht indem er sinngemäß sagte: "Solange wir immer noch Rationalität und Rationalitätsprinzip miteinander verwechseln werden wir auch weiterhin völlig irrationale Ziele auf sehr rationale Weise verfolgen."

Vielleicht hat dir das weiter geholfen.

PS: Schade, dass Philo kein allgemeines Pflichtfach ist und deshalb auch keine entsprechende Curriculumentwicklung und Lehrerqualifizierung stattfindet.

Gruß

Kommentar von Grautvornix16 ,

Vielleicht das nochmal für dein Verständnis zusammengefaßt: Um was es letztlich ging war aufzuzeigen dass die Wahrscheinlichkeit zur Produktion operabler Theorien mit möglichst hohem Erklärungsgehalt eine gleichgewichtige Verschränkung der beiden grundlegenden Ableitungsverfahren >Deduktion< und >Induktion< zur gegenseitigen Ergänzung und Kontrolle benötigt. Sobald dieses Gleichgewicht durch eine wie auch immer motivierte Schwerpunktbildung gestört wird verläßt man den Bereich der qualifizierten Spekulation oder des kreativen Vorausdenkens und betritt den Bereich von "Schattentheater" und "Mummenschanz".

Antwort
von Suboptimierer, 19

Ich denke nicht, jedenfalls nicht mit den uns bekannten Formen von Sensoren, geschweige denn Informationsverarbeitungssystemen. Wir können nur von dem ausgehen, was uns bekannt ist. 

Hinzu kommt, dass fast schon per Definition nur Lebewesen fühlen können.

Drittens zeigt ein Regentropfen überhaupt keine Reaktion auf äußere Reize.

Antwort
von Kaeempferherz, 9

Diese Frage, finde ich persönlich ziemlich .. merkwürdig.
Regentropfen, besteht nur aus Wasser. Wasser ist nicht lebendig und kann somit auch nicht fühlen. Somit hat sich die Frage, ob ein Regentropfen fühlen kann, erledigt.

Antwort
von prazisionsvogel, 17

Naturwissenschaftlich gesehen nicht.
Aber wenn man so drüber nachdenkt...Die fallen von soooo weit runter.. wenn die gefühle hätten wäre das für sie ziemlich mies. Ich hab auch schon mal darüber nachgedacht, ob pfützen verschiedene schuhmarken bevorzugen. Naja...

Antwort
von Ranzino, 15

Nicht jede Frage ist sinnvoll in Philosophie.
Warum diskutiert ihr nicht lieber über "Macht ein Baum Krach, wenn er umfällt, aber keiner in der Nähe ist, um das zu hören ?"  Das ist höchst tiefsinnig ! :D

Antwort
von tokat67, 26

Wie soll das denn gehen? Dann würde das Wasser, das wir trinken auch irgendwie fühlen

Antwort
von Herb3472, 13

Wem fällt denn solch ein Schwachsinn ein? Regentropfen sind doch nicht lebendig, ergo können sie auch keine Gefühle haben.

Antwort
von KiriSnack01, 28

Ich schätze nicht genau die Regentropfen sondern die Organellen darin aber reintheoretisch schon

Kommentar von prazisionsvogel ,

Organismen oder garnelen?

Kommentar von KiriSnack01 ,

Organismen hast recht🙈

Antwort
von Enzylexikon, 14

Regentropfen sind keine Lebewesen, sondern Wasser. Damit erübrigt sich für mich die Frage ohne tiefergehende philosophische Abhandlung.

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