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Demokratie nur ein Vorhängeschild?

gefragt von Anzweifler am 21.10.2007 um 23:38 Uhr

Ich will mit meiner Frage nicht die Demokratie anzweifeln , denn man braucht eine herschende Staatsform . Ist aber die Demokratie nicht so wie sie die meisten kennen ? Ich bin nämlich der meinung , dass man selbst in der Demokratie nicht die Freiheiten hat wie man meint . Sprich wahlen . Was dürfen wir den wählen ? Represenanten die für dich wählen . Und wenn man wählen darf , dann kommt 1. der Vorschlag den die merheit vom Bundestag will und 2. ein so beknackter Vorschlag , dass man ihn erst garnicht wählen kann . Mich Interessiert eure Meinung . Danke im Voraus


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Morris
beantwortet von Morris am 22. Oktober 2007 00:30
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Ich bin ganz ähnlicher Meinung wie Du. Ich bin der Meinung: Die Vorstände der großen Wirtschaftsunternehmen und Banken haben bei uns viel viel mehr Einfluss, als wir wissen und auch als wir wissen sollen. Ich bin fest überzeugt, dass nicht die Politiker entscheiden, sondern die Wirtschaftsführer. Verschwiegen und somit gedeckt wird das von den meisten Medien (deshalb lese ich inzwischen "brand eins" und nicht mehr die "Wirtschaftwoche").

Kommentar von 9405f944767584a30d108d50a0131a4asmallKaffeesatz am 22. Oktober 2007 13:35

Sehr gute Wahl! Ist ein hervorragendes Magazin.


tradaix
beantwortet von tradaix am 21. Oktober 2007 23:47
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Das ist der Nachteil unserer parlamentarischen repräsentativen Demokratie. Demokratie heisst Kompromisse schliessen. Mehr Volksentscheide wären sinnvoll. Ist die Hürde für diese überwunden, beteiligen sich viele Menschen nicht daran und sie versanden. Demokratie muss gelebt werden und ist nicht Konsum.

Kommentar von 9405f944767584a30d108d50a0131a4asmallKaffeesatz am 22. Oktober 2007 13:38

Wow, bitte keine Volksentscheide. Ich verweise mit einem süffisanten Lächeln auf die Hauptinformationsquelle der Nation, die Bild. Das sagt eigentlich alles über die Weitsicht der meisten Menschen und deren Befähigung zur gezielten politischen Einflußnahme wie z.B. durch Volksentscheide.


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 22. Oktober 2007 00:34
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Genau weil es so schwer ist, die iegenen Vorstellungen wirklich weiter zu bringen, haben wir die Abkehr von der Politik.

Ich finde ein direktes System, wie den Bürgerentscheid bzw. auch die Volksabstimmung in der Schweiz, ein hervorragendes Mittel zur Ausübung des Volkswillens.

Alle, die jetzt schreien, das geht bei uns nicht, weil zu teuer und was weiss ich alles, denen sei gesagt, dass eine solche Art von Demokratie dem Volk mehr bringt als die Scheinregierung, die in Wirklichkeit von der Wirtschaft beliebig gelenkt wird.

Kommentar von 42e61a05e6bb14a96ab16cff054a1943smallMorris am 22. Oktober 2007 00:48

Ich habe 7 Jahre in der Schweiz gelebt und ich kann absolut bestätigen, was Raimund1 schreibt. Es ist so.

Kommentar von Boldtbregu am 22. Oktober 2007 08:20

Das größte Problem sehe ich darin, dass die Bevölkerung von Deutschland die der Schweiz zahlenmäßig um ein zig-faches übertrifft. Solche basisdemokratischen Modelle funbktionieren nun mal nur bis zu einer gewissen Größe.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 22. Oktober 2007 23:22

Das ist ja das, was man uns dauernd erzählt! Ich kann 1000 Gründe finden, wenn ich vor einem Ergebnis, das mir nicht gefällt, Angst habe. Ich wette, dass eine solche Basisbefragung im Ergebnis weniger kostet, bzw. megr einbringt, als sich das irgend jemand vorstellt. Unsere Politiker schreien Fördern und fordern. ABER: sie fordern nur...


Kaffeesatz
beantwortet von Kaffeesatz am 22. Oktober 2007 13:45
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Dann nenn mir mal bitte eine sinnvolle Alternative zur Demokratie!

Keine Herrschaftsform ist perfekt. Aber mehr Freiheiten als in einer Demokratie wirst Du in keiner anderen Staatsform finden. Leider nehmen die Menschen Freiheit als etwas selbstverständliches hin und sehen nicht, daß Freiheit etwas ist, das ständig bewahrt werden muss und vor allem hart erkämpft wurde. Auch die Demokratie hat ihre Schwächen, aber sie ist immer noch die sinnvollste Regierungsform. Außerdem gehört zur politischen Einflußnahme durch Wahlen, auch die Möglichkeit des nicht-wählens, wenn man mit Parteien oder bestimmten Kandidaten nicht einverstanden ist. Außerdem steht es jedem frei die Massen zu mobilisieren, wenn ihm etwas nicht paßt und brav demonstrieren zu gehen. Aber genau das ist der Punkt: Wir leben in einer phlegmatischen und ignoranten Gesellschaft in der sich niemand um mehr als seinen eigenen Kram kümmert. Tja, und statt selbst den Hintern hochzubekommen und etwas zu ändern, wird über alles und jeden gemeckert oder sich damit herausgeredet, daß man ohnehin nichts ändern kann. lach

Kommentar von 9405f944767584a30d108d50a0131a4asmallKaffeesatz am 22. Oktober 2007 13:48

Nein eigentlich sollte das in diesem Zusamenhang eher weinen als lachen.

Kommentar von Anzweifler am 22. Oktober 2007 16:13

Vielleicht verstehst du mich falsch . Ich hab nicht gesagt das die Demokratie weg muss . Ich habe gemeint ob wir die demokratie mit falschen Augen sehen . trotzdem finde ich deine Antwort sehr interessant . Danke


anonym
beantwortet von nammmes am 22. Oktober 2007 00:15
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Beste Frage die Je gestellt wurde!


Bedburdyck
beantwortet von Bedburdyck am 22. Oktober 2007 12:25
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In Deutschland haben die Parteien sich den Staat längst vereinnahmt. Das Volk darf grade einmal von den Parteien aufgestellte Kandidaten wählen, mehr nicht.

Eine Verflechtung von Politik und Wirtschaft ist unübersehbar, nachzulesen auf der Seite des Deutschen Bundestages, wo die Nebentätigkeiten der Abgeordneten aufgeführt sind.

Mehr Einfluss des Volkes auf politische Entscheidungen, wie die Direktwahl des Bundespräsidenten oder den Volksentscheid, der in anderen Ländern selbstverstänlich ist, passt nicht in dieses System, wird ja auch vehement von den Politikern abgelehnt.


anonym
beantwortet von Pelzki am 22. Oktober 2007 21:34
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Jedes Herrschaftssystem ist eine Diktatur, und wenn man es hundert Mal "Demokratie" nennt. Die Klasse der Herrschenden des derzeitigen Gesellschaftssystems hat sich nun mal für die derzeitig herrschende Gemeinschaftsform entschieden - und alle machen mit. Na, und solange das so ist, "herrscht" eben KEINE Demokratie.

Dennoch bester Hoffnung - Ciao, Harty


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