Frage von giada34, 164

Den Hund zurück geben?

Mein Vater hat den Hund meiner Schwester verkauft (20) sie wusste davon nichts da sie in der Zeit in Frankreich war (Sie hat ihn auf ihren Namen gekauft) . Meine Mutter ist gerade zu dem Käufer Nachhause gefahren und alles erklärt , dass meine Schwester von dem Verkauf nichts wusste und die Käufer wollen den Hund nicht zurück geben (Meine Mutter zahlt das geld auch wieder zurück). Müssen die Käufer den Hund eig. nicht wieder zurück geben??

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 32

Sieht schlecht aus. Der Käufer hat den Hund gutgläubig erworben und ist damit rechtmäßiger Eigentümer geworden (§ 932 BGB). Der ehemalige Eigentümer hat keinerlei Rechte mehr an dem Hund, er kann aber (Schadenersatz-)Ansprüche gegen den Verkäufer geltend machen. Nebenher dürfte der Verkäufer den TB des § 246 StGB (Unterschlagung) erfüllt haben. 

Die einzige Möglichkeit die ich sehe: dem Käufer den Hund abkaufen, ggf.wesentlich mehr zahlen als er bezahlt hat. 

Antwort
von michi57319, 80

Doch, sie müssen ihn zurückgeben.

Der Verkauf hat durch jemanden stattgefunden, der nicht Besitzer der Ware war. Also kann der Verkauf angefochten werden.

Ob das im Sinne des Hundes ist, vermag ich nicht zu ermessen. Hinter diesem Fall steckt ja sicherlich eine lange Geschichte.

Kommentar von fuedliblut ,

Naja, eigentlich war er der Besitzer, jedoch nicht der Eigentümer :P

Kommentar von michi57319 ,

Wenn du Haarspaltereien wegen den Begrifflichkeiten aufgreifst, ist die Lage ganz offensichtlich nicht Ernst genug.

Kommentar von IvyHolo ,

er war weder besitzer noch eigentümer. also lass diese kleinlichkeiten

Kommentar von AalFred2 ,

Natürlich war er Besitzer. Sonst hätte er den Hund nicht verkaufen können.

Antwort
von Nightlover70, 21

Der Par. 932 BGB wird hier womöglich durch Par. 935 BGB ausgehebelt.

Gutgläubiger Erwerb kann nicht an Dingen erfolgen die nicht rechtmäßig in den Besitz des Veräußeres gelang sind.

Wenn der Vater (der mmn nach übrigens ein großes Ars.....loch ist) den Hund unterschlagen oder gestohlen hat müsste der jetzige Besitzer diesen wieder zurückgeben.

Gibt es Papiere zum Hund die mit abgegeben würden in denen der Name Deiner Schwester steht?

Kommentar von furbo ,

Der Par. 932 BGB wird hier womöglich durch Par. 935 BGB ausgehebelt.

Nein. Der Hund wurde bestenfalls unterschlagen. Unterschlagen stellt aber keinen für das Abhandenkommen erforderlichen Gewahrsamsbruch dar. Abhandenkommen ist z.B. Diebstahl oder Verlieren. Der Hund dürfte nach der Sachverhaltsschilderung rechtmäßig in den Besitz des Veräußerers gekommen sein. 

Kommentar von Berni74 ,

Wieso wurde der Hund nur unterschlagen? Was ist in dem Fall der Unterschied zwischen Unterschlagung und Diebstahl?

Kommentar von furbo ,

Es erfolgte keine Wegnahme, so dass der TB des 242 nicht erfüllt wurde. Bei der Unterschlagung ist der Täter bereits rechtmäßig in Besitz der Sache.

Diebstahl erfordert den Bruch des fremden und Begründen des eigenen Gewahrsams.

Kommentar von Nightlover70 ,

Wenn sie den Hund ihrem Vater übergeben hat (zum Beispiel zum Aufpassen) wäre es Unterschlagung. Sofern er sich den Hund rechtswidrig angeeignet hat ist es Diebstahl.

Antwort
von Eulenhasser, 70

Auch wenn es Dich entäuschen mag, aber Du hast leider unrecht. Die Käufer müssen den Hund nicht zurückgeben. Denn obwohl die Schwester nichts von dem Verkauf wusste, sind die Käufer rechtmäßige Eigentümer des Hundes geworden (Stichwort: "gutgläubiger Erwerb", § 932 BGB). Die Schwester hat somit das Eigentum an dem Hund verloren. Sie hat allenfalls einen Anspruch gegen den Vater.

Kommentar von LukaUndShiba ,

Da der Vater aber nicht im besitzt des Hundes ist sondern die Schwester hat er kein Recht das Eigentum anderer zu verkaufen.

Kommentar von Eulenhasser ,

Natürlich kann er den Hund verkaufen, auch wenn er ihm nicht gehört. Das ist die Besonderheit des im deutschen Zivilrecht vorherrschenden Abtraktionsprinzips. Das Absptraktionsprinzip trennt Verpflichtungsgeschäft (Kaufvertrag) vom Verfügungsgeschäft (Übereingnung des Eingentums). Googlen ist an dieser Stelle angeraten.

Genauer gesagt, hat sich der Vater kaufvertraglich verpflichtet, den Hund zu übereignen. Da er das getan hat, ohne dass er ihm gehört, ist allerdings für den Übergang des Eigentums auf die Käufer unerheblich, da sie ihn (wohl) guten Glaubens erworben haben. Ich verweise noch einmal auf § 932 Abs. 1 BGB.

Kommentar von Xipolis ,

Nicht unbedingt, wenn nämlich der Hund eine Marke und/oder einen Chip hat, ist ein gutgläubiger Erwerb nicht mehr möglich, den beides sollte entsprechend Misstrauen erregen, wenn der Eigentümer dort eine Frau ist, der Verkäufer aber ein Mann.

Außerdem gilt der gutgläubige Erwerb auch nicht (neben Diebstahl und etwaigem verloren gehen) beim sonstigen Abhandenkommen der Sache. 

Kommentar von dsupper ,

Auf dem Mikrochip sind überhaupt keinerlei Eigentümer-Daten gespeichert - das ist völliger Unfug. Der Chip beinhaltet nur eine Nummer. Außerdem braucht man ein entsprechendes Lesegerät um so einen Chip auszulesen - über den verfügen Privatpersonen i.d.R. nicht.

Man ist noch nicht einmal verpflichtet, die Chip-Nummer irgendwo registrieren zu lassen, erst dann könnte man über die Chip-Nummer auf einen Besitzer schließen.

Kommentar von furbo ,

Der Chip ist keine Voraussetzung für eine Bösgläubigkeit. Wenn der Hund unterschlagen wurde, ist es kein Abhandenkommen. 

Antwort
von Goodnight, 25

Man kann nicht verkaufen was einem nicht gehört. Natürlich müssen die neuen Besitzer den Hund zurück geben.

Antwort
von Muggelchen71, 80

Es herrscht eine ganz klare Gesetzeslinie und da gibt es nichts zu rütteln.

Geld auf Tisch legen und Hund nehmen würde ich niemals machen, denn dann heißt es, wenn man keine Zeugen hat, der Hund wurde gestohlen!

Entweder Polizei einschalten oder ganz schnell einen guten Anwalt!

Das Recht ist auf Euer Seite. Der Vater muss sehr wahrscheinlich einen Schadensersatz bezahlen, aber die ganze Aktion darf ja auch für ihn einen bitteren Nachgeschmack haben.

Viel Glück und gutes Durchhaltevermögen

Kommentar von furbo ,

Das Recht ist auf Euer Seite. 

Das Recht ist auf Jedermanns Seite. Also auch auf Seiten des gutgläubigen Käufers, dessen Eigentum nun der Hund ist.  

Der Vater muss sehr wahrscheinlich einen Schadensersatz bezahlen, 

Nicht wahrscheinlich, sondern - wenn Schadenersatz verlangt wird - sicher. 

Antwort
von minecrafter340, 68

Sie haben ihn ja gekauft. Vlt. solltet ihr mal rechtliche Schritte einleiten.

Antwort
von IvyHolo, 62

ich würde diesen vater töten.. sowas macht man nicht. die "käufer" müssen den hund abgeben. und dann das geld zurück erhalten. also dieser "vaer" wäre für mich gestorben... alles andere als erwachsen dieses verhalten. -.-

darf ich fragen, warum deine mutter den hund nicht einfach gleich mitgenommen hat. also ich hätte das geld aufn tisch gelegt hätte den hund genommen und wäre schnell aus der tür raus gerannt. dann hätte ich mich von diesem "mann" getrennt!

Kommentar von fuedliblut ,

Gute Idee, ich würde meinen Vater auch umbringen... Ich meine, er ist ja nur so ein Mensch...

Kommentar von IvyHolo ,

im übertragenden sinne. nicht wirklich. es gibt dinge die kann man verzeihen. und es gibt dinge die kann man nicht verzeihen. immer dieses gerede aber er ist doch dein vater. aber er ist doch ein mensch, blablabla... man muss sich nicht alles gefallen lassen. so eine untat darf man nicht unterstützen. wäre ich seine frau würde ich mich von ihm trennen und mit meinen kindern und dem hund weg ziehen. es gibt für so ziemlich alles eine lösung. mit so einem mann weiter zu leben wäre für alle beteiligten -womöglich- nur psychoterror und es besteht auch die gefahr, dass er den hund vergiftet. warum? ja warum hat er ihn denn einfach so verkauft ohne ihr wissen?! hat er das recht dazu?! nein!!! ich hätte angst weiterhin mit so einem "menschen" zusammen zu leben. wer weis was für einen psychoterror er als nächstes vor hat. solche menschen gehören nicht auf diese erde...

Kommentar von giada34 ,

Er hat den Hund ja verkauft weil wir nicht wirklich viel Zeit hatten und jetzt möchte meine Schwester den Hund zurück..

Kommentar von IvyHolo ,

Das hat immer noch deine Schwester zu entscheiden. Nur weil sie einmal in Frankreich war kann dein Vater den Hund nicht verkaufen. Das ist kein Vater... Das ist ein Unmensch. Wenn es Probleme in der "Familie" gibt, dann sollte man doch darüber reden oder?! Und das hat er nicht getan. Der Hund gehört ihm nicht. Da gibt es kein Wenn und Aber. Ich würde zusammen mit deiner Schwester und deiner Mutter zu dem Käufer gehen und den Hund zurückholen. Einer redet und lenkt die Käufer ab. Einer legt das Geld auf den Tisch und der andere schnappt sich den Hund und rennt zur Türe raus. Ich vermute mal beweisen kann man nichts, da dein Vater den "Verkauf" nicht schriftlich festgehalten hat. Ich wäre aber in nächster Zeit sehr vorsichtig und würde den Hund nicht von der Leine lassen, damit er nicht geklaut wird von diesen herzlosen "Käufern". Und den Kontakt zum Vater würde ich auch abbrechen. So wie das ganze hier abgelaufen ist scheint ihr leider keine glückliche Familie zu sein. Klar in jeder Familie gibt es mal Streit. Aber DAS. DAS übersteigt alle Dimensionen. Und ich frage mich warum hat deine Mutter nicht den Hund geschnappt und ist gerannt... warum nicht. dann wäre jetzt (fast) alles vorbei...

Kommentar von Berni74 ,

Nur weil sie einmal in Frankreich war kann dein Vater den Hund nicht verkaufen.

Wo wurde geschrieben, daß er den Hund verkauft hat, "Nur weil sie einmal in Frankreich war"?

Die Fragestellerin schreibt selber, sie hätten nicht wirklich viel Zeit für den Hund gehabt. Daraus lese ich, daß es sich hier nicht nur um den Frankreich-Aufenthalt der Schwester handelte....

Kommentar von Berni74 ,


Er hat den Hund ja verkauft weil wir nicht wirklich viel Zeit hatten und jetzt möchte meine Schwester den Hund zurück..

Hat sie jetzt plötzlich viel Zeit?

Ich würde den Hund da lassen, wo er ist. Wahrscheinlich hat Eurer Vater ihm damit einen Gefallen getan.

Kommentar von AalFred2 ,

Das wäre dann entweder Diebstahl oder Raub. Toller Tipp.

Kommentar von IvyHolo ,

oh man... WENN DAS KEIN RECHTMÄßIGER VERKAUF GEWESEN IST, DANN IST DAS KEIN DIEBSTAHL -.- !!!!

Kommentar von AalFred2 ,

Meinst du, wenn du rumbrüllst, hast du mehr recht?

Die Käufer haben den Hund gutgläubig erworben. Damit ist er in ihr Eigentum übergegangen. Natürlich ist es dann Raub oder Diebstahl.

Antwort
von Crazystarx3, 34

Es kommt drauf an ob die Käufer wussten das es nicht der Hund des Vaters war.  Den wenn er es verheimlicht hat, haben sie ihn "im guten glauben erworben". So ein ähnliches Problem hat meine Nachbarin im Moment und es ist garnicht so leicht alles zu beweisen 

Antwort
von NameInUse, 104

Es handelt sich um einen widerrechtlichen Verkauf durch Deinen Vater, den Hund müssen sie zurückgeben udn können von Deinem Vater Schadensersatz verlangen.

Antwort
von Schnubbi14, 87

Ihr bekommt den zu 100% zurück da es dein Hund war und er ohne dein Einverständnis verkauft wurde.So gesehen wurde Diebstahl begangen also ab zur Polizei und der Hund ist wieder euer

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