Frage von markusstar2222, 34

Dekonstruiere, welche Wirkung ein mittelalterlicher Dom wohl auf die Bevölkerung ausübte?

Das ist eine der Fragen bei meinem Arbeitsauftrag in Geschichte steht, bitte helft mir

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Porrenta, 7

Hallo markusstar2222,

zuerst solltest Du Dir überlegen, wer die Bevölkerung im Mittelalter war, sprich: welche Bevölkerungsschichten, welche soziale Schichten, welches Bildungsniveau und Glaubenshintergrund (ich bin mir ganz sicher, das steht in einen der Texte in Deinem Geschichtsbuch).

Danach musst Du Dir auch die politische und wirtschaftliche Lage überlegen, und auch wie das Leben so aussah. Wenn nicht im Geschichtsbuch etwas in den Texten steht (meistens ja, bitte lesen), dann hast Du zumindest durch Film und Fernsehen eine vage Vorstellung. Auf was ich hinauswill: es gab da keine Straßen, Wolkenkratzer, technisch Versierteres, kein Fernsehen, Handy oder nicht mal ein Buch(die waren teuer und immer in den Klöstern, ein Normalsterblicher/Leibeigener hatte dahin keinen Zutritt.) Stattdessen kleine Hütten, harte körperliche Arbeit, und hin und wieder eine befestigte Stadt/Burg zum Schauen.

Und dann kommt so ein kleiner Mensch plötzlich vor einem (hoffentlich fertiggestellten) Dom und was denkt er und fühlt er?

Hoffentlich hilft Dir das ein wenig, Deine Hausaufgaben zu erledigen.

LG, Porre

Antwort
von DreiBesen, 14

Wenn du dir mal ein paar Bilder von diesen Gebäuden anschaust, wirst du feststellen, dass diese Dome meistens gewaltige, respekteinflößende Bauten sind.

 Was meinst du denn, was für eine Wirkung dieser Protz und Prunk auf die ungebildeten Bevölkerungsschichten im Mittelater hatte?... Genau, die Leute sollten dieses Gewölbe betreten und vor Angst und in Ehrfurcht vor Gott/der Dreifaltigkeit erstarren und sich bestenfalls gleich vor Demut in den Staub werfen.

So zog sich die Kirche gefügige Schäfchen heran, denn nur so funktioniert Religion (auch heute noch).

Antwort
von schnoerpfel, 3

Vielleicht solltest Du Dich beiläufig fragen, wer diese Bauten überhaupt erst erschaffen hat. Es waren - ja, rate - Leute aus der Bevölkerung. Arbeiter, Maurer, Architekten,... bezahlte und unbezahlte.

Die Bürger durften (mussten) diese Bauten oft auch mitfinanzieren. Der Kölner Dom (und viele weitere) blieb bis ins 19. Jahrundert übrigens unvollendet.

Antwort
von thetee99, 10

Mit dem "wohl" in der Frage ist wohl ;) deine eigene Meinung gefragt...

Dom ist die lateinische Kurzform von domus für "Haus", so wie in "domus dei" = Gottes Haus. Der Begriff etablierte sich früh für Kirchen die besonders waren, in ihrer Größe, Architektur und künstlerischen Gestaltung.

Wir finden diese Bauten auch heute noch ziemlich imposant (z. B. Kölner Dom), dann kann man sich ja vorstellen, wie das früher gewirkt haben muss. Es war sicher auch ein Symbol für die wirtschaftliche und organistaorische Leistungsfähigkeit und Bedeutung der jeweiligen Stadt.

Antwort
von MrMiles, 16

Naja komm, da kannst du doch mal ein bisschen deine Fantasie spielen lassen. Die Aufgabe ist doch wirklich nicht schwer.

Vielleicht solltest du einfach mal den Kölner Dom besuchen und dir die Hütte mal anschauen.

Bautechnich kannst du so einen Dom zur damaligen Zeit mit dem Burj Khalifa vergleichen. Eine demonstration von Macht, Reichtum, Itelligenz und dem wirtschaftlichen Vortschritt und der Überlegenheit.

Antwort
von lavey242, 21

Dom = Protz und Prunk der Kirche um die Menschen demütig zu knechten, was völlig gegen den Grundgedanken von Jesus steht. Selbst heute mögen das beeindruckende Gebäude sein, wo wir ja viel mehr kennen. Im Mittelalter müssen die Menschen vor Ehrfurcht ... naja, den Geldbeutel gezückt haben.

Kommentar von markusstar2222 ,

und weclhe Symbolik entsheht dadurch ?

Kommentar von lavey242 ,

Gehört für mich zum verachtenswerten Gesamtbild der Kirche. Wer Kinder den Kinderfi*** zum fraß vorwirft um seinen ( fragwürdigen ) Ruf zu schützen, sollte sowieso verboten werden.

Antwort
von OhNobody, 11

Warum sind viele dieser Bauwerke so riesig? 

Schon im 4. Jahrhundert nahmen der Dom in Trier und die Kathedrale in Genf eine immense Fläche ein, obwohl es nur verhältnismäßig wenig Gläubige gab. 

Die Plätze im riesigen Dom zu Speyer konnten im 11. Jahrhundert nie alle besetzt werden. 

In The Horizon Book of Great Cathedrals wird daher der Schluß gezogen, daß die „Größe und der Prunk [der Kathedralen] eine Reihe ziemlich weltlicher Gründe verrät“, beispielsweise „den arroganten Stolz des Bischofs oder Abts, unter dessen Schirmherrschaft der Bau des Gebäudes stand“.

„Keinerlei religiöse Erfordernisse rechtfertigen derlei übertriebene, gigantische Ausmaße“, so die feste Überzeugung des Historikers Pierre du Colombier.

Im 12. und 13. Jahrhundert machten sich die Förderer des Baus von Kathedralen noch einen anderen „weltlichen Grund“ zunutze 

— Lokalpatriotismus. 

Gemäß der Encyclopædia Britannica „suchten sich die Städte mit dem Bau der höchsten Kathedrale zu übertreffen“. Stadträte, Bürger, Gilden und Zünfte erhoben Kathedralen zum Wahrzeichen ihrer Stadt.

... Wenn Du den kompletten Artikel lesen möchtest "Kathedralen — Monumente für Gott oder für Menschen?", dann schau hier nach:

http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102001406?q=Dom&p=par#h=3

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