Frage von Schoplom, 107

Dem eBay käufer ermöglichen, die günstigste Versandart zu wählen - wie sichert sich der Verkäufer ab?

Also ich würde Artikel generell per Einschreiben versenden, damit der Käufer nicht behaupten kann, nichts erhalten zu haben und die Sendung versichert ist.

Das ist aber im Verhältnis zum Preis einiger Artikel etwas teuer und deshalb möchte ich dem Käufer die Wahl lassen, ob er eine günstigere Versandoption bevorzugt.

Bei einer DVD/PC Spiel bzw. Buch würde per Deutsche Post Maxi-/Großbrief mit Einwurfeinschreiben (Buch: 4,75€/ DVD: 3,60€) kosten.

Wem das zu teuer ist, dem lasse ich die Wahl zwischen der wesentlich günstigeren Bücher-/Warensendung oder normalem Groß-Maxibrief (ohne Verfolgbarkeit/Haftung/Einschreiben).

In diesem Fall könnte ich die Zustellung nicht nachweisen.

Um (PayPal) zu beweisen, dass ich den Artikel verschickt habe, bräuchte ich einen Nachweis. Damit habe ich Verkäuferschutz und das Geld kann mir nicht wieder abgenommen werden.

Könnte ich einen Beleg mit den unten genannten Daten auch bei einer ganz normalen Bücher-/Warensendung in der Postfiliale erhalten?

  • Name des Versandunternehmens
  • Versanddatum
  • Name und Adresse des Empfängers
  • Name und Adresse des Versenders

Wenn ich den in kopie einsende/scanne/abfotografiere können die das bei mir eingegangene Geld doch nicht wieder zurückbuchen?!

Wie kann ich mich absichern, bzw. wie soll ich in der Angebotsbeschreibung formulieren, dass bei den unversicherten Versandarten das Risiko ab dem Zeitpunkt meiner Abgabe bei der Post beim Käufer liegt. Ich also angemessene Verpackung garantiere, aber weder Versand- noch Produktkosten im Falle eines Verlustes oder einer Beschädigung erstatte?

Wie sieht es mit der Rechtsverbindlichkeit aus?

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Antwort
von franneck1989, 63

Wichtigste Frage vorweg: Bist du Gewerbetreibender? Das geht aus deiner Schilderung nicht wirklich eindeutig hervor.

Wie sieht es mit der Rechtsverbindlichkeit aus?

Bei unversichertem Versand fehlt dir in jedem Fall der Nachweis, den Artikel korrekt an das Versandunternehmen übergeben zu haben. Daher wirst du da regelmäßig den kürzeren ziehen, wenn es ein Käufer darauf anlegt.

Antwort
von KuarThePirat, 79

Das interessiert zumindest PayPal nicht. Die wollen eine nachvollziehbare Versandart haben.

Du kannst dich dann entweder für das Risiko entscheiden und hoffen, dass nicht zu viele "Gangster" dabei sind oder eben bei der teuren Versandart bleiben.

Ich persönlich bevorzuge die teure Versandart und damit verbunden weniger Ärger. Ich verkaufe aber auch selten so etwas billiges wie DVDs. Meist Unterhaltungselektronik, die ich nicht mehr brauche.

Kommentar von Schoplom ,

Das interessiert zumindest PayPal nicht. Die wollen eine nachvollziehbare Versandart haben.

Und wenn die Post mir bei normalem Maxibrief eine Quittung mit den erforderlichen Daten aushändigt, ist das trotz allem nicht ausreichend, wenn es keine "verfolgbare Sendung" ist?

Kommentar von peterobm ,

da ist keine Zuordnung möglich, das kann ALLES und NCHTS sein

Kommentar von Schoplom ,

Das würde doch zumindest belegen, dass Herr X am XX.XX in Auftrag gegeben hat, die Sendung Frau Y zukommen zu lassen.

Und wenn auf dem Postweg was schief geht, haftet der Herr X, weil Frau Y auf versicherten Versand verzichtet hat, obwohl sie die Wahl hatte, aber lieber gespart hat?


Also kann man nicht mittels irgendeiner Klausel in der Produktbeschreibung das Risiko ab dem Zeitpunkt der Abgabe in der Poststelle an Frau Y übertragen?

Kommentar von KuarThePirat ,

Warum sollte die Post das denn tun? Die bietet ja extra für diese Zwecke diverse Produkte an. Nachverfolgbar, versichert, teurer... kein Mitarbeiter der Post wird seinen A... aus dem Fenster hängen um dir eine zweifelhafte Bescheinigung auszustellen. Die werden dich freundlich aber bestimmt auf die vielen nachverfolgbaren Produkte der deutschen Post/DHL hinweisen.

Expertenantwort
von dresanne, Community-Experte für PayPal, 71

Der Käufer wird immer die günstigste Versandart wählen - schreibe ich aus Erfahrung. Es ist doch so, das 99,9 % aller Käufer ehrliche Menschen sind und nicht an eine Gaunerei denken. Entweder Du setzt teuren Versand an, und wirst kaum was verkaufen, oder Du setzt billigeren Versand an und kalkulierst das Risiko ein, dass mal ein Gauner dabei ist.

Ich habe im letzten Jahr von über 1000 Verkäufen nur einen dabei gehabt, der den Käuferschutz missbraucht hat. Na und? Dann bekommt er sein Geld wieder. So oder nicht anders.

Kommentar von Schoplom ,

Im unwahrscheinlichen Fall, dass die Post irgendwas versaut, hafte also ich dafür, bei unversichertem Versand?

Oder kann ich im Kaufvertrag festlegen, dass der Käufer das Risiko eines Verlustes/Beschädigung auf dem Versandweg übernimmt und ich keine Haftung übernehme.

Wenn ich bei einem Standardbrief eine Quittung mit den o.g. Daten bekäme, würde ich zudem anbieten, diese dem Käufer zukommen zu lassen, um zu garantieren, dass ich auch verschickt habe.

Kommentar von dresanne ,

Das im Kaufvertrag festzulegen ist bei PP-Zahlung sinnlos, denn da hebelt PP alle Regelungen aus, da gelten nur deren Bestimmung.
Eine Quittung besagt außerdem nur, dass Du Briefmarken für einen bestimmten Wert gekauft hast - weiter nichts.

Antwort
von peterobm, 61

nur versichert, und hast du eine Sendungsverfolgungsnummer. Damit bist auf der sicheren Seite

Antwort
von WosIsLos, 41

Dann biete für diese Artikel kein Paypal, sondern Banküberweisung an.

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