Frage von daata, 79

Demokratische Kirche! Was spricht dagegen?

Ich finde alle Menschen, die der katholischen Kirche angehören sollten den Papst, über Entscheidungen (z.B Frauen als Prister) und die Mitglieder des Vatikans wählen. Nicht nur diese alten, meist Welt fremden Vatikaner. Spricht das Biblisch was dagegen? Warum wurde das nocht nicht eingeführ? Und bist du daführ oder dagegen?

Sorry wegen vieleicht auftretenden Rechtschreibfehlern

Antwort
von Iamiam, 26

Noch anfangs der Neuzeit wurden die Päpste demokratisch gewählt. Damals allerdings nicht per Stimmzettel, sondern per Zuruf durch alle anwesenden.

Das hat sowohl dem Stimmenkauf wie der Manipulation (en gab damals keine Lautstärkemesser!) Tür und Tor geöffnet, die Medici kauften sich Stimmen für "ihre" Päpste, die anderen auch.

Im übrigen bin ich dafür, Gott demokratisch zu wählen und seine Legislaturperiode zu begrenzen...

Kommentar von Bevarian ,

;)))

Antwort
von Nadelwald75, 11

Hallo daata,

 es gibt eine Menge demokratischer Formen in der Kirche (Jugendorganisationen, Pfarrgemeinderat, Presbyterium, Kirchenvorstand). Da kannst du dich demokratisch betätigen - mehr als du schaffen kannst.

Über grundsätzliche Dinge kann man aber nicht abstimmen. Und nicht die Apostel haben sich Jesus ausgesucht und per Abstimmung zum Chef gemacht.

Kommentar von Iamiam ,

doch, haben sie: durch ihre Gefolgschaft! haben sie ihn als Chef akzeptiert. Es gehören immer zwei Seiten dazu.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo lamian,
durch ihre Gefolgschaft! haben sie ihn als Chef akzeptiert.

Wenn du das als mögliche demokratische Form bezeichnest: wunderbar!

Ich akzeptiere die Glaubenslehre der katholischen Kirche. - Demokratie!

Antwort
von Wilfri, 19

Gott und Jesus und der Heilige Geist sind keine Demokraten. Das göttliche Recht ist unveränderlich. Anders sieht es mit der Organisation der christlichen Kirche aus. Welches Amt jemand ausführt, kann unter der Führung Gottes gewählt werden. Damit ändert sich aber nichts am Inhalt des Glaubens.

Wenn sich doch etwas ändern soll, weil sich die Kirche das Recht dazu nimmt, dann ist sie nicht mehr Gottes und Jesu Kirche. In der Katholischen Kirche ist das geschehen. Sie hat sich unterstanden, Zeit und Gesetz zu ändern. Und sie hat die Gebote Gottes geändert, die doch in Stein gemeißelt sind von Gott selbst. Das ist ein Sakrileg und darf nie demokratisch bestimmt werden. Dann dürften Menschen darüber entscheiden, was göttlich ist. Dann stellt sich der Mensch über Gott. Und genau das wird im NT beschrieben. Er setzt sich in den Tempel Gottes und sagt; Er sei Gott. Das ist das absolute Gegenteil der göttlichen Ordnung und Gott wird das nicht ignorieren können. Da man Sünde nicht auf demokratischem Wege beseitigen kann, indem man sie als Recht erklärt, wäre für die Grundordnung Gottes eine demokratische Wahl ein Zeichen der Selbstauflösung. Dann wäre Jesus sinnlos für die Sünde am Kreuz gestorben. Wofür wäre er denn dann gestorben? Für nichts und wider Nichts.

Dann bräuchten wir keinen Erlösungsplan und keine Vergebung. 

Kommentar von Rowal ,

Eine logische Antwort. Aber die Organisation und die Glaubensinhalte stehen in Wechselwirkung. Und es ist derzeit so, dass ein häretischer Papst nicht abgesetzt werden kann.

Ein Beispiel: Nach der päpstlichen Schrift "Amoris laetitia" ist die Wiederheirat von Geschiedenen keine Sünde mehr und nach einer aktuellen Rede des Papstes sind sowie die meisten kirchlich geschlossenen Ehen ungültig, weil den meisten die Tragweite der Floskel "als bis der Tod euch scheidet" nicht bewußt ist bzw. weil sie im Rahmen eines Festes dazu genötigt werden diese Aussage zu tolerieren. Damit ändert sich aber auch die Definition der Sünde. Ein Ehebruch kann nach dem eben gesagten nicht mehr als Sünde betrachtet werden.

So verändert der Papst  schleichend die Glaubensinhalte, obwohl er doch von Amts wegen die Lehre von Jesus verteidigen und in die Praxis umsetzen sollte. Was der Kirche also mangelt, ist ein Gerichtshof, der über den Papst wacht und ihn absetzt, wenn er seine Macht missbraucht und die Glaubensinhalte nach eigenem Gutdünken festsetzt.

Kommentar von Iamiam ,

vielleicht waren aber auch frühere Lehren die Häresie, an die wir uns nur so gewöhnt hatten, dass wir sie heute als wahr betrachten?

Die Hauptbotschaft des Christentums ist: Gott liebt die Menschen und die Menschen sollen ihre Nächsten lieben.wie sich selbst.

Traditionelle Lehre war so häufig von Hass und Vergeltung geprägt, dass man das Christliche darin mit der Lupe suchen musste.

Im übrigen ist eine Prediigt noch keine verbindliche Lehrmeinung, sondern erst die Verkündung "ex cathedra" macht eine solche. Aber auch dafür gilt das Gesagte.

Häresie war ein offizieller Vorwurf, der die Praxis rechtfertigte, diese Leute (scheinheiligerweise zur Rettung ihrer Seele) zu verbrennen, nach Folter zur Erzwingung von Widerruf natürlich.

Keine Häresie damals?

Antwort
von Ichthys1009, 42

Dagegen spricht, dass Kirche kein Verein von Menschen ist. Daher können Menschen auch nicht beliebig bestimmen, wie "die Kirche" sich verhalten und entscheiden soll.

Die Kirche ist göttlich, sie existiert durch das Wirken Gottes. Da die Kirche ihrer gesamten Vergangenheit sowie der Weltkirche verpflichtet ist, braucht es ein Zentrum, welche die Kontinuität garantiert.

Es gibt auf der Welt keine einzige menschliche Organisation, die annähernd so lange besteht wie die Kirche und die in sämtlichen Ländern der Erde vertreten wäre.

Es gibt immer wieder Christen, die das Hierarchische der Kirche aufgeben wollen. Die Freikirchen zum Beispiel sind meist lokale Gemeinden, die an der Basis entscheiden, wie es in der Gemeinde aussehen soll.

Der Nachteil an den Freikirchen, die sich von der Gesamtkirche getrennt haben, liegt aber darin, dass sie sich immer weiter aufspalten in wieder andere Gruppierungen und dass die Verbindung zu der einen Kirche (über alle Zeiten und Kontinente hinweg) nicht im Blick ist.

Es mag oft schwierig sein, einzelne Entscheidungen des Vatikans für sich persönlich zu akzeptieren. Dennoch verdanken wir der Hierarchie den Zusammenhalt und die Weiterexistenz von Kirche.

Kommentar von daata ,

Das hört sich an als wäre alles in der Kirche von Gott gesteuert. Was es aber nicht ist. Stichwort Kreuzzüge.

Religion ist es was die Kirche  so lange überdauern lässt.

Währen die Entscheidungen der Kirche von Gott, täte ich nichts sagen, aber das sind Menschen. Wie du und ich.

Warum sollten diese Gruppe von Menschen entscheiden dürfen (dazu alle Mänlich), was die Kirche will. Ich habe im Relieuntericht gelernt, das die Kirche wir alle sind. ALLE die dem Christentum folgen.

Der Vatikan kann nicht die Kirche repräsentieren, nur ein Teil davon. Die Kirche können nur wir. Wir alle repräsentieren. Und dann auch richtig handeln.

Kommentar von Iamiam ,

Nun, es gibt auch noch die russisch-orthodoxe, die griechisch-orthodoxe und die syrisch-othodoxe Kirche, die aus der gleichen Wurzel kommen dem ursprünglichen Prinzip Primus inter pares noch wesenttlich näher stehen als der Katholizismius. Aber sie sind deshalb auch nicht demokratischer als andere.

Glauben kann man eben nicht verordnen und alle Kirchen sind nur MachtORGANISATIONEN, die für sich beanspruchen, DIE Wahrheit zu verkünden, und zwar die einzige. Insofern vergiss sie alle und glaube, was Du für richtig hältst oder auch nichts davon!

Bekanntlich heißt es: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen (in meiner Klasse hat ein Mädchen Selbstmord begangen, weil sie ein Kind bekam: das war nach damaliger verbindlicher Lehre eine Todsünde und führte infolgedessen zur gesellschaftlichen Ächtung. Wir brauchen gar nicht bis zu den Kreuzzügen oder zur Hexenverbrennung zurückzugehen, es gibt viel näherliegende "Irrtümer"!)

Ein Blick in die Frühgeschichte ist noch bedenkenswert: Als Kaiser Konstantin beschloss, aus machtpolitischen Gründen das Christentum als Staatsreligion einzuführen, gab es keine Theologen im heutigen Sinn, die Bischöfe waren recht unbedarft und Konstantin hat denen vieles vorgeschrieben, was dann später als unumstößliche Wahrheit festgeschrieben wurde.

Klar, die Kirche verklärt das als Wirken des Hl.Geistes, was auch sonst...

Antwort
von oelbart, 17

Es widerspricht halt völlig dem katholischen Kirchenverständnis, nach dem die Bischöfe als Nachfahren der Apostel vom Heiligen Geist geleitet werden. Das einfache Volk ist - siehe vor allem Altes Testament - grundsätzlich verführbar und dem Abfall vom Glauben zugeneigt.

Ich fände es ehrlich gesagt auch ziemlich komisch, über Glaubensfragen abzustimmen. Wenn die Mehrheit der Gläubigen dafür ist, wurde Maria in den Himmel aufgenommen - und wenn nicht, dann nicht? Ist irgendwie eine merkwürdige Sicht der Dinge.

Wenn ich mich mit dem, was die Bischöfe beschließen, nicht arrangieren kann, steht es mir immer frei, die Una Sancta zu verlassen. Das tun mittlerweile ja auch viele, entweder einzeln oder sie gründen eigene Gemeinden.

Bei praktischen Ausführungsbestimmungen (also Frauenpriestertum, Zölibat, ...) hätte ich weniger Bedenken, aber auch da gilt halt aus kirchlicher und biblischer Sicht: Das Volk ist ein Depp. (Oder neigt zumindest dazu)

Kommentar von Iamiam ,

Nun, immerhin musste Maria >1800 Jahre warten, bevor ein  Papst Pius kam, der sie leiblich in den Himmel aufnahm...

Dafür hatten die Indianer keine Seele -weshalb man sie ausrotten durfte- ,

zur besseren Gängelung der Gläubigen war Onanie eine Sünde (übrigens auch in anderen Konfessionen!), obwohl der Grund für die Bestrafung Onans ein ganz anderer war

und der Papst musste über dem Kaiser stehen, obwohl das Reich nicht von dieser Welt sein sollte.

lauter gottgewollte Wahrheiten!

Antwort
von omikron, 10

In der Kirche gibt es (ich nenn das mal so) weltliche und religiöse Dinge. Die weltlichen Dinge lassen sich völlig problemlos demokratisch regeln, obwohl Demokratie auch nicht immer ganz unproblematisch ist, wie du sicher weißt.

Die religiösen Dinge sind der Kirche vorgegeben, die kann weder eine Mehrheit noch ein Papst ändern.

Antwort
von josef050153, 7

Einzig und allen sprechen die undemokratischen Kardinäle dagegen. Und die haben einmal das Sagen in der RKK. Wenn du eine demokratische Kirche willst, dann tritt aus und suche dir eine andere Gemeinde. Diese Abstimmung mit den Füßen ist die einzige, die derzeit in der katholischen Kirche möglich ist.

Antwort
von fricktorel, 7

"Dämonkratisch" ist diese "Kirche" schon (Offb.12,9).

Aber nicht mehr lange existent, weil deren "Boss" (2.Kor.4,4) bald hinter "Gitter" kommt (Offb.20,2).

Kommentar von Iamiam ,

Da wäre zu fragen, ob der Dämon nicht in Johannes und seiner Offenbarung beheimatet ist.

So bösartig-hasserfüllte Phantasien gegen die weniger Gläubigen findet man in kaum einer anderen Religion. Da ist einem von den Zeitläuften enttäuschten Greis die Galle übergelaufen wie manchem Propheten vor ihm auch! Das wäre ja verzeihlich- aber die Erhebung zu einem Kernstück der Lehre stellt diese Kirche doch sehr in Frage!

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