Frage von justfxckit, 73

Deka Investment Depot, Bausparkasse?

Hallo ihr Lieben!

Ich werde bald 18 und natürlich wollte sich die Bank dementsprechend mit mir zusammensetzen. Sie haben mir viel erzählt von Deka bis hin zur Bausparkasse.

& jetzt wollte ich nach eurer Meinung fragen: Hat jemand damit Erfahrungen? Wollen die einen nur über'n Tisch ziehen oder bringt das heutzutage wirklich noch etwas das Geld in Aktien anzulegen bzw. für die Zukunft - das eigene Haus oder eine Wohnung mit LBS zu sparen?

LG & danke im Voraus! :-)

Antwort
von DinoSauriA1984, 24

Bankenschelte ist ja heute Mainstream und alle machen mit...

Stell Dir bitte mal folgende Frage: Hättest Du in absehbarer Zeit über diese Themen nachgedacht, wenn die Sparkasse Dich nicht darauf angesprochen hätte?

Zum Thema Fonds: Es wird immer einen Fonds geben, der besser ist oder günstiger, als der den die Sparkasse Dir angeboten hat oder der den Du oder ein beliebiger Experte gefunden haben. Um den zu finden, musst Du Dich selbst mit dem Thema auseinandersetzen und Dir zumindest ein Grundwissen zulegen. Wenn Du das hast, kannst Du Dir selbst den Fonds oder ETF suchen, der zu Dir passt. Ansonsten brauchst Du Beratung. Macht Fondssparen Sinn? Selbstverständlich! Wenn Du Dir der Risiken bewusst bist (vermutlich hat die Sparkasse Dich im Zusammenhang mit DEKA-Fonds nach Deiner Risikobereitschaft gefragt) und einen Anlagezeitraum von mehreren Jahren ins Auge fasst, sind Fonds (oder für die, die sich auskennen: Aktien, Zertifikate) eine der wenigen Möglichkeiten, sein Vermögen ertragreich für sich arbeiten zu lassen.

Bausparen: Die Rendite für Bausparverträge ist - wie für alle anderen Sparprodukte - derzeit mau. Ein Bausparvertrag kann dennoch lohnen, wenn Du Vermögenswirksame Leistungen anlegen möchtest und die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauprämie bekommst. Was das ist haben Dir die "Halsabschneider" von der Sparkasse sicherlich nicht verschwiegen? Ich würde aber keine zu hohe Abschlussumme wählen, wenn keine konkreten Bauabsichten bestehen - so 10, maximal 20 Tausend Euro können Sinn machen.

Verkauft die Sparkasse nur ihre Produkte (Deka, Provinzial, LBS)? Vermutlich! Empfielt Dir ein VW-Verkäufer einen Citroën? Vermutlich nicht! Daran ist nichts Verwerfliches. Sie behaupten nicht, unabhängig zu beraten.

Wollen die an Dir Geld verdienen? Ja! Wie der Aldi, Dein Bäcker, Dein Arzt und Dein Friseur auch. Alles Ganoven, scheint mir.

Hoffe, das hilft Dir.

Antwort
von archibaldesel, 29

Gerade in jungen Jahren und in der jetzigen Zinssituation ist es sinnvoll, regelmäßig in einen Aktienfondssparplan einzuzahlen. Je länger solche Sparpläne laufen, desto attraktiver war in der Vergangenheit am Ende die Rendite. Wichtig ist es allerdings, einen echten Aktienfonds, vorzugsweise weltweit anlegend, zu nehmen. Der Renditekick bei solchen Sparplänen kommt aus der Schwankung der Märkte. Also keine Angst vor fallenden Kursen zwischendurch, wichtig ist, wie es am Ende steht.

Kommentar von grubenschmalz ,

MSCI World als ETF

Antwort
von napoloni, 17

Wollen die einen nur über'n Tisch ziehen oder bringt das heutzutage
wirklich noch etwas das Geld in Aktien anzulegen bzw. für die Zukunft

Nicht über den Tisch ziehen, aber selbstverständlich wollen die auch etwas verdienen.

Ja, es bringt etwas, Geld in Aktien anzulegen. Für die Zukunft vielleicht im Schnitt so 6% im Jahr, in der Vergangenheit lagen die Renditen höher. Beim Deka-Angebot wird man dir aber einen hauseigenen Fonds angeboten haben, der erstens einen einmaligen Ausgabeaufschlag bei Kauf kostet, zweitens eine ordentliche jährliche Verwaltungsgebühr. Damit verzichtest du im Schnitt auf ein gutes Drittel deiner Rendite.

Besser ist, du investierst selbst in Aktien oder in Indexfonds. Auf der Seite von Comdirect kannst du mit dir selbst eine Beratung durchführen und bekommst einen Mix vorgeschlagen, wie du dein Vermögen aufteilen kannst (Beispiel: 50% Aktien, 30% Anleihen, 20 % Immobilien). Dazu kannst du dir dann wahlweise Indexfonds (ETFs) oder gemanagte Fonds vorschlagen lassen. Und jene ETFs kosten über die Börse keinen Ausgabeaufschlag und nur eine sehr geringe jährliche Verwaltungsgebühr.

Bausparen ist nicht mein Thema^^

Kommentar von pblaw ,

Sehr riskant ist die Empfehlung, Wertpapiere selbst zu kaufen, wenn man keine Ahnung von den Unternehmens oder den Märkten hat. Z.B. Kaufe ich Bayer, jetzt mit Monsanto - hat die Aktie Zukunft oder birgt sie Risiko? Für unbedarfte Anleger kommen eigentlich nur Fonds in Frage. Und wichtig: Beratung von mehreren Banken/Beratern und dann vergleichen.

Kommentar von napoloni ,

Die Beratungen von mehreren Banken wird immer gleich aussehen. Nur dass sie die Fonds empfehlen, die sie selbst vertreiben oder mit denen sie Prämienvereinbarungen haben.

Deshalb meine Empfehlung, von der Bankberatung vorgeschlagene Aktienfonds durch passende ETFs zu ersetzen.

Und wer sein Risiko verteilt, darf auch unbedarft sein.

Antwort
von Barolo88, 30

ein gute Mischung aus allem macht es aus.  Geld nur auf die Bank zu legen macht bei der heutigen Zinssituation überhaupt keinen Sinn,   Geld  in Aktien, Gold und Immobilien aufzuteilen ist die beste Wahl. macht aber nur dann Sinn, wenn man auch welches hat , das man aufteilen kann .-)

Antwort
von schelm1, 30

Der Vertrieb von Deka Investmentanteilen, wie auch der Abschluß von Bausparverträgen bringt der Bank Provision; das alleine dürfte für die Bank entscheidend sein.

Wie die Entwicklung der Investmentanteile in der Folge für Sie als Anleger verläuft und ob ein Bausparvertag für Sie persönlcih überhaupt einen Sinn machen könnte, geht dem Bankmitarbeiter am A..... vorbei!

Der fährt für seinen Laden, die ihm als zum Provisionsjäger degradierten Bankkaufmann obliegenden Pflichten, Provisonsertrag ein und wird nach diesem Erfolg von seinen Vorgesetzen beurteilt.

Was für Sie letztlich dabei herausschaut interessiert bei Banken und Sparkassen doch inzwischen niemnden mehr!

Begriffe wie Beratung als Dienstleistung - abgeleitet von dienen - oder Kundenbindung zur Schaffung dauerhaft nachhaltiger Kundenverbindungen mit gegenseitigem dauerhaften Erfolg, sind dem schnöden Drückerverhalten dieser Provisionsjäger längst geopfert worden.

Antwort
von ellaluise, 22

Statt eines Deka Investment Depot mit den dortigen Angeboten könnte man auch ein Depot bei einer Online-Bank führen und sich seine Fond´s selber aussuchen und mit Einmalbeträgen oder als Sparplan besparen.

Könnte kostengünstiger sein. Ansonsten siehe auch @schelm1

Einen "kleinen" Bausparvertrag (bis 10.000) evtl. um die Förderungen abgreifen zu können. (Vermögenswirksame Leistungen). Sollte es einen Arbeitgeber geben. Bausparverträge habe Abschlußgebühren.

Im Moment und wahrscheinlich auch später ist ein Bausparvertrag immer nur ein Teil einer Baufinanzierung. Zinsen sind evtl. niedrig dafür aber die Tilgung relativ hoch. Am Ende kommt es doch auf die monatliche Belastung an.

Nichts übereilt abschließen.

Im Moment ist es wirklich schwer zu sagen was man machen sollte.

Meine Kinder haben Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge (baV) abgeschlossen. Wirklich glücklich bin ich darüber nicht. Denn wie die Rendite in 45 Jahren ist....., geht ja gerade auch durch die Presse wg. der nachfolgenden Abgaben.

Antwort
von Kuno33, 36

Bausparkassen bringen in den allermeisten Fällen eine viel zu niedrige Rendite, zumal dann auch noch Gebühren anfallen, die oft höher als die erzielbaren Gewinne sind.

Auch Fonds muss man sich sehr genau anschauen. Da gibt es zwar Gewinnchancen, aber auch hier muss man sehen, ob sich das überhaupt lohnt.

Der "Bankberater" ist ein Verkäufer, der zuerst seine Interessen und die der Bank im Kopf hat. Du stehst dabei an der allerletzten Stelle. Es gibt Verbände "fairer Banker", die neutral beraten. Auch die Verbraucherzentralen machen Anlageberatung. Die neutrale Anlageberatung kostet allerdings Geld. Das ist aber meistens besser, als durch die "Beratung" bei der Bank Geld zu verlieren.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community