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Den Grundwehrdienst abbrechen..aber wie?

gefragt von Zuckerwatte001 am 02.07.2009 um 16:03 Uhr

Hallo,

mein freund ist jetz seit 2 tagen beim bund. Er findet es total schrecklich. Er wusste nicht, dass es für ihn so schlimm dort sein würde. Es geht im gar nicht gut. Er hat seinem "Vorgesetzten" schon mitgeteilt, dass er nun doch verweigern möchte um zivi zu machen. Dieser sagte ihm dass er einfach einen Antrag stellen muss, was mein Freund dann auch sicher bald tun wird. Nun habe ich ihm gesagt er soll noch bis ende nächster woche dort bleiben. Dann ist die erste heimfahrt für ihn. Ich möchte wissen, ob er dann wieder zur Kaserne zurück muss, wenn er denn Antrag gestellt hat und wieder zu hause ist. Er hält es einfach nicht aus und sagte mir schon, dass er nicht zurück will. Weis jemand wie dass alles genau abläuft?

vielen dank schon mal an alle, die mir helfen können


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anonym
beantwortet von Comstock am 2. Juli 2009 16:04
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Fristlos kündigen und nach Haus gehen.

Kommentar von Zuckerwatte001 am 2. Juli 2009 16:21

heißt was?

Kommentar von TazDevil am 2. Juli 2009 19:01

Man kann als GWDL nicht kündigen. Also völliger Blödsinn die Antwort und sowas kriegt auch noch ein DH.

Kommentar von Chrischiii am 6. Juli 2009 16:03

jap, totaler Schmarrn. Er muss einen KDV-Antrag stellen, aber so lange zum Bund und auch dort in den Dienst, wie der noch nicht komplett durch ist. Erst dann darf er nach Hause und muss sich um einen Zivi-Platz kümmern. Nischt mit schnell kündigen. An der Stelle deines Freundes würde ich eher mal versuchen, noch zwei, drei Wochen beim Bund durchzuhalten. Am Anfang ist es ein bissl härter, aber sonst... http://www.aga-macht-gaga.de/kriegsdienstverweigerung.html


terraq
beantwortet von terraq am 2. Juli 2009 16:05
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prinzipiell müsste er solang dienen, bis der Antrag durch ist

er sollte dann versuchen besondere Härte einzufügen, wenn er sofort raus muss

Kommentar von Zuckerwatte001 am 2. Juli 2009 16:12

Also begründe könnte man das auf jeden Fall sehr gut...er möchte halt nicht wieder zurück. Habe auch gehört, dass man dich heutzutage nicht mehr einfach so von zu hause wegholen kann (falls er nicht mehr hinfährt)er sagt halt er will es auf keinen fall mehr

Kommentar von TazDevil am 2. Juli 2009 19:05

@terrag: Besondere Härte hat nichts damit zu tun, dass jemand den Grundwehrdienst schrecklich findet.

@ Zuckerwatte: Es ist für die Feldjäger überhaupt kein Problem deinen Freund daheim mitzunehmen.

Kommentar von Chrischiii am 6. Juli 2009 16:04

Ohh ja Fahnenflucht, sowas ist echt spannend :-)))


rotblauhamster
beantwortet von rotblauhamster am 2. Juli 2009 16:05
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...beantragen kann er das, muss es allerdings glaubhaft begründen. Bis dann eine Entscheidung gefallen ist muss er auf alle Fälle weiter zum Bund...sonst kommen die Feldjäger...


anonym
beantwortet von TazDevil am 2. Juli 2009 19:17
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Die ersten zwei Wochen sind immer die schlimmsten und bedeuten immer eine Umgewöhnung. Allerdings haben das schon Tausende vor deinem Freund geschafft und er sollte es auch erstmal versuchen, bevor er gleich anfängt zu jammern.

Zum Thema Verweigerung:

Die Bearbeitung kann je nachdem 4 - 10 Wochen dauern. Dein Freund sollte sich aber mal in Erinnerung rufen, wofür eine Kriegsdienstverweigerung (KDV) wirklich da ist. Es geht dabei um die Verweigerung aus GEWISSENSgründen und nicht, weil man kein Bock hat. Es ist ja nicht zuviel verlangt einem Staat, der einem 13 Jahre Ausbildung und ggf. finanzielle Unterstützung gewährt, mal 9 Monate lang ein bißchen was zurückzugeben, oder ?

Einfach zu Hause zu bleiben ist übrigens das blödeste was er machen könnte. Mal abgesehen davon, dass die Feldjäger ihn suchen und ggf. auch holen werden, hat dies auch disziplinare Folgen. Das fängt bei einem Verweis an und kann bis zum Arrest gehen. Rein theoretisch kann sein Fernbleiben sogar in den Bereich einer Wehrstraftat gehen ---> http://de.wikipedia.org/wiki/Fahnenflucht#Bundesrepublik_Deutschland

Setzt euch am besten nochmal hin und überlegt ob es den ganzen Stress wirklich wert ist oder ob er sich "den Laden" nicht erstmal länger als zwei Tage anschaut.

Kommentar von Chrischiii am 6. Juli 2009 16:11

Sehr guter Post, kann ich so unterschreiben. Vor allem was einen KDV-Antrag angeht, diese "ich habe kein Bock und stell deswegen KDV-Antrag" ist echt zum ... Hundertausende haben den Dienst schon hinter sich und heute ist es nun auch gar nicht mehr mit früher zu vergleichen.


TomSelleck
beantwortet von TomSelleck am 2. Juli 2009 16:06
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Er kann ja einfach morgen frueh in Unterhose antreten. Und uebermorgen wieder. Dann werden sie ihm schon eine Sonderbehandlung geben.

Kommentar von Chrischiii am 6. Juli 2009 16:05

Dann wird er aber wohl nervlich total zusammenbrechen ;-))


anonym
beantwortet von Tomjek am 2. Juli 2009 16:09
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Na ja er kann ja Montag zum Dienst mit nem irren Blick und in Kampfmontur ins Spiessbüro Stürmen und laut rumschreien wo den seine Waffe wäre, und das sein Fahrbefehl nun endlich fertig gemacht werden müsse. Denn er spürt das, er spürt die schiessen auf ihn. Aber im Ernst! Antrag stellen und solange Dienst machen bis der durch ist.


RBMannheim
beantwortet von RBMannheim am 2. Juli 2009 16:10
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Abrechen geht nicht! Geht er nicht mehr hin, wird er geholt und leistet er Widerstand, kann er sogar ins Gefängnis kommen und sich eine Vorstrafe einhandeln!


anonym
beantwortet von Trinchen2001 am 2. Juli 2009 16:16
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Hi, was ist denn für deinen Freund so schlimm am Grundwehrdienst?

Kommentar von Zuckerwatte001 am 2. Juli 2009 16:21

Er hats nicht genau beschrieben..nur gesagt es würde ihm halt gar nicht gefallen, er hätte es sich so nicht vorgestellt, er kann daran keinen spaß bzw interesse haben..er vermisst mich und sein gewohntest und auch die atmosphäre wäre nicht wirklich einladend...


anonym
beantwortet von ramul am 2. Juli 2009 16:25
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beim appell die fahne anpieseln. bringt die sofortige unehrenhafte entlassung aber auch eine vorstrafe ein. eleganter ist es schon den verein mit eigenen mitteln zu schlagen. z.b. man bekommt einen befehl, führt ihn aus und wartet bis zum nächsten. d.h. er wird irgendwo hin geschickt und dann bleibt er da. hat ja keiner befohlen das er zurück kommt. natürlich bekommt er immer unerträgliche kopfschmerzen wenn er den stahlhelm trägt. hat er einen zu niedrigen blutdruck kippt er einfach um. bekommt er befehle die darauf hinzielen, kippt er einfach um. ab dem 2. mal darauf hinweisen und immer nachfragen wer die verantwortung dafür übernimmt. beim gruppen und kompanieuntericht den linken raushängen lassen und sich auf diskusionen mit dem vorgesetzten einlassen. nicht übertreiben sonst gibt es ein verfahren wegen wehrkraftzersetzung. unergründliche schmerzen zb. in den fingergelenken erfinden. die sich bei überanstrengung und kälte verschlimmern. das wird wahrscheinlich als reizfinger diagnostiziert werden. der druck des ganzen schlägt natürlich auf den magen, also immer wieder krank melden. mit etwas ausdauer wird er entlassen und braucht dann auch keinen zivildienstzu leisten. das mit der unterhose klappt auch, nur wird man ihm dann den beklopptenstatus geben. das kann sich später bei seiner arbeit negativ auswirken.

Kommentar von TazDevil am 2. Juli 2009 19:01

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich einfach mal raushalten.

Es gibt keine "unehrenhafte Entlassung" beim Bund und außerdem werden GWDL nur wegen gesundheitlichen Gründen entlassen, nicht aber aufgrund von Disziplinastrafen. Stahlhelme gibt es auch schon lange nicht mehr und Wehrkraftzersetzung gibt es auch seit über 60 Jahren nicht mehr.


abibremer
beantwortet von abibremer am 10. August 2009 17:15
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wenn er ernsthafte psychische probleme mit dem militärdienst hat, müßte er das von einem arzt feststellen lassen. soweit mir bekannt ist, kann er als bw-angehöriger aber nur zu bestimmten ärzten gehen, das werden solche sein, die zu gunsten des bw-dienstes entscheiden, wenn dein freund aber wirklich gesundheitliche probleme hat, ist es zumindest einen versuch wert!


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