Frage von nyazm, 74

Den Eltern von Depressionen erzählen?

Hey! Also ich bin seit 3 Jahren depressiv und keiner außer meine beste Freundin weiß davon. Wir haben darüber geredet es unseren Eltern zu erzählen. Aber ich bin mir nicht sicher denn ich habe angst das es alles nur noch schlimmer und schwieriger macht. Wer will denn schon ein depressives Kind haben?
Ich habe einfach angst und will es eigentlich nicht erzählen da ich die Hoffnung schon aufgegeben hab und ich eigentlich garkeine Hilfe will. Hat jemand von euch Erfahrung damit? Wie war es bei euch?

Antwort
von TheTrueSherlock, 34

Wieso hast du es schon aufgegeben?
Bei Depressionen rate ich eine Therapie zu machen, aber das musst du dann selbst auch wollen..

Willst du denn nicht wieder "gesund" sein? Hast du keine Träume, die du verfolgen möchtest, wenn die Depression nicht da wäre? Willst du nicht wieder unbeschwert leben?

Wenn du die Fragen bejahst, dann hast du noch nicht aufgegeben! Suche dir ein Ziel, dass du erreichen willst, wenn du wieder gesund bist und halte daran fest. Nimm es als Motivation eine Therapie anzufangen.
Versuche dir helfen zu lassen :)

Ich wollte es meinen Eltern auch nicht sagen, weil ich mit denen über so was persönliches nicht rede oder nur schwer darüber sprechen kann. Zuerst bin ich zu meiner Mutter gegangen, da ich mich mit ihr besser verstehe und meinte nur, dass es mir psychisch nicht gut geht und ich denke, professionelle Hilfe zu brauchen. Nach dem Termin mit meinem Hausarzt und nach paar Therapiestunden habe ich dann ihr meine Diagnosen gesagt und mittlerweile ist vieles schon besser geworden.

Gerade wenn man minderjährig ist und regelmäßig in Therapie geht, ist es gut, wenn die Eltern Bescheid wissen. Ich bin aufgrund meiner Depression nur für die Schule außer Haus gegangen und es wäre total aufgefallen, wenn ich auf einmal raus gehe und dazu noch immer zum gleichen Zeitpunkt. Ich habe keine Kraft, immer neue Lügen zu erfinden.

Und du stellst dir die falsche Frage. Du solltest dich nicht fragen, wer schon ein depressives Kind haben will, sondern führe dir vor Augen, dass deine Eltern wissen wollen, wenn es dir schlecht geht und wenn ja, dann wollen sie dir helfen und dich unterstützen.

Überlege dir das mit der Therapie. Du kannst die Erkrankung in den Griff kriegen ;) Und lass die Krankheit nicht über dein Leben bestimmen, du bist trotzdem noch stärker als die Depressionen.

Ein Hauptgrund für mich, warum ich eine Therapie angefangen habe, war der, dass ich mir nicht vorstellen konnte in paar Jahren genauso oder noch schlimmer weiterzuleben wie bisher. Dann hatte es Klick gemacht und die Angst, so weiterzuleben zu müssen, war größer, als die Angst vor einer Therapie oder es meinen Eltern sagen zu müssen.

LG und viel Kraft an dich :)

Antwort
von DepressedAngel, 34

Hallo,erstmal.

Also ich bin auch depressiv.

Bei mir war es so:meine eltern haben es selbst rausgefunden und mich direkt zu einer psychologin geschickt.Das hat aber alles nur noch schlimmer gemacht.

Ich persönlich würde dir raten,deinen eltern davon zu erzählen,denn wenn sie es selbst herausfinden,hat es für den betroffenen meist schlimmere folgen als wenn man es ihnen sagt.

Also viel glück dir,ich hoffe aalles läuft gut.Würde mich freuen wenn du mir mal schreibst was du jetzt machst und wie es gelaufen ist. c:

Halt durch und gib nicht auf! liebe grüße, Fabienne.

Kommentar von nyazm ,

Danke :) Ja ich schreibe dir dann gerne! (kann man hier direct messages schreiben??)
Davor das es meine Eltern selbst erfahren hab ich auch angst. Es tut mir mega leid für dich das es schlimmer geworden ist und ich wünsche dir alles glück der Welt und hoffe dir geht es mittlerweile besser :)

Kommentar von DepressedAngel ,

Gerne :3 ja ich denke das kann man xD naja das wird alles wieder..mir gehts langsam bisschen besser..aber man merkt die depression immernoch..aber egal.Dir auch viel glück und gute besserung c:

Kommentar von nyazm ,

Dann musst du mir mal schreiben denn ich hab null ahnung wie das hier geht :D Naja das wird schon wieder. Irgendwie werden wir das schon überstehen.
Danke :3

Antwort
von Nico0363, 39

Die meisten Eltern denken, dass sich die Depressivität wieder von alleine einrenkt. Es ist sehr schwierig, seine Eltern in dieser Hinsicht weiß zu machen, dass man krank ist.
Es gibt da Seiten im Netz die man Eltern zeigen kann, schau dich mal um- es wird helfen.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Aha? Und auf welcher wissenschaftlichen Erkenntnis beruht deine Annahme?
Depression ist die psychische Störung, über die die Allgemeinheit noch am Besten Bescheid weiß. Auch wenn das Thema psychische Störungen, kaum öffentlich diskutiert und angesprochen wird.
Ich denke, es ist eher eine Hoffnung, dass es vorbei geht. Dennoch wissen viele sicherlich innerlich, dass dem nicht so ist.

Eine Unterstützung und Verständnis von den Eltern wäre schön, aber im Vordergrund sollte stehen, dass man selbst Hilfe will und selbst wieder gesund werden und dafür was tun möchte.

Antwort
von KittyLove18, 26

Ich war/bin auch depressiv-und meine Eltern haben es erfahren,weil ich es meinem Vertrauenslehrer erzählt habe...Obwohl ich es nicht wirklich wollte,aber er musste es weiter erzählen. Naja dadurch haben sie es erfahren und ich kam in Behandlung.

Antwort
von Shey13, 31

Man fühlt sich aufjedenfall besser, wenn die Eltern bescheid wissen. Sie geben dann auch Tipps oder helfen einen.Es wird dadurch nicht schlimmer und schwerer sondern einfacher.

Und du solltest niemals die Hoffnung velieren und aufgeben :-)

Antwort
von Miezimaus, 21

Wer hat die Depression diagnostiziert? Du, Andere oder ein Fachmann?  Ich weiss nicht, wie alt du bist, aber wenn du noch nicht volljährig sein solltest, dann sprich mit deinen Eltern. Es ist immer gut, sich anzuvertrauen. Und dann wirst du erfahren, wie sie zu dir und deinen Depressionen stehen. Dann hast du eine Sorge weniger zu tragen Verliere auf keinen Fall die Hoffnung, dass es dir besser gehen könnte. Sprich mit dem Schulpsychologen, dem Vertrauenslehrer, deinem Hausarzt oder einer anderen Vertrauensperson außer deiner Freundin darüber. Vielleicht täte dir eine Therapie gut. Eines tu bitte nicht: Versumpfe nicht in Selbstmitleid.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community